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Landesliga 4

Die fehlenden Punkte nur mit dem jungen Alter der Truppe zu begründen, wäre Thomas Morzonek zu einfach.

Sorgen macht sich keiner


Von Jakob Schulze Pals

(15.11.2020) Rabah Abed, früher zuverlässiger Knipser beim VfL Senden, heute zusammen mit Thomas Morzonek als Trainer beim VfL tätig, wollte sich vor der Saison bei der Zielsetzung nicht auf einen Tabellenplatz festlegen. Fügte allerdings an: „Wir schauen ab Mittelfeld aufwärts.“ Nun, nach sechs absolvierten Partien liegen die Sendener mit nur einem Sieg und 18 Gegentoren auf Abstiegsrang 16. Hat ihr Kollege das Leistungsvermögen der Mannschaft etwa komplett falsch eingeschätzt, Thomas Morzonek? „Nein!“

Grundtugenden fehlten

Die super Vorbereitung und auch das Auftaktspiel gegen den Werner SC (1:1) hätten gezeigt, was für ein Potenzial in der Mannschaft schlummert. Die 1:5-Niederlage am zweiten Spieltag beim SV Dorsten-Hardt habe allerdings am Selbstvertrauen der Mannschaft genagt, so Morzonek. „Unsere Truppe ist sehr, sehr jung. Mit Niklas Castelle und Lukas Gottwald sind zwei A-Jugendliche Stammspieler. Zudem ist mit den beiden Innenverteidigern Luca Veronelli (Erkrankung) und Patrick Reckmann (Knie-OP) früh in der Saison eine erfahrene Achse weggebrochen. Da ist es kein Wunder, dass so eine Pleite der Mannschaft länger zu Schaffen macht.“ Obwohl Morzonek eigentlich im Winter mit einem Durchhänger gerechnet hätte. „So junge Kerle bauen nach meiner Erfahrung her im Winter ab. Wenn es dunkel und kalt ist.“

Die fehlenden Punkte allerdings nur mit dem jungen Alter zu begründen, wäre auch zu einfach. Zwar gingen die Partien häufig nur knapp verloren, zu oft ließ die Mannschaft aber elementare Grundtugenden vermissen. „Wir hatten teilweise Halbzeiten dabei, in denen wir ohne jegliche Leidenschaft oder Kampfgeist aufgetreten sind“, moniert Morzonek. Daher luden das Trainerteam, zusammen mit dem sportlichen Leiter Taylan Berik, nach der 4:5-Auswärtsniederlage beim TuS Altenberge zu einer Mannschaftssitzung. „Wir haben den Jungs vermittelt, dass man in der Landesliga zu jeder Zeit bereit sein muss, alles zu geben. Sonst kann man keine Spiele gewinnen“, erzählt Berik.

Knackpunkt Mannschaftssitzung

Die Ansage schien Früchte getragen zu haben. Im Anschluss verlor man im Kreispokal gegen Westfalenligist Westfalia Kinderhaus nur knapp mit 1:2 und tütete im Anschluss gegen Eintracht Ahaus trotz 45-minütiger Unterzahl den ersten Saisonsieg ein (1:0). Insofern kommt die Zwangspause dem VfL vielleicht doch nicht so entgegen, wie der Blick auf das Tableau es vermuten lässt. „Wir hatten in den letzten beiden Partien einen richtigen Teamspirit entwickelt, der uns vermutlich auch durch die dann kommenden Spiele getragen hätte“, bedauert Morzonek, während Berik auch einen Vorteil sieht: „Wir befinden uns in einem Prozess, der Zeit braucht. Gerade unsere vielen jungen Leute, mit denen wir übrigens hochzufrieden sind, haben nun erfahren, was es heißt Landesliga zu spielen und kommen mit dieser Erfahrung nach der Pause gestärkt zurück. Zudem stehen uns mit Veronelli und Reckmann eventuell in wichtigen Partien wieder zwei Langzeitverletzte zur Verfügung.“

Aus einer starken Offensive (zwölf Saisontreffer) zweifellos herausgestochen ist beim VfL in dieser Spielzeit Stürmer Niklas Castelle, der eigentlich noch A-Jugend spielen könnte. Vor der Saison mahnte Berik noch, dass sich Castelle wohl noch an die Härte der Liga gewöhnen müsse – von wegen. In sechs Partien netzte der Youngster sieben Mal. Die Interessenten stehen Schlange, die Chancen für Senden, dass er bleibt aber gut. Nicht unwichtig. Denn, wann und wie es in dieser Saison weitergeht, weiß noch niemand. Eine Option wäre, nur die Hinrunde zu spielen. Dann würden für den VfL noch elf Spiele anstehen. „Das wären dann elf Endspiele, keine Frage“, weiß Thomas Morzonek. 

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