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Marius Reckels beendet nach der Saison seine Laufbahn - also musste er natürlich schnell noch vorher mit uns anschwitzen. Foto: Vorwärts Wettringen

Schauen, ob’s auch ohne Fußball geht


Von Jakob Schulze Pals

(10.05.24) Marius Reckels von Vorwärts Wettringen hängt am Saisonende seine Buffer an den Nagel. „Ich möchte mal schauen, ob’s auch ohne Fußball geht“, sagt der Mittelfeldspieler. Ein Leben ohne Fußball – unvorstellbar! „Aber Landesliga-Fußball ist dann doch sehr zeitaufwendig, gerade aus beruflicher Perspektive. Daher habe ich dem Verein im Winter mitgeteilt, dass ich ab Sommer erstmal raus bin.“ Schade! Damit verliert der an Ur-Wettringern nicht arme Wettringer Kader einen Ur-Wettringer.

Reckels ist in Wettringen aufgewachsen, hat beim FC Vorwärts das Fußballspielen erlernt, lebt und arbeitet in Wettringen. Reckels ist das, was man gemeinhin einen Wettringer nennt. Aus der A-Jugend ging’s damals erst für zwei Jahre in die „Zwote“, dann für drei Jahre in die erste Mannschaft. Schließlich verließ er Wettringen 2015 und schloss sich für vier Jahre Germania Hauenhorst an. „War eine super Zeit dort. Ein familiärer, herzlicher Verein. Eine ähnliche Suppe wie in Wettringen im Grunde“, erzählt Reckels.

Aber 2019 rief Wettringens Coach Patrick Wensing an und fragte bei Reckels nach, ob er nicht wieder heimkommen wolle. Wollte er. Ein Jahr später feierten sie zusammen den Aufstieg in die Landesliga. In dieser Spielzeit ist Reckels zwar nicht mehr so häufig gefragt – vergangene Saison stand er laut fupa.net noch 24 Mal auf der Koppel, diese Saison neun Mal – trotzdem zählt er noch immer zu Wensings Lieblingsschülern. „Absoluter Teamplayer! Verlässlich, immer da und super wichtig für die Kabine“, unterstreicht der Coach.

Ein letzter Auftritt wird Reckels aber leider nicht vergönnt sein. Am heutigen Freitag muss er unters Messer. Vor dem Derby gegen Neuenkirchen verletzte er sich – Leistenbruch. „Ich denke aber mal, dass es im Rahmen des letzten Heimspiels eine schöne Feier geben wird“, sagt er. Und wer weiß: „Vielleicht halte ich es ja gar nicht aus und bin schon im Winter wieder zurück.“ Dann wahlweise in der zweiten oder dritten Mannschaft. Nur eins ist klar: Wenn, dann natürlich beim FC Vorwärts!   

Anschwitzen, der 28. Spieltag

FC Epe – SpVg Beckum (So., 15 Uhr)
Den eigenen Klassenverbleib hat der FC in der vergangenen Woche mit einem 2:1-Heimsieg über den SC Altenrheine endgültig unter Dach und Fach gebracht. Nun wolle man die restlichen Heimspiele auch noch erfolgreich bestreiten, wie Trainer Jan Sundermann kürzlich verriet. So ganz nebenbei kann man dabei auch noch Schützenhilfe für Lokalrivale Vorwärts Epe leisten. Denn der kommende Gegner Beckum ist noch nicht gerettet, hat derzeit fünf Zähler mehr als die auf einem Abstiegsplatz rangierenden Vorwärtsler. Ein Sieg des FC würde am Sonntag also ausnahmsweise mal auch im anderen Lager gefeiert werden.   
Reckels: 1:1
Heimspiel-Tipp: 2:1

Vorwärts Epe – TSG Dülmen (So., 15 Uhr)
Gleichzeitig muss der Aufsteiger aber erstmal seine eigenen Hausaufgaben machen. Die Aufgabe für das Team von Spielertrainer Timo Scherping könnte dabei kaum schwerer sein. Mit der TSG kommt der Tabellenzweite in den Wolbertshof. Bis in die Haarspitzen motiviert versteht sich. Schließlich braucht Dülmen selbst noch Punkte, um Rang zwei zu sichern und nächste Saison womöglich in der Westfalenliga zu kicken. Aber schon in der vergangenen Woche hätte wohl niemand auf einen Sieg Epes in Gemen (4:1) gesetzt. Dülmen gewann zwar gegen Beckum (3:2), lag aber zwischenzeitlich mit 0:2 hinten. „Nochmal sollte das nicht passieren“, stellte TSG-Coach Manfred Wölpper im Nachgang nicht ohne Grund klar.
Reckels: 0:2
Heimspiel-Tipp: 4:3

