Ahaus würgt sich zu drei Punkten
von Jakob Schulze Pals
(03.05.24) Man könnte hier jetzt abermals die Geschichte von der Eintracht aus Ahaus aufziehen, die tyrannisch durch die Landesliga 4 zieht und alles kurz und klein hackt, was sich ihr den Weg stellt. Gut, theoretisch ist das auch immer noch aktuell. Auch das Heimspiel am Donnerstagabend gegen Rot-Weiß Deuten entschied die Mannschaft von Trainer Frank Wegener mit 1:0 (1:0) für sich. Thank you, next! In der Praxis hatte der Auftritt der Eintracht aber wenig mit Dominanz zu tun. „Wir haben uns ein bisschen zum Sieg gewürgt“, stellte auch der Coach nach Abpfiff fest. Eine schöne Metapher.
„Man muss schon sagen, dass es kein gutes Spiel war von uns“, konstatierte Wegener. „Wir sind nur schwer in die Partie reingekommen.“ Die Gäste aus Deuten hingegen hatten gute Beine, eine reife Spielanlage und Ballbesitz im Überfluss. „Aber trotzdem keine Chancen“, stellte der Eintracht-Coach klar. „Sie haben uns aber echt vor Probleme gestellt. Wir haben mehr reagiert als agiert.“ Doch Ahaus blieb kompakt und meldete sich vorne an. Nach einem Eckball setzte Stürmer Lennart Varwick seinen Kopfball allerdings aus wenigen Metern über das Gehäuse.
Büsker setzt den Blinker Richtung Siegerstraße
Mit dem Halbzeitpfiff machte Jens Büsker es dann besser – und wie. David Farwick fand mit einem Diagonalball Jan Kröger, der das Leder mit ordentlich Zug ins Zentrum drosch. Büsker nahm das Ding kurzerhand direkt ab und platzierte es akkurat im Winkel. Direkt danach war Pause, ein Treffer zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt. Kurz nach Wiederanpfiff hätte die Eintracht dann schon für die Vorentscheidung sorgen können. Einen Freistoß von David Farwick hielt Deutens Keeper Julian Jaworek zwar, ließ das Spielgerät aber direkt vor die Füße von Lennart Varwick prallen. Der setzte den Ball aus drei Metern an den Pfosten.
Fast wäre Ahaus die Chance direkt um die Ohren geflogen. Denn im Anschluss rollte der Konter. Deuten düpierte die Hintermannschaft der Hausherren und war plötzlich im Fünfer der Ahauser angekommen. Torwart Igor Levchenko hielt aber dicht. „Danach war’s echt eine Zitterpartie“, so Wegener. Ahaus bekam zwar immer ein Bein dazwischen, aber Deuten ließ nicht locker. „Wir haben alles gut wegverteidigt. Aber trotzdem war ich dann froh, als es vorbei war“, schloss Wegener sein Fazit ab.
Eintracht Ahaus – Rot-Weiß Deuten 1:0 (1:0)
1:0 Büsker (45.+1)





































