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Der SuS Neuenkirchen ist sein Heimatverein, trotzdem kickt Leonard Zenuni seit diesem Sommer bei Lokalrivale Vorwärts Wettringen. Foto: Lehmann

Ein Neuenkirchener in Wettringen!?


Von Jakob Schulze Pals

(03.11.23) Seit dieser Saison spielt Leonard Zenuni für Vorwärts Wettringen. Ein Wechsel, der gleich auf mehreren Ebenen für Gesprächsbedarf gesorgt hat. Zenuni ist gebürtiger Neuenkirchener, ist dort aufgewachsen und hat beim SuS sowohl im Jugend- als auch im Herrenfußball seine ersten Schritte gemacht. Dann wechselt man doch nicht einfach zum Lokalrivalen, oder?

Aber der 21-jährige Mittelfeldallrounder hatte gute Gründe. „Ich bin zwar aus Neuenkirchen, wohne aber schon seit Jahren in Wettringen. Ich kenne den Verein und die Leute hier sehr gut. Außerdem hat sich Patrick Wensing seit Jahren um mich bemüht. Das gab mir ein gutes Gefühl.“ Die Avancen Wensings kommen nicht von ungefähr, schließlich hat Zenuni eine fast schon glamouröse Vita vorzuweisen. So kickte er in der Jugend bei Adressen wie Borussia Dortmund, Preußen Münster und dem SV Meppen. Bei letzterem bestritt er gar die Sommervorbereitung mit der Drittligamannschaft. 

Zu gut für die Landesliga?

Ist Zenuni nicht ein wenig überqualifiziert für die Landesliga? „Schön wär’s! Es ist so, dass Jugend- und Herrenfußball einfach komplett unterschiedlich ist. Es gibt ganz viele Landesligaspieler mit super viel Qualität, die immer wieder herausstechen. Da gehöre ich längst noch nicht dazu“, erklärt er. Diese Andersartigkeit des Herrenfußballs ist auch ein Grund, warum es in den vergangenen zwei Spielzeiten beim Heimatverein in Neuenkirchen nicht wie erhofft funkte. 

„Als junger Spieler, der viel rumgekommen ist und in seinen Mannschaften immer wichtig war, war ich plötzlich nicht mehr wichtig. Das war neu für mich. Auch wenn ich weiß, dass ich das auch nicht erwarten konnte“, schildert Zenuni. „Ich hatte nie so richtig das Gefühl, gebraucht zu werden.“ In seinem ersten Jahr kam er trotzdem auf 32 Westfalenliga-Einsätze. Im zweiten Jahr wurde diese dann aber weniger, Zenuni half mitunter freiwillig in der zweiten Mannschaft aus, um Spielminuten zu sammeln. 

Nun also Wettringen. Vorwärts-Coach Wensing freut sich jedenfalls wie Bolle, dass Zenuni da ist. „Leo bringt mit seiner Technik und seinen spielerischen Qualitäten Elemente bei uns rein, die wir so noch nicht hatten.“ Und auch „Leo“ ist mit seinen ersten Monaten im Volksbankstadion zufrieden. Dass der Wettringer Ansatz, kompakt zu verteidigen und dann überfallartig zu kontern, eher nicht zu seinem Spielertypus passt, sieht Zenuni derweil gelassen: „Ich bin da sehr anpassungsfähig. Der Trainer gibt die Taktik vor und der Erfolg gibt im Recht. Das passt.“

Anschwitzen, der 13. Spieltag

Ibbenbürener SpVg – Vorwärts Wettringen (Fr., 19:30 Uhr)
Ihren Negativlauf von vier Niederlagen in Serie konnte die Ibbenbürener Spielvereinigung jüngst durch ein 2:2-Remis bei formstarken Sendenern stoppen. Zwar besaß der VfL ein sattes Chancenplus, trotzdem war ISV-Coach Steffen Büchter nach der Partie zufrieden. Klar, auf dem Punkt kann man aufbauen. Doch der Fußball ist bekanntlich schnelllebig. Mit Wettringen wartet am Freitag direkt die nächste große Herausforderung. Mit 4:0 watschte Vorwärts zuletzt die SG Borken ab und zeigte einen der besten Auftritte seit Trainer Patrick Wensing den Laden führt. Und das tut er bereits seit über sechs Jahren. Für Freitag gilt: Flutlicht, Regen, Wind – es ist immer auch eine Frage des Willens.   
Zenuni: 0:2
Heimspiel-Tipp: 1:2

Eintracht Ahaus – VfL Senden (So., 14:30 Uhr)
Duell der Unzufriedenen. Auf der einen Seite die Hausherren. Hervorragend in die Saison gestartet, lange ungeschlagen geblieben, mittlerweile aber ziemlich inkonstant. Zum Teil sehr überzeugende Auftritte, mitunter aber auch uninspiriert und ideenlos. Auf der anderen Seite die Gäste. Eher schleppend in die Saison gekommen, seit einigen Wochen aber in Topform. Das Problem: Der VfL bekommt die guten Leistungen nicht in Punkte übersetzt. Zu viele Torchancen lässt das Team aus, zu viele individuelle Fehler führen zu Gegentoren. Die Frage ist, wer ist am Sonntag wütender? 
Zenuni: 4:2
Heimspiel-Tipp: 2:3

