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Landesliga 4

Auch wenn der TuS Altenberge Tabellenführer der Landesliga-Staffel 4 ist, gibt es defensiv noch Luft nach oben. Hier wird es für das Team um Jannick Hagedorn (v.) bei einem Eckball des SV Herbern brenzlig.

Eine Überraschung, die keine ist


Von Jakob Schulze Pals

(04.01.21) Vier Siege aus 18 Spielen, nur 21 erzielte Treffer und bloß 16 Punkte. Der TuS Altenberge legte in der vergangenen Saison die Zahlen eines Absteigers vor. Und mit Rang 13 belegte der TuS in der Tabelle der Landesliga 4 auch einen Abstiegsplatz. Wegen des coronabedingten Saisonabbruchs und der damit verbundenen Änderung der Abstiegsregel hielt Altenberge allerdings trotzdem die Klasse. Nun bringt der Blick auf vergangene Spielzeiten nur selten was, in diesem Fall ist er jedoch ganz hilfreich, um die Leistungen der bisherigen Saison einordnen zu können.

Denn weniger als zwölf Monate später führt der TuS die Landesliga als Tabellenführer an. Von bisher acht absolvierten Partien gewann er fünf und erzielte 19 Tore. Mit 16 Punkten hat das Team schon jetzt so viele Zähler wie in der vergangenen Spielzeit. In seiner zweiten Saison läuft es für den im Sommer 2019 gekommenen Trainer Andre Rodine deutlich besser. Schließlich war der Nachfolger von Erfolgstrainer Florian Reckels mit reichlich Vorschusslorbeeren verpflichtet worden. Hatte er doch den TuS Germania Horstmar im Sommer 2018 zum Bezirksliga-Aufstieg geführt.

Gut eingekauft

Doch die erste Saison in Grün lief für alle Beteiligten, zumindest rein sportlich, enttäuschend. "Die Eingewöhnungszeit hat länger gedauert, als wir uns das erhofft hatten. Im Spiel nach vorne, aber auch beim gemeinschaftlichen Verteidigen haben wir in dieser Zeit zu viele Defizite offenbart. Allerdings hätten wir die Klasse auch sportlich sicherlich gehalten", bewertet Rodine sein Premierenjahr in der Nachbetrachtung. Jannick Hagedorn, in der aktuellen Spielzeit mit sieben Treffern bester Knipser der Altenberger, sieht das ähnlich: "Dass wir auf einem Abstiegsplatz stehen werden, damit hatte wohl niemand gerechnet. Vor allem, weil wir wussten, dass wir eigentlich deutlich mehr Qualität besitzen."

Qualität, die in diesem Jahr nun zum Vorschein kommt. Auch, weil sie im Sommer noch einmal deutlich erhöht wurde. Mit Jakob Schlatt von Westfalenliga-Aufsteiger Westfalia Kinderhaus und Jakob Gerstung von Westfalenligist SuS Neuenkirchen setzte der TuS mit zwei Königstransfers echte Ausrufezeichen. Zumal beide Rückkehrer sind und zuvor schonmal erfolgreich für in Altenberge kickten. Zwar ist die Tabelle sicherlich noch etwas verzerrt - achtmal durften nur die wenigsten Teams ran - trotzdem spricht sie für den TuS doch eine deutliche Sprache.

Tabellenführer, obwohl noch nicht alles sitzt

Die Mannschaft scheint die Vorgaben Rodines nun deutlich besser umsetzen zu können, spielt zielstrebigeren Fußball und hat beispielsweise die Problemzone Offensive in eine Stärke umgewandelt. Allerdings bleibt nach wie vor Raum für Verbesserungen. "Wir haben teilweise noch immer Probleme, unsere Stärken auf den Platz zu bringen", merkt Rodine an. Es fehlt hier und da an Konstanz. Eine deftige 0:3-Schlappe bei Kellerkind Vorwärts Wettringen am siebten Spieltag sowie der 5:4-Heimsieg gegen den Vorletzten Senden, als man trotz zwischenzeitlicher 4:0-Führung noch um den Sieg bangen musste, belegen das.

Auch die Defensive zeigt noch Schwächen. Bei 13 Gegentreffern ist dort noch deutlich Luft nach oben. Allerdings kassierte der TuS allein zehn der 13 Gegentore gegen Wettringen (3), Altenrheine (3) und Senden (4) und Hagedorn gewinnt laut eigener Aussage sowieso lieber 3:2 als 1:0. "Außerdem mussten wir in der Abwehr wegen diverser Ausfälle auch öfter mal rotieren. Das hat sicherlich dazu geführt, dass es da noch häufiger Abstimmungsprobleme gab", erläutert der Mann mit der Nummer zehn. Übrigens kommt der TuS vor allem zu Hause zu Punkten. Zwölf der 16 Zähler holte die Rodine-Elf daheim, auswärts dagegen nur magere vier.

In Altenberge sind sie allerdings nicht auf den Kopf gefallen, sondern wissen ihre Position einzuordnen. "Wir werden definitiv keine großspurigen Ziele festlegen. Wenn die Saison weitergeführt werden sollte, wollen wir natürlich im Optimalfall wieder so erfolgreich sein wie bisher. Wir setzen uns da aber überhaupt nicht unter Druck. In erster Linie wollen wir vor allem einfach wieder kicken", schiebt er zu großen Erwartungen einen Riegel vor. Und wie sieht’s mit nächster Saison aus? "Die Gespräche werden geführt. Zu verkünden gibt’s allerdings noch nix", so der Übungsleiter.

Landesliga 4



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