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Doppelpass - Landesliga 4

Patrick Wensing ist die Flexibilität in Person. Foto: Renger

"Ich würde mich opfern"


Von Malte Greshake

(23.07.21) Wie alle Vereine des Heimspiel-Landes muss sich auch Vorwärts Wettringen dieser Tage an die Belastung, die eine Vorbereitung nach einer solch langen Pause mit sich bringt, gewöhnen. Mit Vorwärts-Coach Patrick Wensing haben wir aus diesem Grund im Interview darüber geschnackt, wie er mit seiner Truppe in dieser Situation zurecht kommt, wer dieser neue mysteriöse Knipser in seinem Team ist, und warum er aus Wettringen gar nicht mehr weg möchte.

Patrick, wie läuft es bei euch derzeit in der Vorbereitung?
Wensing: Mäßig. Wie bei vielen anderen auch, haben wir mit ein wenig muskulären Geschichten in der Mannschaft zu kämpfen. Personell sind wir also relativ angeschlagen. Beim Testspiel am Dienstag gegen Hauenhorst (3:2-Sieg, d. Red.) musste ich auch im Laufe der Partie drei Spieler runternehmen. Zwei angeschlagene saßen auch noch auf der Bank. Einen wollte ich davon gar nicht spielen lassen, den anderen musste ich aber notgedrungen reinnehmen. Urlauber haben wir auch noch dabei, sodass man sagen kann, dass es im Moment noch nicht so pralle ist. Ansonsten ziehen die Jungs, die da sind, natürlich gut mit und haben Bock. Aber auf jeden Fall ist bei uns noch ordentlich Luft nach oben.

Wo wir gerade bei den Testspielen sind: Ich habe gesehen, dass ihr einen gewissen Patrick Wensing eingesetzt habt. Der hat sogar beim 4:2-Sieg gegen den VfB Alstätte zuletzt getroffen. Ist das ein Neuzugang bei euch?
Wensing (lacht): Ja, ich musste aus der Not heraus auch noch einmal die Schuhe schnüren. Eigentlich bin ich ganz weit weg davon, zu sagen, dass ich selber nochmal spiele. Samstag gegen Alstätte war ich nach meiner Einwechslung noch rund 25 Minuten dabei, aber das hat sich angefühlt wie 95 Minuten. Da habe ich vorne drin gespielt. Gegen Hauenhorst musste ich dann auch noch einmal ran, da habe ich mich hinten in die Dreierkette gestellt. Aber ich habe ja nicht umsonst die Schuhe an den Nagel gehängt: Mein Knie merkt das sofort. Also ist das eine absolute Ausnahme gerade. Ich hoffe im nächsten Spiel sieht das personell gesehen wieder besser aus.

Eins kann man aber sagen: Du bist flexibel einsetzbar! Bekommst du die Knochen denn noch einmal hin, falls jetzt am Wochenende gegen SuS Neuenkirchen auch Not am Mann ist? 
Wensing: Auch jetzt am Samstag würde ich mich auf jeden Fall wieder opfern. Also je nachdem, wo ich mich hinstellen muss: Gegen Neuenkirchen ist es vorne bestimmt besser, da muss man nicht so viel laufen. Aber ich bin ja so lange raus gewesen, da habe ich keine wirkliche Lieblingsposition. Ich weiß natürlich als Trainer, was ich auf einer Position gerne hätte. So lange ich also nicht ins Tor muss, bekomme ich das schon hin. Selbst in meiner aktiven Zeit habe ich ja viele, viele Positionen gespielt. 

Wenn man bei Öffnet externen Link in neuem Fensterfussball.de nachschaut, sieht man aber auch, dass ihr noch ein ordentliches Testspielpensum vor euch habt.
Wensing: Das stimmt, aber das hat sich jetzt wieder ein bisschen verschoben. Das Testspiel am 8. August gegen Greven 09 haben wir abgesagt, weil wir im Westfalenpokal schon auf sie treffen. Das machte aus unserer Sicht keinen Sinn, da 14 Tage vorher nochmal gegeneinander zu testen. Der Trainer von TuS Gildehaus hat mich auch angerufen, dass sie aus personellen Gründen absagen müssen. Aber aufgrund der personellen Geschichte bei uns passt mir das gerade ganz gut. An dem Wochenende, an dem wir gegen Greven getestet hätten, werden wir dann noch ein anderes Testspiel abmachen. Aber das relativiert sich gerade alles ein wenig.

Wie machen sich denn eure beiden Neuzugänge?
Wensing: Richtig gut. Kevin Behn bringt viel Erfahrung mit. Er hat ja bei Burgsteinfurt und Altenberge in der Landesliga schon gespielt. Offensiv ist er schon eine gute Waffe. Wir sind vorne ansonsten ja echt super besetzt mit Lyon Meyering und Florian Kappelhoff-Rickert. Mit Kevin haben wir jetzt noch einmal eine richtig gute Alternative bekommen, die uns sofort weiterhilft. Das hat man jetzt in den Testspielen auf jeden Fall gesehen. Aber genauso der junge Jens Schnermann: Der ist ja aus der A-Jugend hochgekommen und hat sich tadellos eingefügt. Ich hätte nicht gedacht, dass er sich schon in so kurzer Zeit an den Seniorenfußball gewöhnt. Es macht echt Spaß, den beiden zuzuschauen.

Zum Schluss noch einmal ein anderes Thema: Es gibt ja Trainer, die bei einem Verein eher ein Drei-Jahres-Plan verfolgen und auch nicht länger bleiben. Warum hast du dich im Winter entschieden, nach deinem vierten Jahr in Wettringen noch einmal zwei weitere dranzuhängen?
Wensing: Mir gefällt einfach sehr, sehr gut hier bei dem Verein. Ich bin ja quasi fußläufig innerhalb von zwei Minuten am Platz. Mein Sohn ist gerade 15 Monate alt geworden. Da steht also die Familie gerade noch ganz weit im Vordergrund, sodass ich mir im Moment nichts Anderes vorstellen kann. Die Familienplanung ist mit einem Kind auch noch nicht abgeschlossen. Von Seiten des Vereins kam es dann halt auch, dass man es sich vorstellen kann, direkt für zwei Jahre zu verlängern. Sonst bin ich ja auch eher der Typ, der von Jahr zu Jahr denkt. Aber im Moment passt es einfach.

Vor allem wahrscheinlich auch, weil man die wenigen Spielen des letzten Jahres ja auch keine richtige Saison nennen kann, oder?
Wensing: Das trifft ja schon auf die letzten beiden Jahre zu. Durch Corona und den besseren Quotienten sind wir aufgestiegen. Ich habe uns den Aufstieg aber schon zugetraut. Letzte Saison wäre es natürlich auch brutal eng geworden. Nach acht Spielen hatten wir nur sieben Punkte. Das war deutlich zu wenig. Großes Problem ist bei uns die Defensive. Da müssen wir uns jetzt stabilisieren und uns mehr drauf konzentrieren. Das wird auch ein klarer Schwerpunkt in den letzten Wochen der Vorbereitung sein. Mit Jannik Ruhkamp haben wir natürlich jemanden verloren, der uns da weitergeholfen hätte. Mit vielen Wettringern haben wir zudem eine ziemlich junge Truppe und deswegen muss der Klassenerhalt das Ziel sein. Und bei den Mannschaften in der Liga wird das ganz sicher kein Selbstläufer. 



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