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Landesliga 4

Da Kapitän Philipp Dubicki in der Saison mit dauerhaften Schmerzen konfrontiert war, hatte Michael Schulte häufiger die Binde um den Arm. Foto: Lehmann

Großer Name, kleine Ziele, viel Erfolg


Von Jakob Schulze Pals

(28.12.20) Dass beim SV Herbern grundsolide gearbeitet wird, ist schon längst kein Geheimnis mehr. Schließlich spielen die Blau-Gelben aus dem kleinen Örtchen der nicht viel größeren Gemeinde Ascheberg bereits seit Jahren in der Landesliga. In der Spielzeit 2012/13 unternahm man sogar mal einen Ausflug in die Westfalenliga. Seit dem Ende der vier Jahre währenden Amtszeit von Erfolgstrainer Holger Möllers im vergangenen Sommer und der damit verbundenen Installation von Benjamin Siegert auf der Trainerbank versprüht der Verein überdies auch durchaus ein wenig Glamour.

Schließlich hat Siegert mit diesem Sport mal seinen Lebensunterhalt verdient, kommt aus Berlin und spielte für Traditionsklubs wie Eintracht Braunschweig, dem VfL Osnabrück oder Preußen Münster. Trotzdem barg diese Anstellung Risiken. Denn natürlich würde das Medienecho nun deutlich größer sein, ein entsprechender Erfolgsdruck vielleicht auch und vor allem hat Siegert zuvor noch nie irgendwo als Trainer gearbeitet. Umstände, die den Verein nicht in Panik versetzten.

„Die Mannschaft ist zu großen Teilen zusammengeblieben und zudem wurde Siegert mit Co-Trainer Jens Kalpein ein ganz erfahrener Mann an die Seite gestellt, der schon unter Möllers im Trainerteam war und die Mannschaft sowie die Liga kennt. Außerdem hat Siegert schon als Spieler noch ein paar Jahre im Amateurbereich gekickt und weiß, wie die Uhren da ticken“, stellt der Geschäftsführer Fußball, Dominik Reher, klar.

Ein Plan geht auf

Tja, und was soll man sagen? Dieser Plan der Vereinsführung ist bisher zweifellos aufgegangen. Sechs Spiele durfte Herbern in dieser coronageplagten Spielzeit bisher bestreiten. Vier Siege bei jeweils einem Remis und einer Niederlage stehen dabei zu Buche. Bedeutet Rang drei mit 13 Zählern. Bei drei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Altenberge, der allerdings schon achtmal ran durfte. Schon im Oktober stellte Kapitän Philipp Dubicki, der seit über sechs Jahren für den Klub gegen das runde Leder tritt, zufrieden fest, dass Siegert die erfolgreiche Arbeit von Holger Möllers nahtlos fortführe.

Auch zwei Monate später hat sich an dieser Gemengelage nicht viel verändert. „Ich hätte mir keinen besseren Einstieg in meine Trainerlaufbahn vorstellen können“, gibt Novize Siegert zufrieden zu Protokoll. Wenn gleich Dubicki, der (nicht nur) in dieser Saison von einer Verletzung nach der anderen heimgesucht wird, klarstellt, dass es zu Beginn durchaus ein wenig Eingewöhnungszeit gebraucht hat: „Zwar ist die Truppe zu 98 Prozent zusammengeblieben, aber natürlich mussten sich Mannschaft und Trainerteam anfangs aufeinander einstellen.“ Dazu gehörte auch, dass die Euphorie am zweiten Spieltag mit einer 1:3-Niederlage beim TuS Altenberge einen Dämpfer erhielt. Ein entscheidendes Defizit, welches schon damals zutage trat: Die Mannschaft geht einfach zu schludrig mit ihren Torchancen um.

Seit dieser Spielzeit Chef beim SV Herbern: Benjamin Siegert. Foto: Teipel

Herbern könnte nämlich durchaus bei sechs Siegen stehen. Doch sowohl in Altenberge als auch beim 1:1-Unentschieden beim TuS Haltern II, dem letzten Spiel vor der erneuten Zwangspause, fehlte die Kaltschnäuzigkeit vor des Gegners Tor. Dass ein ausgewiesener Torjäger wie Whitson, der in den vergangenen beiden Saisons 26 Tore erzielte, den SVH im Sommer gen Kinderhaus verließ, ist dabei nicht unbedingt förderlich. Interessant: Wenn die Siegert-Elf Punkte abgibt, dann nur auswärts. Zu Hause ist die Weste dagegen noch blütenweiß. „Das ist im Amateurfußball allerdings häufig so. Zu Hause weiß man eben, wie man den Platz bespielen muss“, will Siegert solchen Statistiken nicht zu viel Bedeutung beimessen.

Bescheiden statt großspurig

Sind das nicht alles Argumente, um im kommenden Jahr bei einem möglichen Restart zum Angriff auf Platz 1 zu blasen? Dubicki hält das nicht für abwegig: „Grundsätzlich wollen wir natürlich da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Und natürlich ist auch der erste Platz absolut realistisch, gerade wenn nur noch die restlichen Hinrundenspiele ausgetragen werden sollten.“ Dominik Reher ist zurückhaltender: „Wir wollen weiterhin oben mitspielen, aber wir geben nicht den Aufstieg als Ziel aus.“ Das gemeinsame Fußballspielen und die Rückkehr zum aktiven Vereinsleben würden, abgesehen von sportlichen Ambitionen, ohnehin erstmal im Vordergrund stehen.

Die Zeit werde jetzt erst einmal genutzt, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Nach den Weihnachtsfeiertagen sollen erste Gespräche mit Spielern und dem Trainerteam stattfinden, um noch vor Neujahr Fakten zu schaffen. Siegert selbst geht davon aus, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit fortgesetzt wird.

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