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Regionalliga West

Moritz Pauli (r.) spielte bei seinen vier Startelf-Einsätzen bisher stets durch.
Yannick Bauer ist mit dem Auftreten seines Teams in der Landesliga bisher gut zufrieden.

"Wir sind zu Recht in dieser Liga!"


Von Jakob Schulze Pals

(26.11.20) Borussia Münsters Aufstieg in die Landesliga wurde bereits lang und breit diskutiert, will ich jetzt auch nicht nochmal mit nerven. Zusammengefasst: Als bestes Hinrundenteam der vergangenen Saison in der Bezirksliga zwölf ergatterte die Mannschaft von Erfolgstrainer Yannick Bauer einen der zwei Aufstiegsplätze und spielt nun Landesliga. Und nach bisher sieben absolvierten Partien inklusive dreier Siege darf Bauer getrost feststellen: "Wir sind zu Recht in dieser Liga. Wir müssen uns vor niemandem verstecken und können absolut mithalten."

Mit zwei Siegen starteten die, in den letzten Jahren ohnehin erfolgsverwöhnten Borussen blitzsauber in diese Spielzeit. Wir Medientypen schrieben schon vom dritten Aufstieg in Folge. Vernünftige Leute wie Bauer, die sich nicht schon einer Kaffeesucht ergeben haben, wussten aber schon da, dass es kein Spaziergang wird. Die Landesliga hat ihre eigenen Gesetze und kann manchmal auch einfach schrecklich wehtun. Viermal verlor der Aufsteiger nacheinander, immer war es knapp. Gegen Borken, gegen Ahaus, in Roxel – in jeder Partie führte man, stand am Ende jedoch immer mit leeren Händen da. Noch dazu hatten die Borussen zwischenzeitlich mit schwerwiegenden Ausfällen zu kämpfen. "Wir sind zwar in der Breite sehr gut aufgestellt, Spieler wie Hannes John, Manoel Schug, Pascal Koopmann oder Henry Hupe sind aber für uns eigentlich nicht zu ersetzen", gibt Bauer zu.

Die "Akte Bönen"

Zudem muss sich der Verein mit dem Verbandssportgericht auseinandersetzen. Long story short: Borussia Münster trat am 11. Oktober nicht zum Auswärtsspiel bei der IG Bönen an. Corona war der Grund. Das Spiel wurde anschließend aus diversen Gründen mit 2:0 pro Bönen gewertet. Nichtantritt ist Nichtantritt. Und so weiter. Nun denn. Das ließen sich die Borussen nicht gefallen. Sie beschritten den Beschwerde-Weg gegen die Spielwertung für eine Neuansetzung des Spiels. Ein Urteil soll in Bälde gefällt werden. Offiziell stand der Aufsteiger also zwischenzeitlich bei fünf Niederlagen in Folge.

Pascal Koopmann (r.) weiß sich auch in ruppigen Zweikämpfen zu wehren. Er ist Borussias Aggressive Leader.

"Es ging die ganzen letzten Monate immer nur berghoch und plötzlich stehen da auf dem Papier fünf Niederlagen am Stück. Natürlich wussten wir, dass wir immer mithalten konnten und vielleicht auch mehr verdient gehabt hätten, davon können wir uns aber nichts kaufen. Wir haben uns natürlich Gedanken gemacht, viele Gespräche geführt und detaillierte Fehleranalysen gemacht", gibt Bauer einen Einblick in das Innenleben der Borussia. Dies trug offensichtlich Früchte. Am letzten Spieltag vor der erneuten Zwangspause schlug seine Mannschaft den Mitaufsteiger aus Drensteinfurt mit 1:0. Nach Vorlage von Koopmann traf Schug in der 87. Minute zum Sieg. Ein Brustlöser im klassischen Sinne.

Ungewohnte Stärken und Schwächen

Mit neun Punkten aus offiziell acht Partien, eventuell ändert sich da ja noch etwas, stehen die Borussen nunmehr auf Rang elf und damit ordentlich da. Ungewohnt ist allerdings, dass die Bauer-Elf erst neun Tore erzielte. Schließlich ist das Toreschießen eigentlich eine Stärke des Aufsteigers. „Die Offensive war eigentlich nie unser Problem. Unsere Chancenverwertung ist allerdings recht schwach in dieser Spielzeit“, erklärt Bauer, verweist aber gleichzeitig auf die stark verbesserte Defensive: "Wir haben im Sommer sehr viel daran gearbeitet, wie wir mannschaftlich und individuell verteidigen wollen." Das hat sich offenbar ausgezahlt. Borussia kassierte erst elf Gegentreffer.

Auch bei Borussia Münster geht man davon aus, dass im kommenden Jahr nur die Hinrunde zu Ende gespielt wird. Der Mannschaft blieben dann noch neun oder zehn Partien. Der sportliche Leiter Bernd Rathmann sieht das eher als Vorteil: "An unserer Situation würde das gar nicht so viel verändern. Es wäre eher problematischer, wenn im kommenden Jahr noch über 20 Spiele im Mittwoch-Sonntag-Rhythmus durchgeprügelt würden." Trainer Bauer weiß jedoch: "Wenn es dann wieder los geht, müssen wir auf den Punkt voll da sein. Dann zählt jedes Spiel."

Dass Yannick Bauer auch in der kommenden Saison das Zepter der Borussia schwingt, ist das große Ziel des Vereins. "Wir hoffen, dass er auch nächste Saison unser Trainer ist. Wir haben allerdings noch keine Gespräche geführt", erklärt Rathmann. Normalerweise handeln Bauer und Rathmann traditionell im Dezember in einem ausgewählten Balkanrestaurant die Zukunft des Vereins aus. Doch was ist in diesen Zeiten schon normal?

Landesliga 4



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