Landesliga 4
SV Eintracht Ahaus
Fazit Hinrunde: „Kein Kommentar zur Hinrunde!“, blockt Eintracht-Trainer Frank Wegener ab. Wen wundert’s? Rang elf, 20 Punkte, auf Tuchfühlung zur Abstiegszone. Das hatten sie sich in Ahaus vor der Saison ganz anders vorgestellt. Zu Recht, wie die ersten sechs Spiele zeigten. In denen blieb die Eintracht nämlich ungeschlagen, verlor dann jedoch im siebten Anlauf gegen Ibbenbüren und seitdem beinah ausschließlich. „Hoch geflogen, tief gefallen“, so Wegener.
Vorbereitung: Die Vorbereitung hat’s Wegener hingegen wieder angetan. Intensiv war sie, aufschlussreich und gelungen. Gegen Westfalenligist Grün-Weiß Nottuln gewann Ahaus im niederländischen Winterswijk mit 2:1. „Verdienter Sieg, ein konzentrierter Auftritt von uns.“ Gegen den SV Biemenhorst vom Niederrhein setzte es zwar eine 3:4-Niederlage, die Wegener aber inhaltlich gefiel. A-Ligist Billerbeck wurde abgewatscht (6:0). „Jetzt warten mit Vreden und Schüttorf noch zwei Bretter am Wochenende. Dann wissen wir, wo wir stehen!“
Personal: Wegener steht auch in der kommenden Saison an der Ahauser Linie. Der langjährige Keeper Jonas Averesch wird die Eintracht im Sommer dagegen verlassen. Alles Zukunftsmusik. Im Hier und Jetzt gibt’s keine personellen Wechsel. Nur dies: Der komplette Kader ist momentan fit, Wegener schöpft aus dem Vollen.
Das lief gut in der Hinrunde: „Die ersten sechs Spiele liefen gut!“, sagt der Ahauser Übungsleiter und führt aus: „Grundsätzlich kann man die Hinrunde in zwei Phasen einteilen. Vor der ersten Niederlage und nach der ersten Niederlage.“ Zu Beginn der Saison sei man auch bereit gewesen, die schmutzigen Meter zu machen, hatte das Spielglück auf seiner Seite. „Die erste Niederlage hat uns dann irgendwie den Stecker gezogen. Wir haben zwar in der Folge keinesfalls nur schlechte Spiele gemacht, aber wir waren nicht so richtig bei der Sache.“
Das wollen wir in der Rückrunde besser machen: „Die eine Erfolgsformel gibt es nicht,“ erklärt Wegener. „Aber ich glaube, dass es uns guttut, wenn wir uns als Mannschaft wieder auf das besinnen, was uns stark macht. Auf unsere Mentalität und auf unseren Zusammenhalt. Dann bin ich davon überzeugt, dass wir wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.“
Saisonziel: Nur drei Punkte beträgt der Vorsprung der Eintracht auf den ersten Abstiegsplatz. „Wir müssen uns mit dem beschäftigen, was Thema ist, und die Sinne schärfen, keine Frage“, weiß auch Wegener. Deshalb geht es nun darum, so schnell wie möglich aus diesen Gefilden rauszukommen, um bestenfalls eine ruhige Runde zu spielen.
Prognose: Es sind schon andere Teams aus dieser Liga abgestiegen, die eigentlich zu gut für den Abstiegskampf waren. Trotzdem: Kommt die Eintracht gut aus den Startlöchern, wird sie damit am Ende nichts zu tun bekommen. Einen ähnlichen Durchhänger wie in der Hinrunde darf man sich aber nicht mehr erlauben.