Suchbegriff:
  • LL 4
  • Spielplan
  • Tabelle

Landesliga 4

Marc Wiethölter freut sich schon wie Bolle auf die nächsten Wochen, Monate, Jahre beim SCA.

Blau-Weiß blüht die Vorfreude


von Fabian Renger

(11.08.20) Blau blüht der Enzian. Das wissen wir spätestens seit Heino. Aber auch Marc Wiethölter hat sich in diesen Farbton verknallt. Jedenfalls scheint das so. Die Vereinsfarben von seinem Heimatverein Westfalia Hopsten? Blau-Weiß. Die Vereinsfarben von Eintacht Rodde, vom TuS Recke und vom SC Altenrheine? Blau-Weiß. Allesamt seine letzten bzw. aktuelle Trainerstationen. Wir erkennen da ein gewisses Muster. "Ich mag die Farben gerne - aber nur im Amateurbereich", betont ein amüsierter Wiethölter, der den Fohlen aus Gladbach die Daumen drückt. "Das heißt nicht, dass ich in Zukunft nur Vereine trainieren werde, die nur blau-weiße Farben haben. Aber ich hoffe, das wird in den nächsten Jahren so bleiben..."

In Altenrheine hat er jedenfalls für die nächsten zwei Jahre zugesagt. Mindestens. In Recke war er beispielsweise sechs Jahre. Über Zielsetzungen zu sprechen, ist natürlich etwas verfrüht. Das mag der Übungsleiter eh nicht. Ein gutes Jahr mache er davon nicht abhängig. Langfristig mit Altenrheine die Landesliga zu bereichern, das sei wichtiger. Plätze? Schall und Rauch. Freilich: Möglichst von Beginn sich von den fünf Abstiegsplätzen fernzuhalten, das wäre schon cool. Alles andere? Das bringt die Zeit. "Sicherlich wollen wir schon den Tabellenplatz der Vorsaison bestätigen", gibt Wiethölter zu, aber er geht vorsichtig damit um. Denn:"Wenn ich im Oktober fünf Punkte und zehn Verletzte habe, geht es nur darum, die Klasse zu halten."

Gradert noch ohne Job-Bezeichnung, aber neu dabei

Okay, okay. Reden wir über was anderes. Die Begebenheiten beispielsweise. Da ist Wiethölter schon jetzt hin und weg. Patrick "Pete" Wipperfürth als Torwarttrainer und "Ali" Naberbäumer als Betreuer sind nicht wegzudenken, dazu hat die Truppe mit Jannik Weber einen Physio, mit Seniorenobmann Alexander Bröskamp und dem Sportlichen Leiter Marcus Hornung eine Menge weiterer Aktiver im Team hinterm Team. Maik Klostermann hat Wiethölter aus Recke als spielender Co-Trainer begleitet. "Wir haben viele Experten. Das war in Recke schon gut - ist jetzt aber noch besser", lobt Wiethölter. Noch ohne offizielle Job-Bezeichnung, aber auch jetzt ein Teil des Funktionsteams: Ex-Kicker Stefan Gradert."Er wird individuell Spieler unterstützten", erklärt Wiethölter dessen Part. Mindestens einmal die Woche soll Gradert beim Training vor Ort sein. Wiethölter findet sowieso ein bestelltes Feld im Club vor: Die Anlage am Schürweg, die in die A-Liga aufgestiegene Reserve. Nicht nur der Ersten geht's gut. "Da wurde in den vergangenen Jahren ein guter Job gemacht", sagt der neue Boss.

Selbiges sagt er auch über seinen Vorgänger Daniel Apke. "Daniel hat da was geschaffen, was für mich Neuland ist", spielt er auf die bisherige Trainingsbeteiligung an. Die liegt bei rund 90, 95 Prozent. Trotz Urlaubssaison. Spricht für Ehrgeiz und Engagement. "Die Truppe war vom Tag an voll da und gierig, sie versucht, alles aufzusaugen", berichtet Wiethölter. Er weiß: Der Gewöhnungsprozess hat gerade erst begonnen. Aber:"Wenn da vier Jahre ein Trainer mit großem Erfolg da war, muss man das Rad nicht neu erfinden." Noch ein Lob für den Kollegen Apke. 

