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Landesliga 4

Ein Bild, das der Vergangenheit anhört: Nils Burchardt jubelt im Preußen-Trikot. Inzwischen trägt er das Dress von Borussia Münster.

Der Traum jedes Trainers


Von Jakob Schulze Pals

(06.08.21) Fast zehn Jahre Preußen Münster, ein einjähriges Intermezzo bei Borussia Dortmund samt Gewinn der deutschen A-Jugend-Meisterschaft, dazu über 100 Partien in Westfalen- und Oberliga und langjähriger Kapitän der U23 der Preußen. Ohne Borussia Münster und der Landesliga 4 zu nahe treten zu wollen, aber ist euer Neuzugang Nils Burchardt nicht ein bisschen überqualifiziert? „Ja“, bestätigt Borussia-Coach Yannick Bauer und wird sich wohl trotzdem einen Ast abfreuen.

Denn, dass Burchardt nun das rote Trikot trägt, hat Bauer einer glücklichen Fügung und seinem ehemaligen Co-Trainer Kieran Schulze-Marmeling zu verdanken. Schließlich absolviert Burchardt im Zuge seines Studiums im Herbst ein dreimonatiges Praktikum in Düsseldorf, weshalb er das zeitintensive Programm der Preußen nicht mehr hätte mitgehen können. Wärmstens empfahl ihm Schulze-Marmeling, neuer Cheftrainer der U23 der Preußen, daraufhin seinen alten Vorgesetzten Bauer und dessen Landesliga-Truppe. Dass Burchardt mit Henry Hupe, Christopher Klimek oder Marcel Strübig auch schon einige Flemmer aus der Mannschaft kannte, erwies sich als weiterer nicht ungünstiger Umstand.

Absolute Passmaschine

Burchardt ist im zentralen Mittelfeld zu Hause. Sein neuer Trainer bezeichnet ihn als absolute Passmaschine. „Seine taktische Ausbildung, das Verständnis von Fußball und die Übersicht, die Nils mitbringt, suchen in unserer Truppe sicherlich nach ihresgleichen“, führt Bauer aus. Allerdings musste Burchardt wegen personeller Engpässe in der Vorbereitung auch schon als Innenverteidiger ran und ist mit den gezeigten Leistungen noch nicht komplett zufrieden: „Es ist klar, dass noch nicht alles optimal laufen kann. Einige Ergebnisse haben uns nicht gefallen, es braucht insgesamt noch Zeit. Die Tendenz geht aber in die richtige Richtung.“

Anders als Pascal Koopmann, der prägenden Figur der vergangenen Jahre bei den Borussen und in diesem Sommer zu den Preußen zurückgekehrt, ist Burchardt aber kein Typ der Marke Lautsprecher. „Nils ist ein ganz sachlicher, demütiger und respektvoller Mensch, mit dem man sehr angenehme Gespräche führen kann und der als Fußballer sicherlich ein absolutes Vorbild ist“, adelt ihn sein neuer Trainer. Dass das Niveau bei einem Landesligisten niedriger als bei einem Oberligisten ist, hat Burchardt zwar durchaus gemerkt, findet er aber nicht schlimm: „Das ist trotzdem immer noch sehr guter Fußball und macht richtig Spaß.“

Fakt ist, dass die Borussia Burchardt schon direkt nach dem Saisonstart an die Landeshauptstadt verlieren wird. Wie oft er dann zur Verfügung steht, ist noch unklar. Genauso wie die Länge seines Engagements beim Landesligisten. Vorerst ist das Arbeitsverhältnis auf eine Saison angelegt, über weiteres wurde noch nicht gesprochen. Ohnehin geht es beiden Parteien derzeit nur darum, in dieser Spielzeit eine möglichst gute Figur zu machen. Das ist Burchardt glücklicherweise noch nie schwergefallen.         



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