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Landesliga 4

Dieses Bild von Mesums Sportlichem Leiter Michael Gordalla (r.) und dem künftigen Trainer der ersten Mannschaft, Benjamin Brinkmann, entstand beim Westfalenliga-Derby des SVM gegen SuS Neuenkirchen in der vergangenen Saison. Da war die Nachfolge von Cello Langenstroer allerdings noch kein Thema.

"Premium-Lösung" für den SV Mesum


Von Christian Lehmann

(11.12.19) Die nächste spektakuläre Trainer-Entscheidung dieses Winters! Marcel Langenstroer wird sich beim SV Mesum im Sommer verabschieden. Seine beiden Nachfolger hat Michael Gordalla bereits gefunden. Wie der Sportliche Leiter der Hassenbrockler am Mittwoch verkündete, werden Benjamin Brinkmann und Thomas Feldkämper den (Noch-?)Landesligisten in der kommenden Spielzeit betreuen. Die beiden Ur-Mesumer bezeichnet Gordalla als "Premium-Lösung".

Eines ist dem Mesumer Macher besonders wichtig: "Ich habe versucht, Cello zum Weitermachen zu bewegen. Wir haben gemeinsam Höhen und Tiefen erlebt und immer gut zusammen gearbeitet. Sportlich gibt es eigentlich nix zu meckern, menschlich sowieso nicht. Cello braucht aber einfach eine Pause, um seiner Familie mehr Aufmerksamkeit schenken zu können. Wir mussten uns etwas Neues überlegen." Neben Langenstroer wird auch dessen aktueller Assistent Dino Mattick nicht weitermachen.

"Cello" lernt jetzt seine Frau kennen

"Ich habe mir das lange überlegt. Rein sportlich war es eine extrem schwere Entscheidung", betont Langenstroer. "Dass Mesum mir überhaupt die Chance gegeben hat, einen Cheftrainerposten zu übernehmen, war für mich ein Glücksfall. Ich glaube auch, dass wir es in den vergangenen dreieinhalb Jahren nicht schlecht gemacht haben. Es ist aber auch schön, mal keine Verpflichtungen zu haben", so der Coach, der mindestens ein Jahr pausieren möchte. "Ich freue mich tierisch darauf, zuhause zu sein. Dann lernen meine Frau und ich uns auch mal richtig kennen", flachst der 37-Jährige. "Wenn sie das nicht so lange mitgemacht hätte, wäre es gar nicht möglich gewesen." Bis zum Saisonende verspricht "Cello", keinen Deut nachzulassen. "Die Jungs sollen nicht meinen, dass ich jetzt alles nur passieren lasse. Wir werden bis zum Schluss Gas geben." Irgendwann, möglicherweise nach einem Sabbatjahr, könne er sich ein erneutes Engagement als Trainer vorstellen. Von der Nachfolgelösung ist er begeistert: "Ich gebe die Jungs in gute Hände weiter."

Über eben jenes "Neue", das im kommenden Sommer beim SVM Einzug erhalten wird, wurde die Mannschaft am Montag in Kenntnis gesetzt. Mit Benjamin Brinkmann (33) und Thomas Feldkämper (34) übernehmen zwei "Mesumer Jungs" die Erste. Torwarttrainer Ingo Beckmann und Fitnesscoach Sascha Guetat verbleiben im Trainerteam. "Für unseren Verein ist das eine super Lösung, die auch von Cello total unterstützt wird. Das Feedback aus der Mannschaft war ebenfalls sehr positiv", betont Gordalla. "Wir haben jetzt einige gute Argumente, um sportlich das Beste rauszuholen. Da ist sicherlich auch unser neuer Kunstrasenplatz eine wichtige Komponente."

Marcel Langenstroer (l.) möchte künftig etwas mehr Zeit für die Familie haben. Für ihn springt auch sein ehemaliger Co-Trainer Thomas Feldkämper in die Bresche. Hier gibt er Dominic Schmidt vor dessen Einwechslung letzte taktische Aufgaben mit auf den Weg.

Erste Trainer-Schritte im Emsland

Gemeinsam spielten Benjamin Brinkmann und Thomas Feldkämper zu aktiven Zeiten lange für den SVM, als Trainer gingen sie unterschiedliche Wege. Feldkämper assistierte Langenstroer in Mesum bis 2017, ehe er - auch verbunden mit einem Wohnortwechsel - die U23 des SC Spelle-Venhaus übernahm. Weil er im Oktober Vater wurde, zog sich der B-Lizenzinhaber dort im vergangenen Sommer zurück. Brinkmann coachte zunächst Jugendteams des FC Eintracht Rheine und sprang in der vergangenen Spielzeit als Co-Trainer der Oberliga-Mannschaft neben Björn Laurenz ein. In der laufenden Saison coacht Brinkmann als Nachfolger von Markus Pels Concordia Emsbüren in der Bezirksliga Weser-Ems (Niedersachsen). Er wird im Januar zum zweiten Mal Vater.

"Eigentlich wollte ich deswegen zum Saisonende in Emsbüren aufhören, ehe die Anfrage aus Mesum kam. Ich glaube auch, dass diese Teamlösung daher auch das Beste für alle Beteiligten ist", so Brinkmann. "Thommy und ich sind gute Kumpels. Die Fußstapfen sind sehr groß. Cello hat in den vergangenen Jahren einen riesen Job gemacht. Die Mannschaft spielt einen attraktiven Fußball." Diesen Weg wollen er und Feldkämper - ganz gleich in welcher Liga - in der kommenden Saison fortführen. Dass beide Trainer noch relativ jung sind - Brinkmann hat etwa mit Kevin Grewe oder Julian Wolf früher noch selbst zusammen gespielt - sieht der 33-Jährige eher als Vorteil: "Wir sind noch nicht lange raus und können uns so besser in die Lage der Spieler versetzen."

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