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Julian Trapp verlässt Herbern Richtung Staaten, wird Simon Mors (l.) sein legitimer Nachfolger? Zumindest hält Holger Möllers große Stücke auf den Stürmer, der auch in Senden traf.

Herbern nimmt die Überraschung gerne mit


Von Mario Lacroix

(29.05.18) Dass Altenberge gegen Gemen verlieren würde, damit haben sie beim SV Herbern nicht unbedingt gerechnet. Umso erfreuter nahmen es die Verantwortlichen zur Kenntnis, dass das 3:0 (2:0) beim VfL Senden zu Platz drei reichte.

Gerüchte, dieser dritte Platz würde vielleicht doch noch zu einer möglichen Aufstiegsrelegation berechtigen, lösten sich in Luft aus. "Ich gehe davon aus, dass da nichts mehr kommt", sagte der Sportliche Leiter Frank Heidemann. Er ist derzeit mehr damit beschäftigt, die kurzfristigen Abgänge von Julian Trapp (Auslandsjahr in den USA) und Gonzalo Redondo Conde (zurück nach Spanien) zu kompensieren. "Da müssen wir jetzt drauf reagieren", so Heidemann.

Zum Spiel: Mehr als ein Ausklang einer ordentlichen (Senden) bis guten Saison (Herbern) war das nicht. Die Akzente setzten die sonst so auswärtsschwachen Gäste: Simon Mors mit dem 1:0 kurz nach Anpfiff und Marcel Scholtysik per Seitfallzieher kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit (45.+1). Ein schönes Abschiedsgeschenk machte sich Daniel Krüger (künftig FC Nordkirchen) mit dem Treffer zum 3:0 (84.).

Abed an die Latte

Schön war auch der Abschied für Sendens Trainer Rainer Leifken - trotz der Niederlage. Dass Rabah Abed beim Stand von 0:2 einen Elfmeter an den Querbalken hämmerte - war am Ende nicht kriegsentscheidend. Dafür war die Zeit in Senden zu schön für Leifken.

Schön war es auch für Herberns Trainer Holger Möllers: "Platz drei setzt dem Ganzen die Krone auf. Wenn vor der Saison einer gesagt hätte, dass Emsdetten aufsteigt und Herbern unter die ersten Fünf kommt, hätte man denjenige als Träumer bezeichnet. Es gibt drei Überraschungsteams in der Liga: Emsdetten, Altenberge und wir."

Die Abgänge von Trapp und Conde "werfen uns zurück", gibt Möllers ohne Umschweife zu. Er fahndet nun mit Heidemann nach einem Innenverteidiger und Stürmer. Vielleicht findet er den neuen Top-Scorer sogar in den eigenen Reihen: "Simon Mors ist zwar nicht so elegant wie Trappi, hat aber eine ähnliche Quote. Ich bin davon überzeugt, dass der Junge bei uns seinen Weg gehen wird." Außerdem habe sich Whitson die Kohle für einen Rückflug aus Brasilien inzwischen zusammengespart. "Dann spricht auch nichts dagegen, dass er bei uns spielt." 

VfL Senden - SV Herbern     0:3 (0:2)
0:1 Mors (2.), 0:2 Scholtysik (45.+1),
0:3 Krüger (84.)
Bes. Vork.: Abed verschießt FE (61.)



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