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Eric Rottstegge (r.) war lange verletzt raus. Jetzt ist er zurück und direkt ein Faktor im Spiel des VfL Senden. Foto: Greshake

Den kenn‘ ich doch!


Von Jakob Schulze Pals

(05.04.24) Diese Rubrik soll ja eigentlich auch ein bisschen dazu dienen, Namen und Gesichter vorzustellen. Damit ihr euch nicht mehr so häufig fragen müsst, wer da in der Landesliga 4 so gegen das runde Leder tritt. Eric Rottstegge, seines Zeichens Kapitän beim VfL Senden, passt da nicht wirklich in die Reihe. Wem der Name Rottstegge nichts sagt, der muss den höherklassigen Amateurfußball in den vergangenen Jahren gekonnt ignoriert haben. Oder um es mit den Worten von Internet-Ikone „Psycho-Andreas“ zu sagen: Der ist entweder blind auf beiden Augen oder einfach nur blöd.

Ein kurzer Abriss der Vita des 29-Jährigen, der am liebsten auf der Sechserposition spielt, verdeutlicht das. Im Juniorenbereich kickte Rottstegge lange Jahre für Preußen Münster, ehe er zum TuS Hiltrup in die Westfalenliga ging. Dort war er fünf Jahre lang Leistungsträger, schließlich auch Kapitän. Es folgten zwei Intermezzi beim SC Roland Beckum und Westfalia Kinderhaus. Seit zwei Jahren ist er nun zurück bei seinem Heimatverein. Dort, wo alles begann.

Im Infight mit dem eigenen Körper

Beim VfL freuen sie sich diebisch darüber, so einen wie Rottstegge im Kader zu haben. Nicht ohne Grund trägt er schließlich die Binde. „Eric ist ein absoluter Leistungsträger bei uns. Seine strategischen Qualitäten, seine Wucht, seine Mentalität – das ist alles extrem wichtig für unser Spiel“, sagt sein Trainer Rabah Abed über ihn. „Er hat uns in der Hinrunde sehr gefehlt.“ Womit Abed auf Rottstegges einziges Laster zu sprechen kommt – sein Körper.

Nicht aus ästhetischen Gründen, um Gottes Willen, sondern aus praktischer Sicht. „Ich bin in den letzten Jahren schon häufiger wegen meiner Adduktorenbeschwerden ausgefallen“, erzählt er. Zu Beginn dieser Saison wurde es dann so schlimm, dass Rottstegge in der Hinrunde kein einziges Mal auflaufen konnte. „Da kam dann auch noch eine Schambeinentzündung dazu. Einfaches Laufen und Krafttraining waren möglich, aber an Mannschaftssport war nicht zu denken.“ Rottstegge konsultierte zig Ärzte und Physiotherapeuten – nichts half. Erst gegen Ende des vergangenen Jahres wurde es besser.

„In der Wintervorbereitung bin ich dann wieder ins Training eingestiegen“, sagt er. Der Körper machte mit. Seitdem stand der Kapitän wieder in jeder Partie auf der Koppel. Und das zahlte sich direkt aus. Von den vergangenen sieben Partien verlor der VfL nur eines. Aber Rottstegge traut dem Braten selbst noch nicht so ganz. „Die Geschichte ist mittlerweile chronisch. Ich weiß nicht, wie es sich entwickeln wird. Und die Morgen nach Spielen sind echt hart.“ Ans Kürzertreten denkt er trotzdem nicht. „Ich kann mich noch nicht damit abfinden. Ich bin 29. Diese und nächste Saison will ich auf jeden Fall noch spielen.“     

Anschwitzen, der 23. Spieltag

SG Borken – TSG Dülmen (So., 15 Uhr)
Spät glich die TSG am vergangenen Ostermontag im Topspiel beim SuS Neuenkirchen noch zum 1:1-Endstand aus. Der Rückstand auf den Ligaprimus beträgt damit weiterhin sechs Punkte. Klingt im ersten Moment viel, angesichts von noch acht anstehenden Partien kann da aber noch alles passieren. Gerade im Fußball. Die Auswärtsreise nach Borken kann dabei als Pflichtaufgabe bezeichnet werden. Die SG rangiert auf Abstiegsplatz 14. Wer aufsteigen will, muss dort gewinnen.
Rottstegge: 1:3
Heimspiel-Tipp: 0:4

Ibbenbürener SpVg – Westfalia Gemen (So., 15 Uhr)
Unter der Woche tat sich ein bisschen was am Sportzentrum in Ibbenbüren. Dass ISV-Spielertrainer Steffen Büchter im Sommer zu Oberligist Gievenbeck geht, ist nun schon länger bekannt. Wer die Nachfolge antreten soll, hingegen nicht. Bis jetzt. Mike Schwering wird das Ruder bei der Spielvereinigung übernehmen. Einigen vielleicht noch ein Begriff aus seiner Zeit bei Teuto Riesenbeck. Seitdem, also seit sieben Jahren, war Schwering zumindest in hiesigen Fußballkreisen von der Bildfläche verschwunden. Noch was Aktuelles: Die ISV könnte mal wieder gewinnen. Die letzten vier Partien gingen alle verloren. 
Rottstegge: 2:2
Heimspiel-Tipp: 3:2

