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Landesliga 4

Thomas Morzonek bleibt auch in der kommenden Saison Trainer des VfL Senden.

In Senden wird viel geschraubt: Einige Baustellen sind geschlossen


von Fabian Renger

(30.03.20) "Wir haben Hochphase jetzt." Taylan Berik schwitzt gerade. Der 2. Vorsitzende und Sportliche Leiter des VfL Senden schuftet aktuell unter Hochdruck hinter den Kulissen. Die neue Saison will geplant werden. Berik muss viel schrauben. Teilweise auch via Videokonferenz. Corona macht erfinderisch. Stand jetzt, verlassen sechs Kicker den VfL in Sommer. Teilweise auch namhafte. Doch in den Kopf Sand stecken, das kommt nicht in die Tüte. Denn Berik hat auch positive News im Köcher: In der Trainerfrage bleibt (fast) alles so wie gehabt. Und die ersten Neuen sind ebenfalls eingetütet.

Erst einmal zum Trainertrio. Christian Balke bleibt Torwarttrainer, Rabah Abed und Thomas Morzonek kümmern sich derweil auch in der neuen Saison ums kickende Personal. Beide traten im Winter die Nachfolge von André Bertelsbeck an. "Sie haben alles komplett umgekrempelt und - bis Corona kam - einen tollen Job gemacht", lobt Berik. Das Feedback aus den Reihen der Aktiven war positiv, die taktische Herangehensweise der beiden Partner gefiel dem Verantwortungsträger ebenfalls.  Fortschritte habe er bereits beim (einzigen) Spiel gegen Werne erkennen können.

Abed hört als Spieler auf

Eine Änderung wird es aber schon geben - und die ist nicht ohne: Abed, mit sieben Toren bester Torschütze des VfL, wird nicht mehr auf dem Feld agieren und seine Laufbahn als Spieler beenden. "Mit 36 Jahren muss ich mich nicht dafür schämen", erklärt er dazu. Es sei einfach an der Zeit, außerdem möchte der frischgebackene B-Lizenz-Inhaber sich dann dem Traineramt widmen und sich endgültig darauf konzentrieren. Auch der Familie zuliebe. (mehr dazu lest ihr hier)

"Die Mannschaft muss nur aufpassen. Ich bin sehr intensiv und tigere da herum. Rabah hat das auf dem Spielfeld gemacht", kommentiert Morzoenk diese Begebenheit mit einem dicken Lachen. "Jetzt haben die zwei so an der Linie stehen..." Aber die Einteilung passe, auch in der Trainingsarbeit ergänzen sich beide super, wie das Duo unisono betont. Morzonek selbst ging nach Beriks Anruf vor rund zwei Wochen in sich. Er ist knapp über 60. "Ich musste erst überlegen, ob das die Anstrengung wert ist. Dreimal die Woche auf dem Platz zu stehen und sonntags dann die Spiele...", erinnert er sich. Als er das "Go" seiner Frau bekam, sagte er dem Verein schließlich zu.

14 Zusagen - zwei junge Neue

Kommen wir von der Trainerbank weg, hin zum weiteren Personal. "Wir haben 14 Zusagen aus dem aktuellen Kader", sagt Berik. Dazu gehört übrigens auch Pascal Karaterzi. Der zog ins Münsterland, seit Januar gehört er dem VfL an. "Ein absoluter Gewinn für die Mannschaft. Sehr ehrgeizig und menschlich total in Ordnung", schwärmt Berik. Karaterzi ist im zentralen Bereich zuhause und spielte vormals beim FC Stahl Brandenburg (Landesliga Nord Brandenburg). "Das war eine Empfehlung von Kamilos Jeyenthira, heute Niehoff. Ein sehr feiner Zug von ihm", erklärt Berik das Zustandekommen des Transfers. Auch Keeper Johannes Brückner kannte Karaterzi aus seiner Zeit in Brandenburger Gefilden und hob den Daumen.

Zwei Versprechen für die Zukunft sind indes Mirkan Arslan (1. FC Gievenbeck U19) und Ben Rahlenbeck (GW Nottuln). Beide trainierten ganz früher in der D-Jugend des VfL unter einem gewissen Trainer namens Thomas Morzonek. So wird also ein Schuh draus. Rahlenbeck, Jahrgang 2000, ist flexibler Offensivmann. Arslan ebenfalls einer für die Außen. "Sie passen super zu unseren Abgängen", so Berik.

"Natürlich tut das weh"

Die Abschiede von Georg Schrader und Eldin Celebic (beide zu GW Nottuln) sowie Florian Kaling und Dennis Bäumer (beide zum BSV Roxel) waren bereits bekannt. Zudem tritt Hendrik Heubrock kürzer und wird zum TuS Ascheberg wechseln, Luca Veronelli verlässt den VfL mit ungewissem Ziel. Bei ein paar wenigen weiteren Spielern stehen laut Berik derweil noch Fragezeichen hinter ihren Verbleiben, auch potenzielle Neue zappeln noch am Haken. Da wird wohl in Richtung Wochenende mit Vollzug zu rechnen sein.

"Wir werden auf jeden Fall - das ist Fakt - wieder eine absolut starke Gruppe auf den Platz bringen", stellt der Sportchef klar, dass er keine Angst vor der Zukunft hat. Trotz des Verlustes einiger Säulen. "Natürlich tut das weh und ist schon schade, weil man einiges erlebt hat in den vergangenen Jahren. Aber es ist halt so", sagt Berik beispielsweise in Richtung eines Kaling. Morzonek trauert derweil vor allem Schrader und Celebic hinterher. "Die zwei haben in der Rückrundenvorbereitung exzellent gearbeitet", sagt er. Oder auch Veronelli. "Der hat in der Vorbereitung richtig angepackt und war gegen Werne richtig bärenstark im Spiel. Als Innenverteidiger in einer Dreierkette, das hat er richtig gut gemacht", findet er. Positiver Dinge ist er dennoch. Vor allem, was die neuen Leute angeht. Die Anstrengung ist es ihm definitiv nochmal wert.



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