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Landesliga 4

Ab der Saison 2020/2021 gibt jemand anderes die Kommandos in Altenrheine. Daniel Apke hört nach dann vier Jahren auf.

"Der perfekte Moment"


Von Fabian Renger

(02.09.19) Am liebsten würde Daniel Apke gar keine so große Geschichte draus machen. Es ist Montagabend, tags zuvor haben er und der SC Altenrheine den ersten Sieg in der Landesliga eingetütet. Alles im Lot am Schürweg. Die Stimmung könnte besser nicht sein. Da platzt diese Nachricht in die Welt: Apke hört nach der Saison als Trainer des SCA auf.

Der 37-Jährige ist sicherlich keiner, der mit seiner Meinung hinterm Berg hält, er ist ein Fan von klaren Worten. Tacheles reden statt großes Palavern. Daher entschied er sich frühzeitig, mit offenen Karten zu spielen. Bereits vorm Spiel gegen Mesum informierte er seine Mannschaft und den Verein über seinen Entschluss, die Segel in Altenrheine zu streichen. Fakten schaffen, den Fokus schnell aufs Wesentliche, auf den Platz richten.

Das Ziel muss im Vordergrund stehen

"In den drei Jahren ging es immer nur nach oben", blickt Apke zurück. Doch ihm ist klar: Die aktuelle Saison wird ein Brett. Das Ziel, sein Vermächtnis nach im Sommer dann vier Spielzeiten am Kanal: Der Club soll Landesligist bleiben. Dafür müssen alle Sinne geschärft sein. "Mein persönlicher Fokus steht auf auf dem Landesliga-Nichtabstieg, es geht nur um die Liga. Es soll nicht bloß um die Person Daniel Apke gehen", will er eine ähnliche Hängepartie nach dem Motto 'Bleibt oder geht er' wie im vergangenen Spieljahr direkt im Keim ersticken.

Über einen längeren Zeitraum habe sich seine nun jetzt getroffene Entscheidung entwickelt. Mit der Verkündung wollte er nicht länger als nötig warten. Apke eben. "Eine faire Geste, super, wie es gelaufen ist", kommentiert Altenrheines Seniorenobmann Alexander Bröskamp die ganze Geschichte. "So ist das mit ihm, so haben wir ihn schon damals kennengelernt."

Das Verhältnis Trainer -> Spieler ist inzwischen zu einem sehr freundschaftlichem geworden. Auch das war ein Mitgrund für Apke, dem Verein die Möglichkeit für frische Impulse zu geben. Und frühzeitig Fakten zu schaffen.

Damals, im Sommer 2016 war das. Es folgten tatsächlich Jahre des unaufhörlichen Erfolgs: Ein (letztlich verlorenes) Kreispokal-Finale im eigenen Stadion, ein bitteres Ende aller Aufstiegsträume im Elfmeterschießen der Landesliga-Relegation, dann der Gewinn der Hallen-Stadtmeisterschaften in Rheine und der doch noch geglückte Aufstieg in die Landesliga.

"Es wird schwierig, in die Fußstapfen zu treten, die Erfolgsspur ist ordentlich", weiß Bröskamp. Das Alter spielt beim Nachfolger keine Rolle, einzig sollte dieser über einen gewissen Erfahrungsschatz verfügen. Aber dafür haben die Verantwortlichen ja jetzt ausreichend Zeit. Frühzeitiger kann ja keine Klarheit herrschen. Die Suche kann beginnen.

Gekommen als Unbekannter, Abgang als "sehr guter Freund"

Vielleicht wird's eine ähnlich gute Ehe wie mit dem noch-Coach. "Ich bin als Unbekannter gekommen, ich möchte als sehr guter Freund gehen", sagt Apke. Die Spieler und er, das Team drumherum und er, da sind zu große Freundschaften entstanden. Das will er bewahren. Und daher sagt er jetzt, wo alles noch gut läuft, was Phase ist, und nicht dann, wenn mal dunkle Wolken aufziehen sollten. "Es ist der perfekte Moment", findet der Emsdettener. "Es soll nicht um mich gehen. Die Truppe ist der Star!"

Und diese hat einen klaren Auftrag: Die Landesliga weiter zu bereichern. "Daniel wird das zielstrebig bis zum Ende durchziehen", ist sich Bröskamp sicher. Gute Freunde kann schließlich niemand trennen. Ganz egal, wohin die Wege führen.



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