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Landesliga 4

Einer von Vorwärts Wettringens Shootingstars: Paul Höffer. "Sicherlich eine Überraschung. Dass der sich so schnell an das Niveau gewöhnt, hätten wohl die wenigsten erwartet", sagt Coach Patrick Wensing über ihn.

Alles etwas kompromissloser


Von Jakob Schulze Pals

(22.11.20) Aufsteiger Vorwärts Wettringen ist noch nicht so richtig angekommen in der Landesliga. Trainer Patrick Wensing macht keinen Hehl daraus, dass seine junge Truppe zu Beginn der Saison durchaus Akklimatisierungsprobleme hatte. „Die Spieler sind jetzt nochmal abgeklärter, als in der Bezirksliga. Jede Mannschaft hat ein bis zwei Kicker in der Truppe, die ein Spiel im Alleingang entscheiden können.“ Sein Kapitän David Ratering pflichtet ihm bei: „In dieser Liga wird vor allem kompromissloser verteidigt.“

Das bedeutete am Anfang der Spielzeit vor allem, dass die Punkteausbeute zu wünschen übrig ließ. Wensing trauert noch heute einigen Punkten nach. „Wir haben zu häufig unnötig Punkte liegen gelassen. Die 1:2-Niederlage am ersten Spieltag zu Hause gegen Wiescherhöfen war zum Beispiel so ein Ding, bei dem klar mehr drin war.“ Trotzdem konnte der Aufsteiger auch früh in der Saison Erfolgserlebnisse sammeln. Man denke da an ein 2:2-Unentschieden beim Werner SC, bei dem Christopher Brüning erst in der Nachspielzeit den Punkt sicherte.

Standardsituationen als Achillesferse

Das Problem: So richtig freischwimmen konnte man sich mit dem einen Punkt auch nicht. Es folgten zwei bittere Niederlagen: Ein 0:3 gegen den SV Dorsten-Hardt und ein 2:3 bei Viktoria Heiden. Die Achillesferse der Wettringer sind seit Jahren Standardsituationen. Die Wensing-Elf kriegt die Dinger einfach nicht verteidigt. Sicherlich auch ein Grund, warum nach mittlerweile acht absolvierten Spielen schon 15 Gegentore notiert sind. Alleine zehn davon kassierte man aber an den ersten vier Spieltagen. Denn danach drehte der Aufsteiger auf.

Am fünften Spieltag platzte der Knoten. Mit einem 3:1-Erfolg über die SG Bockum-Hövel sicherte man sich den ersten Landesliga-Dreier. Knipser Florian Kappelhoff-Rickert (vier Saisontore) traf natürlich doppelt. Schöne Randnotiz: Mit Luis Weßeling traf eines der vielen Eigengewächse nach Einwechslung zum Endstand. Die gute Jugendarbeit ist seit jeher ein wichtiges Faustpfand für die Wettringer. Mit Tobias Brünen, Paul Höffer, Felix Bußmann, Nils Bauersachs und eben Weßeling wurden vor der Spielzeit gleich fünf Nachwuchsspieler hochgezogen.

Speziell Paul Höffer konnte sich blitzschnell einfinden und ist auf der rechten Bahn eine verlässliche Kraft. „Sicherlich eine Überraschung. Dass der sich so schnell an das Niveau gewöhnt, hätten wohl die wenigsten erwartet“, lobt Wensing. Aber auch mit den anderen Jungs ist er hochzufrieden. „Felix Bußmann hat auch sehr hohe Spielanteile und Luis kommt immer besser in Fahrt. Zwei sehr gute Fußballer.“ Ratering ergänzt: „Die Jungs sind voll integriert, das passt sehr gut.“ Ist in Wettringen sowieso nie ein großes Ding. Man kennt sich einfach, so groß ist die Gemeinde ja bekanntlich nicht.

Auf Kurs

Bittere Niederlagen begleiteten Vorwärts jedoch weiter. Denn es folgte eine 1:2-Pleite bei der SG Borken. Raterings Kommentar zum Spiel: „Dürfen wir nicht verlieren.“ Das Manko der Wettringer bleibt: Wirklich schlechter als der Gegner ist man selten, doch die fehlende Abgeklärtheit macht das Leben schwer. Für einen echten Coup sorgten die Wettringer dann allerdings eine Woche später. Tabellenführer TuS Altenberge war zu Gast und wurde mit einer knackigen 0:3-Auswärtspleite wieder nach Hause geschickt. Big Points für den Aufsteiger!

Die Euphorie konnte allerdings nicht ganz mit in die fußballfreie Zeit transportiert werden. Anschließend setzte es bei Eintracht Ahaus wieder eine 0:2-Niederlage. Ratering: „Dürfen wir nicht verlieren.“ Damit steht man nun zwar mit sieben Zählern aus acht Spielen auf einem Abstiegsplatz, ist aber doch irgendwie auf Kurs. Zwei Siege aus den vergangenen vier Partien zeigen, dass der Aufsteiger absolut das Zeug hat, die Klasse zu halten. Ein Punkt Rückstand aufs rettende Ufer ist ebenfalls kein Grund, um in Panik zu verfallen.

"Zu verkünden gibt es noch nichts"

Blöd nur: In diesem Jahr wird nicht mehr gekickt. Die Spielzeit wird erst 2021 fortgesetzt. Womöglich werden dann nur noch die verbleibenden Hinrundenspiele ausgetragen, wovon Wensing ausgeht: „Das ist schon das realistischste Szenario. Und darauf stellen wir uns auch ein.“ Sein Kapitän David Ratering weiß: „Das wären dann neun Endspiele, kein Frage.“ Und in Wettringen hatten sie zwar zu Beginn ein paar Problemchen mit dieser Liga, würden aber doch ganz gerne auch in der kommenden Saison in der Landesliga spielen.

Apropos nächste Saison, ist Erfolgstrainer Patrick Wensing dann auch noch an Bord? „Wir sind in Gesprächen. Zu verkünden gibt es noch nichts.“

Landesliga 4



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