Ahaus gibt spät eine 2:0-Führung aus der Hand
von Malte Greshake
(21.04.24) Uff. Bis zur 89. Minute sah es so aus, als wenn Eintracht Ahaus einen weiteren großen Schritt im oberen Tabellendritten machen würde. Gegen die TSG Dülmen führte die Mannschaft von Frank Wegener im Topspiel mit 2:0. "Doch eine Partie dauert eben so lange, bis der Schiedsrichter abpfeift", kommentierte es Wegener, dem es an diesem Abend wohl egal war, dass er einen Taler ins Phrasenschwein werfen musste. Denn tatsächlich gaben die Ahauser die Führung noch aus der Hand. Durch zwei späte Treffer von Patrick Besler erkämpften sich die Dülmener doch noch ein 2:2 (0:1)-Unentschieden.
Nach einer Kopfballabwehr von Lennart Varwick waren die Eintrachtler kurz vor Schluss nämlich nicht auf der Höhe. "Bis dahin haben wir eigentlich alles brutal wegverteidigt", haderte Wegener. Besler durfte so unbedrängt zum Abschluss kommen und stellte für die Gäste aus Dülmen den Anschluss wieder her (89.). Doppelt bitter für die Ahauser: Quasi direkt nach Wiederanpfiff besaßen sie eine fette Möglichkeit, doch noch den Sack zuzumachen. Ein Schuss von Jonathan Noack prallte allerdings nur gegen den Pfosten und auch Christopher Ransmanns Nachschuss schepperte in derselben Szene nur ans Aluminium (90.). Wahnsinn...
Und wie es eben so ist im Fußball: Stattdessen bekamen die Dülmener auf der anderen Seite noch eine gute Gelegenheit. Noah Ivanovic tankte sich durch den Eintracht-Sechzehner, wurde aber von David Farwick zu Fall gebracht. Der Elfmeterpfiff ertönte. Besler trat an und butzte vom Punkt zum 2:2-Endstand (90.+1). "Das tut gerade wirklich weh", meinte Wegener. "Mit einem Sieg wären wir dran gewesen. Aber trotzdem sind wir immer noch seit elf Spielen ungeschlagen. Diese Serie kann sich sehen lassen. Und jetzt schauen wir bis zum Saisonende, was dabei herumkommt."
Dülmen erhöht nach der Pause den Druck
Bereits im ersten Durchgang hatten die Ahauser dem Tabellenzweiten alles abverlangt. Gleich zweimal hatte Jan Kröger das 1:0 für die Eintracht auf dem Fuß. Erst scheiterte er im Eins-gegen-Eins mit TSG-Keeper Simon Kraß (15.). Kurz darauf war ein Kopfball von ihm nicht ganz präzise genug gesetzt. Bis Christopher Behrendt sich schließlich im TSG-Sechzehner von Kraß umgemäht wurde und Schiedsrichter Stefan Schönfelder das erste Mal an diesem Tag auf den Elfmeterpunkt zeigte. Behrendt schnappte sich den Ball und traf zur 1:0-Führung (35.).
Die Dülmener, die in Durchgang eins wenn überhaupt aus der Distanz gefährlich geworden waren, erhöhten nach der Pause den Druck. Nur dauerte es eben bis ganz zum Schluss, ehe die Jungs von Manfred Wölpper richtig zwingend wurden. "Weil wir so spät die Tore machen, sieht es vermeintlich nach einem glücklichen Punktgewinn aus", sagte Dülmens Übungsleiter. "Vom Spielverlauf her wäre aber mehr drin gewesen. Mit Ahaus hatten wir jedoch einen Gegner, der in diesem Jahr noch nicht verloren hat. Deswegen sind wir zufrieden mit dem Ergebnis."
Eintracht Ahaus - TSG Dülmen 2:2 (1:0)
1:0 Behrendt (35./FE), 2:0 Behrendt (79.),
2:1 Besler (89.), 2:2 Besler (90.+1)




