SV Dorsten-Hardt – SuS Neuenkirchen (So., 15 Uhr)
Beim SuS waren sie einverstanden mit dem Unentschieden im Topspiel gegen Dülmen. Punkt geholt, Abstand gewahrt – kann man erstmal nicht klagen. Wichtiger ist, gegen die Teams aus dem Mittelfeld die Hausaufgaben zu machen. Die Reise nach Dorsten-Hardt gehört da sicherlich zu den unangenehmeren Aufgaben. Die Jungs aus dem Ruhrgebiet spielen eine gute Rückrunde, verloren erst einmal. Potenzial ist immer da bei Dorsten. Die Frage ist eher, wieviel Bock die Truppe hat. Dem Tabellenführer ein Bein zu stellen, dürfte da Anreiz genug sein.   
Rottstegge: 1:2
Heimspiel-Tipp: 2:2

SC Altenrheine – Vorwärts Wettringen (So., 15 Uhr)
Wenn die sportliche Brisanz fehlt, müssen wir das Duell eben künstlich hochjazzen. Nur 23 Kilometer liegen zwischen beiden Anlagen. Männer, hier geht es um nicht weniger als die Ehre! Und das Schöne: Bei diesem Duell weiß man wirklich nicht, wie es ausgeht. Bock!   
Rottstegge: 1:2
Heimspiel-Tipp: 2:1

FC Epe – VfL Senden (So., 15 Uhr)
„Wir haben da einiges gutzumachen“, erzählt Rottstegge und erinnert sich an einen Fiebertraum aus der vergangenen Saison. Damals lag der VfL beim FC zur Pause mit 3:0 in Front, nur um die Partie am Ende noch mit 4:5 zu verlieren. Ein Freak-Spiel. „Ich bin aber guter Dinge, dass wir dort gewinnen“, sagt er. „Wir stehen vor allem defensiv im Moment gut, haben zuletzt dreimal in Folge zu null gespielt.“ Vorne ist man sowieso immer für Tore gut. Dass mit Bruno Geister ein Stürmer wieder mit an Bord ist, der so wie Rottstegge die komplette Hinserie ausgefallen war, ist da jetzt nicht so unvorteilhaft.
Rottstegge: 0:2
Heimspiel-Tipp: 4:5

Borussia Münster – Rot-Weiß Deuten (So., 15 Uhr)
Die Borussia arbeitet am Klassenerhalt. Fünf Punkte aus den vergangenen drei Partien sind ansprechend. Noch dazu ist durch den Rückzug Sinsens im Sommer nur noch ein Abstiegsplatz zu besetzen. Auf diesen, also Vorwärts Epe, haben die Münsteraner fünf Punkte Vorsprung. Damit kann man arbeiten, zumal Vorwärts seit Monaten auf einen Dreier wartet. Ausruhen ist natürlich trotzdem nicht. Das Hinspiel in Deuten endete 0:0. Kann man sich diesmal schwer vorstellen. Die Borussia schoss zuletzt 12 Hütten in drei Partien.
Rottstegge: 2:1
Heimspiel-Tipp: 1:3

TuS 05 Sinsen – Vorwärts Epe (So., 15:30 Uhr)
Nun ist es amtlich, der TuS Sinsen geht in der kommenden Saison in der Bezirksliga an den Start. Durchaus überraschend. Schließlich war der TuS erst im vergangenen Sommer in die Landesliga abgestiegen, kickte zuvor acht Jahre lang in der Westfalenliga. Für Epe bedeutet das, sie sind die einzige auf einem Abstiegsplatz rangierende Mannschaft, für die es noch um was geht. In Sinsen kann die Mannschaft von Spielertrainer Timo Scherping dabei gleich mal ein Ausrufeziechen setzen. Bitter: Scherping darf wegen einer Gelb-Rot-Sperre selbst nicht mitwirken. 
Rottstegge: 1:1
Heimspiel-Tipp: 1:3

SpVg Beckum – Eintracht Ahaus (So., 15.30 Uhr)
Egal, was die Jungs aus Ahaus im Winter eingenommen haben – ich will es haben. Die Eintracht hat im Fußballjahr 2024 jedes ihrer acht Pflichtspiele gewonnen. Fünf davon zu null. Zuletzt wurde im Kreispokal-Halbfinale Westfalenligist Grün-Weiß Nottuln mit 5:0 abgewatscht. Schon jetzt hat Ahaus in der Rückserie fast so viele Punkte gesammelt wie in der Hinrunde. Bedeutet Rang vier. Der Rückstand auf den Zweiten Dülmen beträgt nur noch fünf Zähler. Hätte die Eintracht mal früher angefangen… 
Rottstegge: 2:3
Heimspiel-Tipp: 1:4



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Cher. Laggenbeck 16    58:20 44  
2    Legden 17    43:10 43  
3    TuS Laer 16    55:14 42  
4    Kinderhaus II 16    54:11 40  
5    SV Bösensell 16    43:23 40  

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