Neu im Trainerteam des SCA: Stefan Gradert. Der Funktiontitel wird noch gesucht.

Das erste Testspiel lief indes ohne Wiethölter ab. Am Samstagvormittag wurde Emsdetten 05 mal eben so mit 6:0 geschlagen. Der Cheftrainer weilte im Urlaub, Klostermann übernahm und war laut Wiethölter ziemlich angetan. "Er hat kein Haar in der Suppe gefunden", erzählt der Chefcoach. "Aber das Ergebnis darf man nicht überbewerten." Dennoch: So ein Resultat gibt positive Vibes. Was dem Trainerduo übrigens sehr wichtig ist: Passschärfe und Passgenauigkeit. Darauf steht Wiethölter unheimlich. So hörten seine Jungs zuletzt vermehrt folgende Kommandos, wenn ihnen mal einen Tennisball-artige Streuung dabei unterlaufen war:"Nimm lieber zwei saubere als einen unsauberen direkten."

Sauber ist derweil der Fitnesszustand. Da gab's nicht zu mäkeln. Gegen 05 erkannte man auch schon ein Spielsystem: 4-3-3. Ein Fingerzeig? Tatsächlich. Das sei eine bevorzugte Variante. "So werden wir vermutlich häufiger spielen", lässt sich Wiethölter in die Karten schauen, der selbst aber auch auf die Dreierkette steht. Dennoch ist für ihn klar:"Wir können nicht in sechs Wochen Vorbereitung jede Woche ein neues System spielen und alles einprügeln. Das werden wir behutsam angehen."

Schmidt hat sich gut eingefügt

Mit zwei Toren fügte sich unter anderem Neuzugang Vadim Schmidt gut ein in die Mannschaft. Als zentraler Stürmer wirkte der Routinier mit. Der ist Anfang 30 und flemmte zuletzt "nur" noch für GW Rheine in der Kreisliga B. Wiethölter ist Fan. Einige würden sich bei dieser Personalie bestimmt noch umschauen, ist er sich sicher. Schmidt solle eine Führungsrolle einnehmen. Ähnlich wie Mario Brinkmann, ebenfalls 29 Jahre jung, am Wochenende - wohl aus biertechnischen Gründen - Träger der Kapitänsbinde und als Torschütze erfolgreich. "Wir können ja nicht nur 18-Jährige holen", weiß Wiethölter. "Das sind zwei Glücksgriffe für uns!" Abgesehen von Niklas Huesmann seien aber aktuell so gut wie alle Akteure kerngesund.

Die Kapitänsfrage sowie weitere Ämter werden wohl bereits am kommenden Wochenende entschieden. Ende August geht's für den letzten Feinschliff ins Trainingslager nach Nordhorn. Stimmungstechnisch passt es sowieso. Wiethölter bekam neulich die Nachricht eines Neuzugangs. Der schrieb ihm, wie viel Spaß es ihm mit dem Haufen mache. Ein Satz, der wohl so ziemlich aussagt über den aktuellen Gemütszustand am Kanal.

Landesliga 4



Top-Klicker der letzten 7 Tage
1 Querpass: Homosexualität im Amateurfußball - Interview mit Lea Heitkamp
» [mehr...] (943 Klicks)
2 Querpass: Homosexualität im Amateurfußball
» [mehr...] (886 Klicks)
3 Oberliga Westfalen: FCE Rheine eist Duo aus Kinderhaus los
» [mehr...] (801 Klicks)
4 Querpass: Die ersten Teams steigen ins Training ein
» [mehr...] (720 Klicks)
5 Querpass: Die neue Coronaschutzverordnung sorgt für Verwirrung
» [mehr...] (629 Klicks)

» Mehr Top-Klicker

Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SC Münster 08 II 19    65:11 55  
2    TGK Tecklenburg 20    81:24 51  
3    SV Bösensell 19    49:10 49  
4    Neuenkirchen II 20    71:25 46  
5    Arm. Ibbenbüren 19    63:31 45  

» Zur kompletten Tabelle