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Geht noch was für Frank Wegener und Eintracht Ahaus in Richtung Platz zwei? Foto: Greshake

"Die Westfalenliga ist eine schöne Liga"


Von Jakob Schulze Pals

(03.05.24) Trainer Frank Wegener und alle, die es mit Eintracht Ahaus halten, führen seit einigen Monaten ein Leben, das für Normalsterbliche nicht so recht vorstellbar ist. Geprägt von Sorglosigkeit, von Sieg zu Sieg eilend, sich in Unbezwingbarkeit windend. Das letzte Mal, dass Ahaus ein Ligaspiel verloren hat, ist fünf Monate her. Am zehnten Dezember des vergangenen Jahres war das, eine krachende 0:3-Heimpleite gegen den SV Dorsten-Hardt. Fünf Niederlagen am Stück hatte die Eintracht damals aneinandergereiht. Wegener sich erleichtert gezeigt, dass ihn noch keiner rausschmeißen will.

„Wir sind im Winter ruhig geblieben“, erinnert sich der Coach. „Nicht alles war in der Hinrunde schlecht. Uns hat oftmals – auch wenn sich das platt anhört – das Spielglück gefehlt.“ Als Elfter beendete Ahaus die Hinserie, drei Punkte über der Abstiegszone. „Ursprünglich war es mal unser Ziel, besser abzuschneiden als im Vorjahr“, erzählt Wegener. Besser als Platz vier also. „Das haben wir auch in der Winterpause nicht aus den Augen verloren. Wir sind geduldig geblieben.“

Und plötzlich ist alles so leicht

Als Schwachstelle wurde die Defensive ausgemacht, 28 Gegentore hatte die Eintracht in 16 Partien gefangen. „Wir wollten kompakter stehen. Dass wir vorne immer einen machen können, ist klar.“ Elf Partien später hat Ahaus 29 Punkte mehr auf dem Konto. Neun Siege, zwei Remis, 27:10 Tore. Die Eintracht stellt die drittbeste Abwehr der Liga, blieb viermal ohne Gegentreffer und ist mittlerweile bis auf Rang drei vorgerückt. Auch Rot-Weiß Deuten konnte den Lauf am gestrigen Donnerstagabend nicht stoppen. Ahaus gewann zu Hause mit 1:0. 

Und plötzlich kommt Ahaus wieder für höhere Aufgaben in Frage. Weil Spitzenreiter Neuenkirchen in der Rückserie häufiger mal patzte und möglicherweise auch Platz zwei zu einem Aufstiegsplatz mutiert, kann Ahaus gar noch aufsteigen. Doch Wegener übt sich in Diplomatie: „Die Westfalenliga ist eine schöne Liga, keine Frage. Vielleicht nur so viel: Wir möchten die da oben ärgern, das bekommen wir gerade ganz gut hin. Der Aufstieg ist aber nicht das erklärte Ziel.“ Ein Punkt mehr hat die TSG Dülmen auf Rang zwei, bei einem Spiel weniger wohlgemerkt. „Wir nehmen die Platzierung, die der liebe Gott für uns vorgesehen hat und dann sehen wir mal, wo wir landen.“   

Anschwitzen, der 27. Spieltag

SpVg Beckum – TSG Dülmen (So., 15 Uhr)
Auch Dülmen hat berechtigtes Interesse an der Westfalenliga, ist in Beckum aber zugleich zum Siegen verdammt. Die TSG spielt keine unerfolgreiche Rückrunde, aber eine unbeständige. 31 eigenen Treffern seit Jahresbeginn stehen 23 Gegentreffer gegenüber. Eigentlich zu viele für eine Spitzenmannschaft. Über die gesamte Spielzeit hinweg sind es sogar 48. In der Fremde hat die TSG ebenso ihre Probleme. Von zwölf Auswärtsspielen gewann Dülmen nur vier. Andererseits ist Beckum 13. Wer aufsteigen will, muss dort gewinnen.
Heimspiel-Tipp: 2:4

