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Jens Haarseim weiß vor allem, wie man Elfmeter hält. Foto: SV Herbern

Haarseim und das Geheimnis des Elfmetertötens


Von Fabian Renger

(17.10.19) Normalerweise ist es ja meistens ein dankbares Geschenk, wenn der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt zeigt. Doch wenn man es mit dem SV Herbern und dessen Schlussmann Jens Haarseim zutun hat, sollte man den Referee anflehen: Bitte, bitte, pfeife den Elfer nicht! Denn Haarseim entschärft Elfmeter so, als wäre es die leichteste Übung der Welt.

Seine Bilanz ist außerordentlich: Zwei waren es im Westfalenpokal, einer am vergangenen Sonntag in der Liga, auch beim Fuchs-Cup war er als Elfmetertöter aufgefallen. Wie macht man das? Ecke aussuchen und gucken, was da kommt - oder aber dem Ball hinterher springen? "Es gibt keine Faustformel", erklärt Haarseim. "Ich glaube, es ist viel Intuition."

"Den Spieler auf andere Gedanken bringen"

Natürlich: Vieles liegt am Schützen. Wenn der aus elf Metern in den Winkel ballert, dann bist du als Keeper machtlos. Selbst, wenn du mit der übernatürlichen Kraft des Hellsehens ausgestattet sein solltest. Doch wenn du den Schützen kirre machst, dann steigert das deine Chancen. "Man muss versuchen, den Spieler auf andere Gedanken zu bringen, ihn ins Nachdenken bekommen", bestätigt Haarseim. Heißt: Sich den Ball nochmal vor der Ausführung schnappen, zum Elfmeterpunkt gehen und zurück, die klassischen Faxen eben, um den Kicker aus der Fassung zu bringen.

Manchmal klappt's, manchmal nicht. Ein bisschen wie beim Glücksspiel. "Wenn ich das Gefühl habe, der Spieler ist verunsichert, springe ich hinterher", schaut Wirtschaftswissenschafts-Student Haarseim seinem Gegenüber tief in die Augen. Falls er dort keine Veränderung wahrnimmt, geht's auf gut Glück irgendwo hin. Wieder was gelernt.

Zwei Jahre in der A-Jugend

Seit Sommer ist er beim SVH, bereits in der A-Jugend war der gebürtige Selmer zwei Jahre da. Johannes "Joko" Richter, Sebastian Schütte oder Eric Sabe kannte er von einst noch. Das erleichterte ihm den Wechsel, rüber vom BV Brambauer aus der Bezirksliga im vergangenen Sommer, eine weitere Station im Seniorenbereich war der PSV Bork. In der Jugend trug er derweil noch das Dress des VfL Senden oder von Eintracht Dortmund. Doch genug des Biografischen - kommen wir zum Eingemachten! Ein Rookie der Landesliga gegen mich. Ja, da kann ich ja gar nicht verlieren. In der Vorwoche lagen Aljoscha Kottenstede und ich mit je vier richtigen Tendenzen übrigens gleichauf. Also, Jens Haarseim, nimm dich in Acht!

BSV Roxel - SC Altenrheine (Fr., 20 Uhr)
Das Spitzentrio haben die Roxeler weg. Vier Punkte aus den Partien gegen den Werner SC, Westfalia Kinderhaus und gegen den SV Mesum sind eine ordentliche Ausbeute. Trainer Sebastian Hänsel sieht's ähnlich und will an den guten Vorleistungen anknüpfen. Logisch. Wird leichter als Öffnet internen Link im aktuellen Fenstergegen Mesum: Gezockt wird auf Roxels Kunstrasen. Vorgezogen wurde wegen der Kirmes in Rheine. Und was kann der SCA so? "Ich erwarte ein sehr intensives Spiel, Altenrheine hat eine robuste Mannschaft", tippt Hänsel trotzdem auf Kampf und einen Gegner, der auf seine Umschaltmomente wartet. "Die Jungs sind ja auch recht groß", will er vor allem bei Standards auf der Hut sein. Glück im Unglück bei Nico Haverkamp: Ein MRT brachte "nichts Gravierendes" zutage. Auf drei, vier Wochen schätzt Hänsel die Ausfalldauer. Gerissen oder gebrochen sei nichts. Na, Gott sei Dank! Beim SCA klärten sie indes Öffnet internen Link im aktuellen Fensterdie Co-Trainer-Personalie fürs kommende Spieljahr. Daniel Apke hat zudem ab sofort Denis da Silva zurück an seiner Seite, er übernimmt für Sascha Pakularz, der sich bloß noch aufs Flemmen konzentrieren möchte.
Heimspiel-Tipp: Roxel gewinnt 2:1.
Haarseim: 2:1

SV Mesum - SV Dorsten-Hardt (Sa., 15.30 Uhr)
Wer will schon Bundesliga sehen, wenn er mittags stattdessen den SV Mesum in Action sehen kann? Richtig - wohl hoffentlich niemand! Und den Kirmesgang kann man sich als SVM-Anhänger auch aufsparen. Oder auf den Freitag legen. Oder die Anvertraute einfach schonmal alleine vorschicken. Denn Mesums Bilanz gegen Dorsten ist zünftig: Fünf Siege in den vergangenen sechs Duellen stehen notiert. In den vergangenen drei gab's jeweils vier Tore für Mesum. Die letzten acht Treffer erzielten acht verschiedene Mesumer. Kann man da schon von einem Lieblingsgegner sprechen?
Heimspiel-Tipp: Das Trainerteam spendiert eine Extra-Fahrt in der Schiffschaukel. 4:1.
Haarseim: Mesum fand ich gegen uns sehr gut. 3:1.