TuS 05 Sinsen – SV Dorsten-Hardt (So., 14:30 Uhr)
Komm, äh… mach!
Zenuni: 1:1
Heimspiel-Tipp: 1:3

Borussia Münster – SC Altenrheine (So., 14:30 Uhr)
Am vergangenen Wochenende erfuhren beide Mannschaften mal wieder die Schmucklosigkeit der Realität. Für die Borussia endete der zwischenzeitliche Höhenflug samt zehn Zählern aus vier Partien mit einem satten 0:3 in Dorsten-Hardt. Altenrheine, das nach dem hart erkämpften 4:3-Sieg in Beckum vor zwei Wochen eine Serie starten wollte, verlor daheim gegen Kellerkind FC Epe mit 2:3. Münsters Trainer Henry Hupe bemerkte im Nachgang: „Es ist wichtig, dass wir jetzt keinen Knacks bekommen.“ Mal schauen, wer knacksfrei bleibt. 
Zenuni: 2:1
Heimspiel-Tipp: 2:0

TSG Dülmen – Vorwärts Epe (So., 15 Uhr)
Dülmens Trainer Manfred Wölpper fasste die bisherige Saison seiner TSG kürzlich prägnant zusammen: „Eine Niederlage in zwölf Spielen. Da kann man nicht meckern, das ist herzallerliebst.“ Bedeutet gleichzeitig Rang zwei. Damit bleibt Dülmen Spitzenreiter Neuenkirchen auf den Fersen. Von derartigen Tabellenregionen können sie in Epe nur träumen. Spielertrainer Timo Scherping würde nun entgegnen, dass das als Aufsteiger auch völlig normal sei. Zurecht! Und sowieso: 16 Punkte, Rang neun – Vorwärts spielt bislang eine astreine Runde. Ein Selbstläufer wird das für die TSG mitnichten.    
Zenuni: 2:0
Heimspiel-Tipp: 4:3

Westfalia Gemen – Rot-Weiß Deuten (So., 15 Uhr)
Es war der vierte Spieltag, die Sonne schien und bei sommerlichen Temperaturen hatten wir noch keine Vorstellung von der Unbarmherzigkeit des Herbstes. Vor allem aber, hatte niemand eine Vorstellung von der Transformation Westfalia Gemens. An besagtem Spieltag verlor Gemen nämlich daheim 1:4 gegen den FC Epe. Es war bereits die dritte Pleite. Seitdem hat die Westfalia nur noch ein weiteres Mal verloren, sammelte an den folgenden acht Spieltagen 19 Punkte und Julius Gerster machte 13 Hütten. Lange Rede, kurzer Sinn: Mittlerweile ist Gemen Dritter, hat zwar Gegentore bis Meppen (29), gehört aber trotzdem zu den Spitzenteams der Liga.     
Zenuni: 3:1
Heimspiel-Tipp: 6:4

SG Borken – SuS Neuenkirchen (So., 15 Uhr)
Neuenkirchen präsentiert sich weiterhin aufstiegsreif. Zuletzt durfte das der Absteiger aus Sinsen erfahren, bekam im Waldstadion mit 0:7 aufn Deckel. So steht der SuS, der den besten Angriff (36 Tore) und die zweitbeste Abwehr (16 Gegentore) der Liga stellt, weiterhin vollkommen zurecht an der Spitze. Aber Vorsicht! Zweimal ging Neuenkirchen in dieser Spielzeit als Verlierer vom Platz, beide Male auswärts. Gleichzeitig sammelte die SG aus Borken neun ihrer 14 Zähler daheim. Geritzt ist die Sache für den einstigen Oberligisten also längst noch nicht.    
Zenuni: 0:3
Heimspiel-Tipp: 0:3

SpVg Beckum – FC Epe (So., 15:30 Uhr)
Ich will nicht behaupten, dass es in diesem Duell um Existenzen geht, aber mindestens mal um die Ehre. Mit Beckum – Tabellenletzter, zehn Punkte – und dem FC Epe – Vorletzter, elf Zähler – treffen die beiden abstiegsgefährdetsten Abstiegsgefährdeten aufeinander. Und doch sind die Vorzeichen unterschiedlich. Beckum kam stark in die Spielzeit, holte sieben Punkte an den ersten drei Spieltagen, ging an den folgenden neun jedoch acht Mal als Verlierer vom Platz. Epe war hingegen gefühlt die ganze Saison vom Pech verfolgt, landete nun jedoch mit einem 3:2-Sieg über Altenrheine echte Big Points. Unnötig zu erwähnen, dass am Sonntag alle möglichen Vorzeichen ohnehin für die berühmte Katz sind.  
Zenuni: 1:2
Heimspiel-Tipp: 0:0



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Cher. Laggenbeck 16    58:20 44  
2    Legden 17    43:10 43  
3    TuS Laer 16    55:14 42  
4    Kinderhaus II 16    54:11 40  
5    SV Bösensell 16    43:23 40  

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