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Dustin Göwert (r.) geht gerade sozusagen auf seine Abschiedstournee in Altenrheine. Sein Trainer Marc Wiethölter vermisst ihn jetzt schon: "Dustin ist einer unser fittesten, trainingsfleißigsten und laufstärksten Spieler. Dazu abseits des Platzes eine Führungsfigur." Foto: Greshake

Die Allzweckwaffe vom Schürweg


Von Jakob Schulze Pals

(19.04.24) „Er wird mit dem Fußball sicherlich kein Millionär mehr werden.“ Das sagt Marc Wiethölter, Trainer des SC Altenrheine, nicht über mich, sondern über seinen Spieler Dustin Göwert. Ein bisschen was für den Kontext: Göwert, obwohl bei Wiethölter hoch im Kurs stehend, wird im Sommer in die zweite Mannschaft des SCA zurückversetzt.

Freiwillig versteht sich, wobei eigentlich nicht. „Ab Mai verändert sich beruflich ein bisschen was bei mir“, erzählt Göwert. „Da ist Landesligafußball dann aus zeitlichen Gründen nicht mehr drin für mich.“ Wiethölter bedauert das: „Dustin ist einer unser fittesten, trainingsfleißigsten und laufstärksten Spieler. Dazu abseits des Platzes eine Führungsfigur. Deshalb hätten wir ihn gerne behalten.“ Aber da fernöstliche Staatsfonds noch nicht auf die Idee gekommen sind, ihre Petrodollar in die Landesliga 4 zu pumpen, muss Göwert neben dem Fußball eben zur Maloche. Und die ist im Zweifel wichtiger.

In der Ersten immer willkommen

Dass er ab Sommer dann für die „Zwote“ des Vereins aufläuft, ist für Göwert allerdings kein untypischer Move. Schließlich begann er einst in der vierten Mannschaft des Klubs und schoss diese damals mit 39 Hütten in die Kreisliga B. „Der damalige Trainer der Ersten, Daniel Apke, ist dann auf mich zugekommen und hat mich mittrainieren lassen“, erzählt er. Göwert übersprang kurzerhand zwei Ligen und kickte fortan in der Bezirksliga mit. Nicht als Stürmer, sondern im Mittelfeld. Natürlich ist er vielseitig einsetzbar.

Seinen Status als vereinsinterne Allzweckwaffe gab er jedoch nicht auf. Mal in der Zweiten, mal in der Dritten – wo auch immer Not am Mann ist, Göwert putzt aus. In der zweiten Mannschaft soll er in der kommenden Saison dann als Leader fungieren. „Das wird er gut machen“, ist sich Wiethölter sicher und hält gleichzeitig die Tür zur ersten Mannschaft offen. „Wenn es sich zeitlich irgendwann wieder einrichten lässt, nehmen wir ihn gerne wieder zurück.“   

Anschwitzen, der 25. Spieltag

Ibbenbürener SpVg – Vorwärts Epe (So., 15 Uhr)
Nach dem Sechs-Punkte-Spiel ist vor dem Sechs-Punkte-Spiel. In der vergangenen Woche sicherte Epes Spielertrainer Timo Scherping seinen Vorwärtslern mit einem Doppelpack in der Nachspielt den ersten Sieg seit Oktober 2023. Der Aufsteiger ist also noch am Leben. An der Tabellensituation verändert hat das allerdings nicht. Der Rückstand aufs rettende Ufer liegt nach wie vor bei fünf Punkten. In Ibbenbüren ist also nachlegen angesagt. Kommt da für die Gäste eher ungelegen, dass sich die ISV nach einem schwachen Rückrundenstart wieder gefangen hat. Wegen zweier Siege zuletzt dürfte den Gastgebern der Klassenerhalt kaum noch zu nehmen sein.   
Göwert: 2:1
Heimspiel-Tipp: 1:2

Eintracht Ahaus – TSG Dülmen (So., 15 Uhr)
Na also, Eintracht Ahaus ist am Weihnachtsabend wohl doch nicht in den Zaubertrank gefallen. In Gemen (3:3) ist es nämlich passiert, Ahaus hat ein Pflichtspiel im Jahr 2024 NICHT gewonnen. Ansprechend war der Auftritt trotzdem, bockig ist ob des Remis bei der Eintracht deshalb niemand. Zumal mit der Partie gegen Dülmen gleich das nächste Topspiel ansteht. Die TSG hatte sich vor zwei Wochen auf drei Punkte an die Spitze herangerobbt, schnupperte wieder ganz leicht am Aufstieg. Dann kam der Downer; Dülmen ließ sich zu Hause in Unterzahl von Aufsteiger Ibbenbüren düpieren (1:2). So wird das natürlich nix, ist klar.
Göwert: 2:2
Heimspiel-Tipp: 3:3

