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Ali Shinawi (l.) und der BSV Roxel erlebten einen seltsamen Nachmittag.

Ein Nachmittag, der ratlos macht

Von Fabian Renger

(01.09.19) An dieser Stelle könnte ein Spielbericht stehen. Doch drehen wir den Spieß andersherum und zählen erstmal die Torfolge der Partie zwischen dem BSV Roxel und dem SV Dorsten-Hardt auf. 1:0, 2:0 (nach 19 Minuten!), 2:1 - Halbzeit. 2:2, 2:3, 3:3, 3:4, 3:5, 3:6 - Ende. Ach ja: Zwischenzeitlich flog ein Roxeler noch vom Platz. Sebastian Hänsel, Roxels Coach, war noch am Sonntagabend auf Spurensuche.

Gegen 20 Uhr am Abend hatte er das Video der Partie an und stellte sich die alles entscheidende Frage:"Was genau ging in den Köpfen ab?" In den ersten 30 Minuten lief doch alles so perfekt. Das Tempo stimmte, das Kleeblatt strahlte Torgefahr aus. "Wir hatten eine gute Flexibilität auf den Positionen", berichtete Hänsel. Völlig verdient hatten seine Jungs 2:0 geführt, Thomas Kroker (11.) und Steffen Hunnewinkel (19.) waren die beiden Torschützen.

Mehr als nur der berühmte gezogene Stecker...


Alles paletti also. Doch irgendwas war dann los. Wir könnten jetzt den berühmten Spruch mit dem Stecker ins Spiel bringen, der gezogen war. Aber das würde dem ganzen Treiben wohl nicht gerecht werden. Das war ein größerer Bruch. Das Defensivvherhalten warf immer mehr Fragezeichen auf, die Rückwärtsbewegung war auch nicht mehr lehrbuchmäßig. Da nur Daniel Moritz (38.) bis zur Pause den Anschluss hergestellt hatte, blieb Hänsel noch ruhig.

"Wir müssen sofort wach sein", lautete seine Botschaft im Kabinentrakt. Doch dann das: Einen Freistoß aus 22 Meter parierte BSV-Torwart Christoph Hunnewinkel noch. "Und dann läuft niemand los, von Dorsten schon...", erklärte Hänsel den weiteren Verlauf. 2:2, Tim Wellers verwandelte den Abpraller (47.). So viel zum Thema wach. Drei Minuten drauf unterlief Lasse Saerbeck obendrein ein Eigentor - 2:3 (50.). Au Backe! Aber gut, kann passieren...

Gute Reaktion für die Katz

Vor allem zeigten die Gastgeber eine ordentliche Reaktion. Der just zuvor eingewechselte Aljoscha Kottenstede bediente Kroker, der links in den Winkel vollendete (56.). Irres Spiel - irgendwie. Dorsten, bis zum Anpfiff noch punktlos, hatte aber Selbstbewusstsein getankt und Morgenluft gewittert. Die Gäste aus dem Ruhrpott gewannen mehr und mehr die Oberhand. Erst schaute die BSV-Defensive bei einem langen Ball viel zu lange zu, Jens Lensing stand am zweiten Pfosten richtig - 3:4 (65.), hernach flog Lasse Saerbeck vom Platz für ein etwas böseres Einsteigen (72.). Glatt Rot.

Dann öffnete Hänsel die Schleusen und der Rest war kleines Fußball-Einmaleins. So nutzte Johannes Liesenklas einen Fehlpass in Roxels Aufbau gnadenlos aus (78.), in der Nachspielzeit eines denkwürdigen Fußballspiels markierte Benedikt Jansen schlussendlich den Endstand. Ein komisches Match. Die Spurensuche dürfte länger dauern.

BSV Roxel - SV Dorsten-Hardt 3:6 (2:1)
1:0 Kroker (11.), 2:0 S. Hunnewinkel (19.)
2:1 Moritz (38.), 2:2 Wellers (47.)
2:3 Saerbeck (50./ET), 3:3 Kroker (56.)
3:4 Lensing (65.), 3:5 Liesenklas (78.)
3:6 Jansen (90+1.)

Bes. Vorkommnis: Rote Karte für Lasse Saerbeck (72.)



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