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Nullachts Diogo Alves Duarte (r.) ist ein junger Bünsel. Merkt man ihm auf dem Feld nicht an. Selbst im Liegen ist er gegenüber Kai Sandmann noch im Vorteil.

Nullacht mit dem besseren Kraftstoff

Von Fabian Renger

(11.10.18) Wer die Klasse eines Fußballspiels alleine an Torchancen misst, dem dürfte das Landesliga 4-Gipfeltreffen zwischen dem SC Münster 08 und dem TuS Altenberge gar nicht geschmeckt haben. Doch die 90 Minuten auf dem Kunstrasenplatz der Nullachter, die mit dem 2:0 (1:0)-Erfolg ihre Spitzenposition behaupteten, waren trotz fehlender Großchancen trotzdem kein Spiel von schlechten Eltern. Im Gegenteil sogar.

Hier bearbeiteten sich zwei bestens eingestellte Teams auf taktisch hohem Niveau. Der springende Punkt: Die Münsteraner hatten letztendlich die größeren Kraftstoffreserven im Tank.

Eine exemplarische Aktion für dieses Match war diese kurz vor Feierabend. Es sind nur noch runde fünf Minuten auf der Uhr, der Dreier der Gastgeber ist quasi schon eingetütet.

Trotzdem gibt die SCM-Offensive noch einmal alles, rauscht mit einer Handvoll Männern noch einmal nach vorne. Der TuS kann die Situation entschärfen, Marcel Lütke Lengerich will an der rechten Außenbahn nahe der Mittellinie in der eigenen Hälfte einen Angriff aufbauen. Doch Zeit dazu hat er kaum, in Sekundenschnelle schalten die Nullachter um. Diesmal ist es Dennis Hamsen, der ihn attackiert, als stünde es 0:0 und ginge noch um alles, und ihm den Ball vom Fuß ins Seitenaus hinweg befördert.

"Erster Ball, zweiter Ball, dritter Ball: Wir waren da"

Das war so eine von vielen Aktionen, die Hamsens Trainer Mirsad Celebic später freudestrahlend zurückließ:"Erster Ball, zweiter Ball, dritter Ball: Wir waren da. Das spricht für den Willen, für die Einstellung meiner Jungs." Tatsächlich war dieser Erfolg einer des Willens - und einer von taktischer Raffinesse.

Celebic hatte seine Elf auf viel Verkehr im Altenberger Mittelfeld-Zentrum eingestellt. Sein Plan sah vor, das Spiel über die Außen aufzuziehen, breit zu machen. Doch dieser Plan ging erst recht spät auf.

Münsters Trainer Mirsad Celebic ballt die Faust. Zurecht: Seine Mannschaft überzeugte auch im Spitzenspiel mit Leidenschaft und bleibt weiter ganz oben im Tableau.
Routinier Benjamin Siegert kennt kein Pardon und spitzelt Altenberges Kapitän Henrik Wilpsbäumer mit vollem Einsatz die Kugel weg.

Denn insbesondere vorm Pausenpfiff des nicht vor all zu großen Herausforderungen gestellten Schiedsrichters Timo Barth war diese Auseinandersetzung eine Neutralisation auf hohem Niveau. Meistens, sobald Altenberge Bälle in die Tiefe spielen wollte, misslang das. Das lag zum einen an mangelnder Präzision, zum anderen aber auch am ungeheuren Pressing der Gastgeber. Kaum wurde es mal richtig gefährlich, Wege waren zugesperrt, der TuS konnte sein Spiel nicht aufspielen. 

Doch auch die Altenberger traten besonders gegen den Ball hervorragend auf und wie keine Klosterschüler. Der TuS ging ebenfalls ordentlich drauf, längere Ballzirkulationen des SC unterband er stets zeitnah und konsequent.

Megamöglichkeiten waren so hüben wie drüben Mangelware. Einzig nach einem ruhenden Ball schlug es ein. Nach einem Eckstoß kam Münsters Niklas Leser zum Abschluss, den Versuch konnte der TuS noch klären. Im Nachsetzen staubte Frederik Schulte mit einem Mix aus Knie und Oberschenkel-Schuss erfolgreich ab (25.).

Reckels stellt um - ohne Erfolg

TuS-Trainer Florian Reckels griff zum zweiten Durchgang in die Trickkiste. Aus dem anfänglichen 3-4-3 machte er fortan ein 4-5-1, zog Sturmtank Patrick Rockoff etwas zurück und beorderte Patrick Teriete ins Sturmzentrum. Auf dem Papier eine gute Idee, auch konnte man den Gästen das Bemühen keinesfalls absprechen. Sie probierten es immer wieder, nach vorne durchzudringen. Aber es klappte einfach nicht.

Als dann Leon Schwarzer plötzlich nach einem langen Ball durch war und zum 2:0 einnetzte (55.), waren die Gastgeber mehr und mehr das tonangebende Team. Das sah Reckels ähnlich:"08 war in vielen Belangen einfach besser. Viele 50:50-Situationen haben wir heute verloren", resümierte er.

Der TuS kam so selten in sein gewohntes Umschaltspiel, irgendwie machten die aggressiven Attacken des Ballführenden die Gäste auch gefühlt immer müder. So kam es sogar zur ein paar richtigen Gelegenheiten. Doch Lütke Lengerich klärte nach Leon Schwarzers toller scharfer Hereingabe ganz knapp vor Joe Breloh (78.) und ein Heber Hamsens (89.) war ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt.

SC Münster 08 - TuS Altenberge    2:0 (1:0)
1:0 Schulte (25.), 2:0 Schwarzer (55.)

Den Gegner nicht an die Kugel lassen: Das war der Plan von Altenberges Marcel Lütke Lengerich (l.) nicht nur in dieser Szene gegen Leon Schwarzer.


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