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Landesliga 4

"Wir sollten die Männer mal machen lassen"


von Fabian Renger

(27.04.20) Am Wochenende waren nun auch die Landesligisten dran. Der FLVW knöpft sich nach und nach seine Ligen vor und hält Videokonferenzen mit den Vereinsvertretern ab. Auch bei der Konferenz mit den rund 30 Vertretern der Landesligen 3 und 4 kristallisierte sich heraus: Die Spielzeit wird wohl beendet und gewertet. Was schwer wiegen dürfte: Vor allem die Zweitplatzierten werden bei der Saisonendbewertung tendenziell wohl leer ausgehen, wie aus Teilnehmerkreisen zu hören war.

"Das Prozedere ist ziemlich hart", kommentiert Dietrich Schulze-Marmeling, Abgesandter des TuS Altenberge bei der Videokonferenz, diese Stoßrichtung. Die Stimmung unter den Vereinsverantwortlichen sei dennoch unheimlich moderat gewesen. Denn jeder weiß, was Schulze-Marmeling ausspricht:"Eine gewisse Unfairness lässt sich halt nicht wegschieben."

Mesum: "Werden keine Eigeninteressen durchboxen"

Unfairness - ja, jetzt könnten sie im Mesumer Hassenbrock durch die Decke gehen. Nur vier Punkte beträgt der Abstand des Tabellendritten auf den Tabellenführer Westfalia Kinderhaus. Mesums Sporteiter Michael Gordalla stellt aber klar:"Dem Verband geht es bei seinen Entscheidungen um das Thema Rechtssicherheit. Für uns vom SV Mesum kann ich klar sagen: Wir werden nicht klagen und werden es nehmen, wie es kommt. Wir werden uns sehr sportlich präsentieren und keine Eigeninteressen durchboxen."

Immerhin, das habe etwas Positives für die Gespräche im SVM-Vorstand in den kommenden Tagen, herrsche jetzt Planungsssicherheit. "Wir können die Saison faktisch sofort für beendet erklären und gehen davon aus, dass eine Saison nicht vor September starten wird", nahm er vor allem den Haken mit raus aus dem Gespräch raus, der unter die Saison wohl gemacht wird.  "Da es keine Absteiger geben wird, wird es nur wenige treffen", sagt Gordalla. Eine Wildcard-Regelung, ähnlich wie im Handball, sei indes wohl eher keine angedachte Lösung. Aber: Auch das ist Spekulation. "Man kann ja aktuell nicht einmal sagen, wie viele Staffeln es wo geben kann."

Kinderhaus: "Das wäre sehr, sehr biter sonst"

Dieter Hanebuth aus der sportlichen Führung von Spitzenreiter Westfalia Kinderhaus schickte derweil Teile des Trainerteams zur samstagabendlichen Konferenz, für ihn ist aber auch klar: Eine Annullierung wäre aus Kinderhauser Sicht ein Super-GAU. "Das wäre auch eher nicht im Sinne des Sports", betont er. "Für uns das wäre das gerade in dieser Saison und nach der Relegation im Vorjahr auch sehr, sehr bitter." Aber er kann ja aufatmen: Zu einer Annullierung wird es im Normalfall nicht kommen.

Dies bestätigte auch Aljoscha Groß, Sportlicher Leiter und Vertreter des BSV Roxel am Samstagabend. "Was ich jetzt rausgehört hatte, war, dass die Saison nicht weitergeführt wird. Sie wird auch nicht annulliert, sondern wahrscheinlich eher abgebrochen. Aufsteiger wird es geben, keine Absteiger", erzählt er. Als Aufsteiger werden wohl in der Tat eher die Ersten gezählt. Die Tendenz beim Abbruch ginge wohl indes eher in Richtung Stand nach der Hinrundentabelle, wenngleich Groß ebenso wie Gordalla klar stellt:"Da war natürlich noch nichts Fixes bei."

Wechselfrist wird wohl angepasst

Das wäre auch gar nicht möglich. Denn die Entscheidungsprozedur wird länger dauern. Weil der WDFV-Schwesterverband aus dem Mittelrhein sich eher für eine Fortsetzung der Spielzeit ausspricht, müsste der FLVW bei einem Abbruch seine Spielordnung anpassen. Das geht allerdings nur über einen Verbandstag - und dieser würde, bei Einhaltung diverser Fristen, nicht vor Juni stattfinden. Vorher werde keine definitive Entscheidung fallen, berichtet schließlich auch Groß: "Und vorm 1. September wird auch nicht gespielt." Interessant: Auf die Wechselfrist von sechs Monaten ohne Spiel, nach denen ein Spieler frei und ohne Ablöse den Verein wechseln könnte, wird wohl der Zeitraum der Pandemie angerechnet. Solche Gedankenspiele gebe es in jedem Fall bei den FLVW-Füchsen im Hintergrund.

Negative Worte über die Macher waren unterdessen Mangelware. Gordalla bringt es kurz und knackig auf den Punkt:"Die Männer sollten wir mal machen und entscheiden lassen." Wohl wahr.

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