Werner SC - SG Borken (So., 15 Uhr)
Der Werner SC hat nun auch seine weiße Auswärts-Weste verloren. Gegen RW Deuten langte es aufgrund einer unsauberen, fehlerbehafteten Leistung zu keinem Zähler. Nur Kinderhaus ist auf fremdem Platz weiterhin ohne Flecken. Öffnet externen Link in neuem FensterWerne haderte aber auch mit dem Schiedsrichter und mit Gott und der Welt. Nun ja. Borken hatte spielfrei. Und Borken mag Remis. Fünf waren es schon. In neun Spielen eine bemerkenswerte Statistik. Die teilen gerne. Steht das S in "SG" vielleicht für sozial?
Heimspiel-Tipp: Borken holt zur Abwechslung ein Unentschieden. 1:1.
Haarseim: 2:0

VfL Senden - SV Herbern (So,. 15 Uhr)
Interessant ist diese Konstellation schon. Zwei Torhüter hat der SV Herbern in seinen Reihen. Neben Haarseim noch Sven Freitag. Die klassische Nummer eins und Nummer zwei gibt es aber nicht. "Wenn die Torhüter auf einem selben Niveau trainieren, kriegt jeder seine Einsatzminuten", erklärt Herberns Trainer Holger Möllers. Im Westfalenpokal am heutigen Donnerstag gegen die Spvg. Steinhagen - dem Sieger winkt übrigens Regionalliga-Spitzenreiter SV Rödinghausen - spielt Freitag. Haarseim kam bislang auf sechs Einsätze in der Liga, Freitag urlaubsbedingt erst auf drei. Doch nun ist er zurück. "Wir verstehen uns ganz gut, ich finde das absolut in Ordnung", hat Haarseim überhaupt kein Problem mit der Arbeitsteilung. Nach guten wie auch nach weniger guten Leistungen tausche man sich gemeinsam mit Torwarttrainer Martin Eickmeyer aus. Futterneid? Nie und nimmer. Eine besondere Begebenheit bleibt's trotzdem. Irgendwie. 
Heimspiel-Tipp: Aus Prinzip: 2:0
Haarseim: 0:2

TuS Altenberge - Westfalia Gemen (So., 15 Uhr)
Knapp mussten sich die Altenberger am vergangenen Wochenende dem SV Herbern geschlagen geben. Lange waren sie gut im Spiel und scheiterten eher an den eigenen Nerven als an der Leistung des Gegners. Ein altbekanntes Bild. Westfalia Gemen ist im Flow und entschied die vergangenen beiden Spiele für sich. Der Trend ist mehr Gemens Friend...
Heimspiel-Tipp: Altenberge ballert sich den Frust der gesamten Spielzeit von der Seele. 6:2.
Haarseim: Altenberge hat guten Fußball gespielt gegen uns. Es fehlte das Glück. 2:2.

FC Viktoria Heiden - TuS 1910 Wiescherhöfen (So., 15 Uhr)
Wiescherhöfen richtete den SC Altenrheine gnädigerweise auf. In den vergangenen drei Spielen kassierte das Team happige 13 Gegentore und nur erzielte eine eigene Hütte. Macht auf Punkteseite nicht einen einzigen Zähler. Wäre mal wieder an der Zeit. Heiden verlor die vergangenen beiden Spiele. Beide brauchen Zähler.
Heimspiel-Tipp: 1:1.
Haarseim: 1:0

SC Westfalia Kinderhaus - SV Rot-Weiß Deuten (So., 15 Uhr)
Wenn der Zweite auf den Vierten trifft, dann knistert es. Im Normalfall. Doch hier trifft die abslute Tormaschine der auf den Absteiger, der wiederum eine der besten Abwehrreihen der Liga sein Eigen nennen darf. Schafft es Kinderhaus, die Abwehr der Deutener durcheinander zu bringen? Zuletzt stand bei den baumlangen Kerlen mehrfach die Null, sogar im Duell mit dem Tabellenführer aus Werne.  Kinderhaus, da legen wir uns aber fest, wird trotzdem eine Lösung finden. Geht gar nicht anders.
Heimspiel-Tipp: 4:1
Haarseim:  3:1



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Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SC Münster 08 II 14    48:10 40  
2    SV Bösensell 14    39:9 37  
3    TGK Tecklenburg 14    54:16 33  
4    Neuenkirchen II 14    52:16 33  
5    Arm. Ibbenbüren 14    45:20 33  

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