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Landesliga 4

Holger Möllers braucht im Sommer eine Pause und hört beim SV Herbern auf.

Möllers nimmt sich eine Pause


Von Fabian Renger

(03.01.20) Holger Möllers befindet sich im besten Fußballeralter, wie er selbst scherzend berichtet. 48 Jahre jung ist der Trainer des SV Herbern. Ab dem kommenden Sommer aber ist Möllers Ex-Trainer des SV Herbern. Er stellt die Taktiktafel erstmal in den Keller. Möllers braucht eine Pause vom Trainerjob - nach rund zehn Jahren sonntäglicher Dauer-Zockerei.

"Meine Frau hat es bisher überragend mitgetragen und würde es weiter überragend mittragen", kam die Entscheidung vom Übungsleiter persönlich. Möller ist selbständig und nebenher seit knapp zehn Jahren Trainer einer Fußballmannschaft. Fünfeinhalb Jahre TuS Ascheberg, in der vierten Spielzeit gerade beim SVH. "Das zehrt", sagt Möllers. "Es ist ja nicht nur, dass du dreimal die Woche trainierst." Trainingsvorbereitung, Traininingsnachbereitung, Gegneranalyse, diese langen Sonntage. Das schlaucht dann wohl wirklich - sowas muss schlauchen.

"Nicht unterm Tannenbaum gewachsen"


Den Verein setzte der Coach bereits vor längerer Zeit in Kenntnis. "Die Sache ist nicht unterm Tannenbaum gewachsen", sagt Möllers. Nun, wo jedes Teammitglied von ihm persönlich über seinen Entschluss informiert wurde, teilte der Verein in Person von Sportleiter Ludger Staar den Entschluss des Trainers mit.

Der wiederum hätte wie der gesamte Club nur zu gerne weiter gearbeitet mit Möllers. Staar weiß aber auch:"Als Trainer ist der ganze Sonntag dann durch. Sowas machst du nicht nur für ein halbes Jahr." Er muss es wissen: Bevor Möllers seinerzeit eingestiegen war, war Staar jahrelang Co-Trainer in Herbern. Nun muss Staar einen Nachfolger finden. "Und zwar so schnell wie möglich", stellt er klar. Gerade für die Spieler will er fix Klarheit haben. Was muss der neue Möllers können? "In erster Linie Fußballsachverstand mitbringen, in zweiter Linie zum besonderen Verein SV Herbern passen", sagt Staar.

Was wird aus Kalpein?

Möllers' Co-Trainer Jens Kalpein soll dem Verein derweil erhalten bleiben - sofern der neue Cheftrainer ihn gebrauchen könne, berichtet Staar. Wie auch immer: Ein halbes Jahr bleibt Möllers ja nun noch. Wenn seine Truppe, die derzeit auf dem fünften Platz rangiert, sich ungefähr in diesen tabellarischen Sphären platzieren kann, dann wäre der Noch-Trainer zufrieden. Auch gegen die Wiederholung der bis dato besten Platzierung seiner Ägide (Platz 3, Saison 2017/18) hätte er logischerweise nichts. Im vergangenen Jahr holte sich Herbern bekanntermaßen den Kreispokal-Sieg. Das war schon keine so schlechte Zeit.

Zum Abschluss quält er die Mannschaft anscheinend aber noch einmal. Klingt fast so. Sieben Testspiele sind bis zum ersten Pflichtspiel des Jahres angesetzt, es folgt anschließend direkt wieder eines. Möllers wiegelt umgehend ab:"Ich habe einen richtig großen Kader! Die Spiele sind für die Spieler gedacht, die in der Hinserie keine so große Rolle gespielt haben, um sich mal in den Vordergrund zu rücken." Und was macht er dann ab Sommer? Hospitieren, den Erwerb der A-Lizenz, alles sei möglich. Er selbst hat ja noch Zeit - bestes Fußballeralter und so.



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