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Landesliga 4

Rabah Abed (l.) wird künftig maximal im Training der Kugel hinterher jagen. Mit 36 Jahren will er sich auf sein Traineramt konzentrieren.

Auch kein Einsatz im Notfall


von Fabian Renger

(31.03.20) Die B-Lizenz hat Rabah Abed in der Tasche, als nächster Step wartet die DFB-Elite-Jugend-Lizenz. Das fordert Konzentration und vollen Fokus. Der beste Torschütze des VfL Senden (7 Treffer aktuell; Saison 2018/19: 16; Saison 2017/2018: 14) nimmt Abschied vom Acker. Weil er das seiner Familie versprochen hat. Im Vorjahr schon. Da war es ein halbes Versprechen, sich zumindest nicht mehr all zu leistungsorientiert zu bewegen. "Das habe ich leider nicht zu 100 Prozent halten können, weil die Liebe zum Fußball groß ist", schaut er zurück. Doch im Sommer will er sich auf den Job als Übungsleiter konzentrieren. Weiter beim VfL, weiter mit Thomas Morzonek zusammen.

Heimspiel: Rabah, warum hörst du im Sommer als Spieler auf? Was gab den Ausschlag?
Abed: Das stand schon seit zwei Jahren zur Debatte. Der Ehrgeiz schleppte mich immer hin, dass ich auch zusage und den Verein weiter als Spieler unterstützen will. Aber irgendwann muss man den Cut machen. Ich denke, mit 36 Jahren muss ich mich nicht dafür schämen, oder? (lacht)

Warum war's denn ausgerechnet jetzt der Fall? Weil du dich nun aufs Traineramt konzentrieren möchtest? 
Abed: Nicht nur. Ich  bin nicht mehr der jüngste und versuche jeden Sonntag, Gas zu geben und den Jungs auch ein bisschen den Weg zu zeigen. Die jungen Burschen haben von der Körperlichkeit und von der Ausdauer aber viel mehr. Obwohl ich gut fit bin, werden meine Erholungsphasen im Spiel länger als bei den jüngeren. Das wirkt sich irgendwann negativ auf die Leistung der Mannschaft aus. Und ja, zum Teil kommt es dazu, dass ich als Trainer meinen Weg fortsetzen möchte. Komplett aufhören möchte ich nicht, aber jetzt in einer anderen Funktion.

Meinst du denn, das kannst du einfach im Sommer? Einfach an der Seitenlinie stehen und ruhig sein.
Abed: Ruhig werde ich nicht sein, ich bin nicht der ruhige Trainer. (lacht)

Thomas Morzonek sagte uns, die Mannschaft müsste vielleicht aufpassen, dass da dann zwei Impulsive am Seitenrand stehen.
Abed: Nein, wir ergänzen uns sehr gut. Thomas' Impulsivität hat Hand und Fuß, ich bin sehr froh, dass wir das zusammen machen, weil er mich sehr gut bremsen kann. A, weil er mein Trainerkollege ist. Und b, weil er einfach eine Respektsperson ist. Das hat in dieser Konstellation bisher prima funktioniert. Wenn's nicht die Corona-Krise gegeben hätte, hätte man das noch ein bisschen mehr sehen können. Nichtsdestotrotz sind wir zuversichtlich, dass wir die Jungs voranbringen können.

Hörst du denn komplett auf als Spieler? Oder würdest du im Notfall...
Abed: ...ne, ne, ne. Komplett. Das habe ich meiner Frau und auch meinen Kindern versprochen. Ich trainiere vielleicht noch mit, aber offiziell werde ich nicht mehr spielen.

Auch nicht, wenn Not am Mann ist?
Abed: Auch nicht, wenn Not am Mann ist.

Du glaubst aber nicht, dass du und deine Tore der Mannschaft fehlen werden? Es verlassen euch ja auch noch einige gute Leute.
Abed: Ja gut, das wird sich herausstellen. Wir haben viele Talente im Kader, die uns im offensiven Bereich wirklich bereichern können. Die kann ich als Trainer schleifen, korrigieren und voranbringen. Vielleicht werden ohne meine Wenigkeit ein paar Tore weniger fallen, aber ich hoffe, dass andere das sehr gut kompensieren.

Mit Kaling, Heubrock, Celebic, Schrader oder Bäumer verliert ihr einige gute Namen. Machst du dir da Sorgen, seid ihr stark genug?
Abed: Gerade mit Bäumer habe ich sieben Jahre zusammen gespielt und weiß ganz genau, was er kann und wie spielentscheidend er ist. Oder wenn man mit einem Schrader oder Celebic Jungs verliert, die sich entwickelt haben, glaube ich natürlich schon, dass Handlungsbedarf da ist. Es kommt aber auch auf die Nachfolger an. Wir bemühen und sind in Gesprächen mit einigen, haben aber auch einige Spieler, die die Chance ergreifen und auf sich aufmerksam machen werden.



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