SC Altenrheine – SV Dorsten-Hardt (So., 15 Uhr)
Sowohl nach oben als auch nach unten geht für den SCA nur noch wenig. Was also anfangen mit diesen sechs restlichen Spielen. „Wir haben schon den grundsätzlichen Anspruch, jedes Spiel gewinnen zu wollen“, stellt Göwert klar. „Es ist schon schade, dass es um nichts mehr geht. Die Top fünf waren durchaus ein Ziel von uns.“ Nun wartet Dorsten-Hardt. „Die spielen klassischen Ruhrpott-Fußball, da geht’s zur Sache“, weiß Göwert. „Haben wir aber immer gut gegen ausgesehen. Darf man sich als Zuschauer drauf freuen.“
Göwert: 2:0
Heimspiel-Tipp: 3:2

FC Epe – SuS Neuenkirchen (So., 15 Uhr)
Den Ausrutscher der Dülmener TSG wusste Neuenkirchen zu nutzen. Joshua Roß traf doppelt, die Partie gegen Altenrheine wurde mit 2:0 gewonnen, der Vorsprung wieder auf sechs Punkte angereichert. Das Bier nach dem Spiel dürfte geschmeckt haben! Nun das Gastspiel beim FC Epe. Der FC wies jüngst in Wettringen (2:2) mal wieder seinen Ruf als ausgewiesener Experte für Nachspielzeiten nach. Julian Reus besorgte den Punkt erst in der 90. Minute. Auch danach dürfte das Bier geschmeckt haben. Apropos Bier, ich mache mir jetzt auch eins auf. Ist ja schon halb elf.     
Göwert: 0:2
Heimspiel-Tipp: 1:0

Borussia Münster – Vorwärts Wettringen (So., 15 Uhr)
„Et lüppt weiterhin für Borussia Münster“, schrieb Kollege Malte Greshake zuletzt und hatte damit natürlich vollkommen recht. Seit fünf Partien sind die Münsteraner unbesiegt. Der Klassenerhalt nimmt Konturen an. Nur noch drei Punkte trennen die Borussen vom ach so souveränen FC Vorwärts aus Wettringen. Die haben mit dem ganzen Abstiegskampfgeplänkel mal wieder überhaupt nichts zu tun. Trotzdem grummelte Vorwärts-Coach Patrick Wensing zuletzt ein bisschen. FC Epe, Ausgleich, 90. Minute – wir besprachen das bereits. Sonst noch was? Ne, geht’s naus und spuits Fußball!
Göwert: 1:2
Heimspiel-Tipp: 2:2

SG Borken – Rot-Weiß Deuten (So., 15 Uhr)
Vom Feeling her ein gutes Gefühl.
Göwert: 0:0
Heimspiel-Tipp: 4:4

SpVg Beckum – Westfalia Gemen (So., 15.30 Uhr)
Der Rücktritt von Trainer Robert Mainka hat in Beckum keine Ketten gesprengt. Auch in Dorsten-Hardt (1:4) war die Spielvereinigung chancenlos. Damit setzte sich die Talfahrt der Beckumer fort. Fünf Pleiten hat der einstige Westfalenligist mittlerweile aneinandergereiht. Der Vorsprung auf Vorwärts Epe beträgt zwar noch fünf Punkte, bei noch sechs ausstehenden Spielen muss das aber nicht reichen. Daheim gegen Gemen ist man jedenfalls klarer Underdog. Übrigens auch das Duell der Torjäger: Beckums Ogün Gümüstas steht bei 26 Saisontreffern, Gemens Julius Gerster bombte 27 Mal. Die sind doch völlig krank! 
Göwert: 1:3
Heimspiel-Tipp: 1:3

TuS 05 Sinsen – VfL Senden (So., 15.30 Uhr)
Scheint so, als sei beim TuS der Lack echt ab. Dass die 05er die Landesliga verlassen, steht ohnehin schon fest. Aber auch sportlich ist das dünn, was der Westfalenliga-Absteiger anbietet. In der Rückrundentabelle belegt der TUS den letzten Platz. Wie gemacht also für den VfL, um wieder in die Spur zu finden. Der Start in die Rückserie war eigentlich ansprechend, nun gab’s aber wieder zwei Niederlagen am Stück. Ein Sieg wäre schon allein aus Stimmungsgründen willkommen.
Göwert: 0:2
Heimspiel-Tipp: 1:5



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Cher. Laggenbeck 16    58:20 44  
2    Legden 17    43:10 43  
3    TuS Laer 16    55:14 42  
4    Kinderhaus II 16    54:11 40  
5    SV Bösensell 16    43:23 40  

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