FC Epe – SC Altenrheine (So., 15 Uhr)
Joa, um sonderlich viel geht’s in dieser Partie nicht. Zehn Punkte Vorsprung auf Lokalrivale Vorwärts Epe hat der FC inzwischen angehäuft. Bei noch vier ausstehenden Spielen können sie im Bülten also locker eine weitere Landesligaspielzeit einplanen. In Altenrheine hatten sie ursprünglich mal die Top drei der Liga angepeilt. Das wird ziemlich sicher nichts mehr. Geht wohl für beide drum, die Spielzeit anständig zu beenden, um dann auf Mallorca nochmal groß zu performen. Prost! 
Heimspiel-Tipp: 3:2

Borussia Münster – SV Dorsten-Hardt (So., 15 Uhr)
Neben Ahaus ist Borussia Münster die Mannschaft der Stunde in der Landesliga 4. Wer hätte noch im Winter gedacht, dass die Münsteraner bereits vier Partien vor Saisonende tiefenentspannt für die Landesliga planen können? Seit sieben Spielen ist der Aufsteiger unbesiegt, trotzte dabei unter anderem den Topteams aus Dülmen und Neuenkirchen ein Remis ab. Einen ruhigen Abschied samt Klassenerhalt hatte sich Borussen-Coach Henry Hupe gewünscht. Den wird’s geben, egal, wie die Partie am Wochenende ausgeht.
Heimspiel-Tipp: 3:1

TuS 05 Sinsen – SuS Neuenkirchen (So., 15 Uhr)
Man, man, man, SuS Neuenkirchen. So eine souveräne Hinserie spielte der einstige Oberligist. Rund um die Liga hatte eigentlich schon jeder sein Ok gegeben, dass der SuS kommende Saison wieder in der Westfalenliga spielt. Denkste! Abgeklärte Siege wechseln sich mittlerweile mit Patzern ab. In der Rückrundentabelle belegt Neuenkirchen nur Platz fünf. Die Defensive steht dabei nach wie vor sattelfest, das Toreschießen bereitet Probleme. Glänzte die Offensivreihe des SuS in der Hinrunde noch mit 41 Treffern, kamen seitdem in elf Partien „nur“ 19 weitere dazu. Sinsen ist mit 71 Gegentreffern die Schießbude der Liga. Wenn nicht dort, wo dann?
Heimspiel-Tipp: 0:5

SG Borken – Vorwärts Wettringen (So., 15 Uhr)
Die SG Borken verfügt neben dem Fußball unter anderem über Darts-, Billard-, Zumba-, Pilates- und Indoor Cycling-Abteilungen. Interessant!
Heimspiel-Tipp: 0:1

Ibbenbürener SpVg – VfL Senden (So., 15 Uhr)
Im Fanshop der ISV gibt es die „Stofftier Giraffe Bono“ zum Schnäppchenpreis von 19,95€. Wer da nicht zuschlägt, ist selbst schuld.
Heimspiel-Tipp: 2:2

Westfalia Gemen – Vorwärts Epe (So., 15:30 Uhr)
Rechnerisch abgestiegen muss Vorwärts Epe auch bei einer Niederlage in Gemen noch nicht sein. Selbst wenn Beckum verlieren sollte, ist es aber angesichts einer um -17 schlechteren Tordifferenz quasi unmöglich noch drinzubleiben. Will heißen: In Gemen ist es wirklich die letzte Chance für den Aufsteiger. Auf den Coup zuhause gegen Borken (3:2) vor drei Wochen, folgten zwei deftige Pleiten gegen Ibbenbüren (1:6) und Ahaus (0:3). Und auch in Gemen ist Epe klarer Underdog. Mit dem Mute der Verzweiflung geht vielleicht was.
Heimspiel-Tipp: 2:2



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Cher. Laggenbeck 16    58:20 44  
2    Legden 17    43:10 43  
3    TuS Laer 16    55:14 42  
4    Kinderhaus II 16    54:11 40  
5    SV Bösensell 16    43:23 40  

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