VfL Senden – Eintracht Ahaus (So., 15 Uhr)
Wir bleiben im Aufstiegsrennen, von dem wir alle nicht gedacht hätten, dass wir es in dieser Saison noch bekommen. Wobei, ist es ein richtiges Aufstiegsrennen? Vier Punkte liegt der Drittplatzierte aus Ahaus hinter der TSG. Das ist nicht wenig. Doch schon in der vergangenen Woche hatte Eintracht-Coach Frank Wegener klargemacht, dass man die Teams da oben vor allem ärgern möchte. Ein etwaiger Aufstieg sei sekundär. „Würden wir aber trotzdem mitnehmen.“ So!
Reckels: 1:3
Heimspiel-Tipp: 1:3

Vorwärts Wettringen – Ibbenbürener SpVg (So., 15 Uhr)
Aus den vergangenen sieben Partien nur ein Sieg. Ist bei Wettringen angesichts des frühen Klassenerhalts ein bisschen die Luft raus? „Finde ich nicht“, sagt Reckels. Verletzungspech, Spielglück, sowas. Auch für die ISV geht’s um nicht mehr viel. Den Ligaverbleib machte der Aufsteiger durch eine Siegesserie im April frühzeitig klar, verlor zuletzt aber auch wieder zweimal.
Reckels: 2:0
Heimspiel-Tipp: 1:1

SuS Neuenkirchen – SG Borken (So., 15 Uhr)
Das Hinspiel gewann der SuS mit 2:0. So läuft’s diesmal auch.
Reckels: 3:1
Heimspiel-Tipp: 2:0

SV Dorsten-Hardt – TuS 05 Sinsen (So., 15 Uhr)
Das Hinspiel gewann der TuS mit 3:1. Ob’s diesmal wieder so laufen wird? Mmh, die Buchmacher sagen was anderes. Sinsen gewann nur ein Spiel in der Fremde, ging zwölf Mal als Verlierer vom Platz. Dorsten hat zuletzt zwar zweimal verloren, ist hierbei aber klarer Favorit.
Reckels: 3:0
Heimspiel-Tipp: 3:0

SC Altenrheine – Borussia Münster (So., 15 Uhr)
„Mein großes Ziel ist, den Verein im Sommer als Landesligisten zu übergeben“, sagte Borussias Trainer Henry Hupe in der Winterpause. Da war bereits klar, dass er im Sommer den Verein verlassen wird. Und weiter: „Wir wollen, dass die Rückrunde besser wird als die Hinrunde. Wenn wir das schaffen, kann ich mir sogar vorstellen, dass wir nicht nur nach unten schauen müssen.“ Was soll man sagen? Hupe hat komplett Recht behalten. Er wird Borussia als Landesligisten übergeben, die Rückrunde (22 Punkte) ist jetzt schon erfolgreicher als die Hinserie (16) und die Münsteraner sind mittlerweile Siebter. Da braucht man wirklich nicht mehr nach unten zu schauen.
Reckels: 2:2
Heimspiel-Tipp: 2:2

Rot-Weiß Deuten – Westfalia Gemen (So., 15:15 Uhr)
Bei Gemen scheint der Lack mittlerweile ab zu sein. Nach einem fulminanten 6:2-Derbysieg über die SG Borken, belegte die Westfalia Ende März noch Rang drei. Seitdem ist Gemen sieglos, steht mittlerweile auf Rang sechs. Sowohl nach oben als auch nach unten geht nur noch wenig. Was bleibt sind ein imposantes Torverhältnis von 67:67 und 28 Saisontreffer von Stürmer Julius Gerster. Der befindet sich im Kampf um die Torjägerkanone noch im Fernduell mit Beckums Knipser Ogün Gümüstas (29).   
Reckels: 0:2
Heimspiel-Tipp: 3:2



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Cher. Laggenbeck 16    58:20 44  
2    Legden 17    43:10 43  
3    TuS Laer 16    55:14 42  
4    Kinderhaus II 16    54:11 40  
5    SV Bösensell 16    43:23 40  

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