Landesliga 4
TSG Dülmen
Fazit Hinrunde: „Die Hinrunde war natürlich überragend“, sagt TSG-Coach Manfred Wölpper. Nachvollziehbar. Schließlich ist es erst die zweite Landesligasaison der Dülmener. Nach einem eindrucksvollen fünften Rang in der vergangenen Saison, setzte die TSG nun noch einmal einen drauf und grüßt von Platz zwei. „Wir sind im Prinzip schon gerettet. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn wir da noch unten reinrutschen.“ Das haben sie in Dülmen so nicht erwartet. Aber wenn sie jetzt schon da oben sind, wollen sie da auch gerne bleiben.
Vorbereitung: Dülmen testete sich munter durch. Gleich fünfmal bat Wölpper seine Männer zum Tanz. Drei Siege und zwei Niederlagen kamen dabei rum. Alles okay. Das jüngste 0:5 gegen Westfalia Kinderhaus sorgte aber durchaus für Ernüchterung, da macht der Trainer kein Hehl draus. „Wir haben das Spiel nochmal analysiert, so hoch hätte es nicht ausgehen müssen. Aber das hat natürlich gesessen.“ In Aktionismus verfalle man bei der TSG nun aber keinesfalls. „Wir stellen wegen eines Spiels nicht gleich alles in Frage. Im Gegenteil - wir haben gute Erkenntnisse aus der Vorbereitung gezogen und sind bereit für Sonntag“, stellt Wölpper klar.
Personal: Keine Abgänge und keine Zugänge. Wobei, gefühlt schon. Robin Kettner war die halbe Hinrunde verletzt ausgefallen, Noah Hypki nahezu die komplette und Roman Espeter hat gar ein ganzes Jahr nicht mehr gegen das runde Leder getreten. Alle drei sind nun wieder mit an Bord, wenn auch nicht gleich ein Thema für den Spieltagskader. „Trotzdem sind wir natürlich froh, dass sie wieder dabei sind“, so der Übungsleiter.
Das lief gut in der Hinrunde: „Ganz einfach zu beantworten“, gerät Wölpper ins Schwärmen. „Wir haben 48 Tore geschossen, im Schnitt drei pro Partie. Wir sind die beste Offensive der Liga, sogar noch vor Neuenkirchen. Das ist wirklich herausragend, das kann ich nicht anders sagen.“ Zudem ist die TSG brutal heimstark, verlor keines ihrer neun Heimspiele.
Das wollen wir in der Rückrunde besser machen: Vorne hui, hinten pfui. Nein, ganz so drastisch kann man es nicht formulieren. Trotzdem: „Wir bekommen deutlich zu viele Gegentore für eine sogenannte Spitzenmannschaft“, bemängelt der Dülmener Trainer. „27 Tore, das sind 1,6 pro Spiel. Das ist einfach viel zu viel. Daran müssen wir arbeiten.“ Und auch die Auswärtsbilanz steht in Kontrast zur Heimstärke. In der Fremde holte die TSG nur halb so viele Zähler wie daheim.
Saisonziel: „Wir wollen alles raushauen und Neuenkirchen bestenfalls noch ein bisschen ärgern“, so Wölpper. „Es wäre jetzt einfach komisch zu sagen, wir wollen Fünfter werden.“ Aber sie seien auch keine Fantasten in Dülmen. „Das wird brutal schwer, sich da oben zu behaupten. Aber wir wollen es versuchen.“
Heimspiel-Prognose: Viel hängt davon ab, wie die TSG in die Rückrunde startet. Ernsthaft gefährlich werden kann sie Neuenkirchen wohl nicht. Dafür wirkt der Ligaprimus zu stabil. Aber Dülmen liegt auch am Ende der Spielzeit auf Platz zwei.








































