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Landesliga 4

Oliver Logermann verlässt den SV Drensteinfurt nach vier Jahren.

Logermann wechselt zum Ligarivalen


Von Christian Lehmann

(22.12.20) Unsere tägliche Trainer-Überraschung gib uns heute! Diesmal geht's um den SV Drensteinfurt, den BSV Roxel und Trainer Oliver Logermann. Der 35-jährige Coach wird die Stewwerter zum Ende dieser Spielzeit verlassen und beim Ligarivalen die Nachfolge von Tobias Tumbrink antreten. Der BSV-Coach hört nach nur einem Jahr an der Tilbecker Straße aus familiären Gründen wieder auf - er ist zum zweiten Mal Vater geworden. In Roxel wird Logermann Seite an Seite mit Manuel Andrick arbeiten, der den Kleeblättern treu bleibt.

"Mir ist das total schwer gefallen", räumt Logermann angesprochen auf seinen Abschied aus Drensteinfurt nach dann fast neun Jahren ein - im Januar 2012 war er als Spieler vom TuS Hiltrup gekommen. In den vergangenen Jahren hatte der Nachfolger von Ivo Kolobaric im Erlfeld einiges aufgebaut und den Verein in der Vorsaison in die Landesliga geführt. Hier tat sich das Team bisher sehr schwer - auch aufgrund massiver Probleme rund um die Corona, Quarantäne und Co. "Dass wir da unten stehen, hat seine Gründe. Meine Entscheidung hat aber nichts damit zu tun, dass wir nur einen Punkt geholt haben. Ich hänge an diesem Verein und werde nie ein schlechtes Wort über ihn verlieren", betont Logermann. Die neue Aufgabe in seinem Heimatort Münster reizte ihn aber doch zu sehr. "Roxel ist ein toller Verein mit einem familiären Umfeld und richtig guten Strukturen. Die sind in Drensteinfurt vielleicht nicht so schnell mitgewachsen."

Jan Wiebusch: "Kein böses Blut"

Die Mannschaft hat Logermann bereits informiert, allerdings nicht in der Form, wie er es sich gewünscht hätte. "Da musste leider eine WhatsApp-Nachricht herhalten, was ich sehr schade finde. Aber es geht leider im Moment nicht anders." Dem neuen Sportlichen Leiter Jan Wiebusch sichert der scheidende Coach seine Unterstützung bei der Nachfolger-Suche zu. Zudem verspricht er, bis zum 30. Juni 2021 alles für den SVD in die Waagschale zu werfen. "Es wird nicht einfach mit dem Nichtabstieg, aber wir werden versuchen, das Unmögliche möglich zu machen." 

In Drensteinfurt ist man jedenfalls nicht sauer auf den scheidenden Coach. "Olli ist mit dem Thema ganz offen umgegangen, ich gönne ihm das. Wir hätten gerne mit ihm weiter gemacht und ich hätte mir meinen Start anders gewünscht, aber es gibt auf keinen Fall böses Blut", betont Wiebusch, der nach dem familiär bedingten Rückzug von Alexander Moos seit September nun sportlich den Hut aufhat beim SVD. Das Nachfolger-Profil ist klar umrissen: "Es wäre nicht schlecht, wenn es jemand ohne Drensteinfurter Vorgeschichte wäre. Einer, der zumindest schon mal in der Bezirksliga trainiert hat und etwas Erfahrung mitbringt..." Dass die sportliche Situation den Verein künftig wieder in diese Spielklasse führen könnte, verhehlt er nicht: "Da muss man ja nichts schönreden. Es wäre natürlich schade, wenn wir wieder absteigen sollten - aber es wäre auch kein Beinbruch."

Zusammen im Skiurlaub

Etwas höhere Ansprüche gibt es in Roxel. Der aktuell Tabellensiebte (drei Punkte Rückstand auf Platz eins) möchte zumindest mittelfristig zurück in die Westfalenliga - wenn auch nicht mit der Brechstange. Dafür glaubt der Sportliche Leiter Aljoscha Groß in Logermann den perfekten Kandidaten gefunden zu haben. "Manu und ich sind mit ihm öfter mal in den Skiurlaub gefahren. Ich habe mit ihm auch vor der Saison schon mal zusammen gesessen, da wollte er aber noch ein Jahr in Drensteinfurt bleiben. Ich bin froh, dass es jetzt geklappt hat."

Gerne hätte Groß auch weiter mit Tumbrink zusammengearbeitet. Für dessen Entscheidung zeigt er jedoch Verständnis. "Er hatte schon vor einiger Zeit angedeutet, dass es privat schwer werden könnte. Er hat sich hier sehr wohl gefühlt, aber er hat auch eine ziemlich weite Anreise..." Bis zum Jahresende wollen die Verantwortlichen möglichst viele Gespräche mit den Spielern des aktuellen Kaders führen. Vor allem im Offensivbereich (bisher sieben Tore in sieben Spielen) sieht Groß noch Bedarf. Neuzugänge schließt er deshalb nicht aus - auch nicht aus Drensteinfurt. "Natürlich gibt es dort Spieler, die auch interessant für uns sind - unabhängig davon, dass Olli zu uns kommt. Die wären aber wahrscheinlich auch gar nicht dort, wenn er sie nicht dorthin geholt hätte." Wiebusch weiß das natürlich. Er ist dennoch zuversichtlich, den Kader weitestgehend beisammen halten zu können.

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