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Endrit Sojeva (l.) versucht, sich durchzusetzen. Wird aber von gleich zwei Altenbergern aufgehalten.

Eine Geschichte von Freude


Von Fabian Renger


(17.02.19) Sommer, Sonne, Sonnenschein - ja...nein, nein, keine Sorge, um Himmels Willen: Wir starten mit keiner Einleitung aus dem 0815-Handbuch. Ja, die Sonne schien, ja, der Sommer klopfte an an der Tilbecker Straße. Alles nett. Und ja, das 2:2 (0:1) zwischen dem gastgebenden BSV Roxel und dem TuS Altenberge gab auch mächtig etwas her. Aber den Bezug zwischen köstlicher Unterhaltung und dem Wirken des Wettergotts lassen wir stecken, können andere machen. Beschränken wir uns auf die Fakten. Und auf das, was den einen erst fehlte und den anderen in der Schlussphase abhanden kam: Freude!

Die Freude nämlich darüber, ein Spiel zu gewinnen - die hielt bis zu 88. Minute Einzug bei den Gästen. Bis von irgendwo Dickens Toka herkam und zum 2:2 einnetze. Frust kam auf, denn der Sieg kam nicht. Trotz eines 2:0-Vorsprungs. Obwohl, nein, Frust war das falsche Wort für TuS-Trainer Florian Reckels. "Das war ärgerlich, es war bitter für uns", resümierte dieser zwar logischerweise etwas geknickt. War aber eigentlich doch angetan von seinen Farben.

Reckels mit der Leistung "total einverstanden"

War die Personaldecke doch ziemlich ausgedünnt gewesen, hockten Jannick Hagedorn und Kai Sandmann doch erst angeschlagen auf die Bank. Das merkte man dem TuS aber kaum an. "Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich total einverstanden. Darauf können wir aufbauen", richtete Reckels seine Männer auf.

Das dürfte nötig sein, denn der Stachel dieser 90 Minuten dürfte tief sitzen. War doch selbst nach Tokas Ausgleichstreffer in der tiefsten Nachspielzeit noch alles drin für die Gäste. Sandmann, mittlerweile eingewechselt, tänzelt Heim-Schnapper Daniel Neuhaus aus, legt ab in die Mitte zum zwar umringten, aber einschussbereiten Christian Hölker. Der könnte direkt einnetzen, zieht aber nochmal in die Mitte, eine Fehlentscheidung: Neuhaus und auch die BSV-Hintermannschaft ist wieder auf dem Posten. Abgeblockt, gehalten, abgepfiffen. Nur ein Zähler statt drei. Meh.

Malte Greshake (grünes Trikot, l.) versucht hier, seinen Roxeler Gegenspieler aufzuhalten, damit Patrick Rockoff freie Bahn hat. Ganz schön was los auf dem Spielfeld...

Im Roxeler Lager herrschte derweil aber auch keine uneingeschränkte gute Laune vor. Sicherlich: Aufgrund des Spielverlaufs waren die Hausherren so etwas wie der 2:2-Gewinner. Aber es stimmt eben nicht immer alles, wenn du einen zwei-Tore-Rückstand aufholen musst. Besonders in der Anfangsphase verlor der BSV gefühlt jeden Zweikampf, die zweiten Bälle waren für den TuS bestimmt. Sebastian Hänsel, Roxels Trainer, legte den Finger in die Wunde: "Mir hat die Körpersprache in der ersten Halbzeit nicht gefallen, da habe ich mir ein bisschen mehr Zug gewünscht. Ein bisschen mehr Freude auf dieses Spiel, da waren wir auch in den Zweikämpfen ein bisschen pomadig. Das war eher so ein Gefühl: Wo bin ich?"

Ein bisschen zu viel Findungsphase nach einem langen Winter, ein bisschen zu wenig Fußball also. Mitte des ersten Abschnitts wurde zwar Hänsel Zeuge einiger guter Ballstaffetten seiner Männer. Ohne, dass dass es aber so richtig konkret wurde. Konkreter war da schon der TuS: Wirbelwind Malte Greshake traf zum 1:0 (38.), nicht unverdient, diese Halbzeitführung.

Roxel wacht auf - trotzdem trifft erst der TuS

Nach dem Seitenwechsel wurde Roxel etwas auffälliger und zielstrebiger. Mehr und mehr stimmte deren Körpersprache, nur die Ausbeute blieb erst mau. Steffen Hunnewinkels Versuch ging ans Lattenkreuz, aber er befand sich eh im strafbaren Abseits-Bereich (51.). Auch aus einem Monstergewusel in der Box heraus brachte Thomas Kroker trotz eines mehrfachen Versuchs die Kugel nicht ins Netz (58.). Da war Altenberge erfolgreicher: Foul von Toka an Hagedorn, ebenfalls eingewechselt, Freistoß Steffen Köhler. Um die Mauer herum ins Eck, Roxel-Schnapper Neuhaus zwar zwar dran, aber der passte - 2:0 (61.).

Drei Minuten drauf hätte Christian Hölker den Sack nach einer butterweichen Hereingabe von Greshake zumachen können, wenn nicht gar müssen. Doch Roxel hatte es an diesem Tag einfach mit dem "Auf der Linie klären." Sven Saerbeck schaufelte die Kugel im letzten Moment noch weg. Altenberge stellte um, kramte das Konter-Konzept aus dem Schrank - und Roxel holte alles aus sich heraus. Altenberge half jedoch auch tatkräftig mit: Marcel Lütke Lengerich stoppt Tokas Alleingang im Strafraum regelwidrig, der souveräne Schiri Moritz Ludorf zeigt auf den Punkt. Hendrik Flaßhar verwandelt sicher zum 1:2-Anschlusstreffer (80.).

Dann kam noch Toka und eben nicht mehr Hölker. So hatten die einen hinten raus ihre Freude und Form gefunden und die anderen zwar zwei Zähler verloren, aber sich zumindest ordentlich präsentiert. Und zum Wetter kommen wir beim nächsten Mal. Vielleicht.


BSV Roxel - TuS Altenberge 2:2 (0:1)
0:1 Greshake (38.), 0:2 Köhler (61.)
1:2 Flaßhar (80./FE), 2:2 Toka (88.)



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