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Landesliga 4

Nils Burchardt kommt zu den Borussen. Foto: Teipel

Borussia macht Freudensprünge


Von Fabian Renger

(12.05.21) Wort gehalten! Yannick Bauer, der zusammen mit René Aguiar die Trainerzügel bei Borussia Münster in der Hand hält, wollte beim Tabellenzehnten mit Neuzugängen eigentlich eher sorgasm umgehen. "Wir brauchen keinen Spieler Nummer 17, 18 oder 19 im Kader", sagte uns Bauer vor einem Monat. Sprich: Wenn jemand neu kommt, dann sollte er die Borussen definitiv voran bringen. Spitze statt Breite. Ein Neuzugangs-Quintett präsentiert der Trainer am Mittwochnachmittag - das klingt zwar auch nach Breite, wenn man sich die Namen jedoch genauer ansieht, stellt man fix fest: Der Aspekt mit der Spitze trifft definitiv zu.

Nils Burchardt

Also dann, ab die wilde Fahrt. Neuzugang Nummer eins: Nils Burchardt! Ja, der Kapitän der U23 des SC Preußen Münster wechselt an die Grevingstraße. "An das Regal kommen wir eigentlich nicht", frohlockt Bauer. Sicher: Die Borussen verfügen über eine charmante und stimmungsvolle Combo und eine geografisch optimal gelegene Anlage, aber damit alleine einen gestandenen Leistungsträger wie Burchardt zum Wechsel zu überzeugen? Schwierig. Ein solches Kaliber könnte auch woanders unter kommen. Der Grund ist jedoch praktischer Natur. Burchardt muss kürzertreten, der Student ist bald durch ein Praktikum so eingespannt, dass er den Aufwand bei den Preußen nicht mehr schaffen kann.

Der Abschied an der Hammer Straße unter Corona-Umständen sei Burchardt schwer gefallen, berichtet Bauer, der sich über einen "absoluten Glücksgriff und richtig lieben Kerl" freut. Burchardt ist Innenverteidiger oder ein Kandidat für eine tiefere Sechs, wo er die Rolle des zu den Preußen wechselnden Pascal Koopmann einnehmen dürfte. (Extra-Bericht folgt) Seit fünf Jahren spielte er bei Preußens Unterbau, gehörte dort zum zuverlässigen Stamm. In der Jugend kickte Burchardt u.a. mit den aktuellen Borussen Henry Hupe oder Christopher Klimek für die Adlerträger, war aber auch bereits beim BVB und ganz, ganz früher in Ahlen an der Murmel. "Sein Passspiel ist sensationell", adelt Bauer. Nur einer von vielen Vorzügen des 24-jährigen Neulings.

Diogo Duarte

Der zweite Neuzugang hatte zuletzt auch den Adler auf der Brust. Diogo Alves ­Duarte wechselt ebenfalls von Preußens U23 rüber zu den Borussen. "Als er zugesagt hat, habe ich einen kleinen Freudensprung gemacht", ist Bauer bei dieser Personalie aus dem Häuschen. "Wenn ich mir einen Fußballer malen könnte, dann wäre er das. Technisch kann er alles, was man sich wünscht."

Als Bauer vor einigen Jahren Preußens U13 trainierte, war Duarte einer seiner Schützlinge. Als er ihn in die U14 abgeben musste, fiel es ihm richtig schwer, wie Bauer erzählt: "Da habe ich mir gewünscht, dass ich ihn vielleicht irgendwann wieder trainiere..." Jetzt hat er den wieselflinken Mittelfeldmann und fußballerischen Unruhestifter wieder. Duarte ist 21 Jahre jung, spielte seit 2019 unter Sören Weinfurtner und zuvor unter Mirsad Celebic beim SC Münster 08. Zudem trug er als Junior die Trikots des VfL Osnabrück und VfL Bochum.

Leon Lüntz, Niklas Büchner

Die Neuzugänge Nummer drei und vier gibt's anscheinend nicht ohne den jeweils anderen. Die Rede ist von Niklas Büchner und Leon Lüntz. Beide hatten wir im Februar als fixe Neuzugänge des SC Greven 09 vermeldet. Lüntz für den Winter, Büchner für den Sommer. Jetzt haben sich die Pläne geändert und die beiden wechseln zur Borussia. Lüntz (Offensive Außenbahn, Sturm) und Büchner (Mittelfeldzentrum) sind beide der selbe Jahrgang wie Duarte und mit ihm sehr gut befreundet. "Technisch und taktisch super ausgebildet, sie passen perfekt bei uns rein", sagt Bauer.

Büchner (u.a. VfL Osnabrück, Preußen Münster, SV Rödinghausen, FC Eintracht Rheine) weilte zuletzt in Österreich. Lüntz war nach einem Kreuzbandriss im Oktober 2019 - damals im Trikot des 1. FC Gievenbeck - lange weg vom grünen Rasen, flemmte vorher ebenso wie Duarte beim SC Münster 08 und in der Jugend in Bochum, Osnabrück und beim BVB.

Jannis Pier

Last but not least: Von der SG Coesfeld (Bezirksliga 11) kommt Jannis Pier. An den offensiven Außenspieler kam Bauer, weil einer seiner Spieler mit Pier zusammenwohnt. In Coesfeld war Pier Stammspieler und traf in seinen acht Einsätzen in 2020/21 immerhin zweimal. Jetzt will Pier aber auch in Münster kicken. "Ich stand seit eineinhalb Jahren mit ihm im Kontakt wegen eines Probetraining, das hat aber nie funktioniert", erklärt Bauer. Trotzdem nimmt er Pier erstmal bei sich auf. Der Deal: Mindestens die Vorbereitung soll Pier absolvieren. Wenn er sich da nicht ganz so dämlich anstellt, wird er auch anschließend Teil der Bauerschen Combo sein.

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