Vorwärts Epe steigt ab
von Jakob Schulze Pals
(26.05.24) Die Gemengelage vor diesem letzten Spieltag war klar. Vorwärts Epe musste bei Rot-Weiß Deuten gewinnen und die Spielvereinigung Beckum im Heimspiel gegen Borussia Münster verlieren – dann würden die Eperaner doch noch die Klasse halten. Der Aufsteiger machte seine Hausaufgaben und gewann ein äußerst wildes Spiel mit 3:2 (2:2). Doch weil Beckum zeitgleich einen Punkt holte und das um acht Tore bessere Torverhältnis hat, muss Vorwärts den Gang in die Bezirksliga antreten.
„Grundsätzlich wussten wir zu jeder Zeit Bescheid, was in Beckum passiert“, erzählte Epes Spielertrainer Timo Scherping nach Spielschluss. „Nur das letzte Tor wurde uns vom Rand nicht durchgesagt. Wahrscheinlich damit wir weiter Gas geben.“ Als Schiedsrichter Moritz Busch-Tolkemitt die Partie abpfiff, dachte Scherping also die Klasse sei gehalten. „Als ich dann aber in die Gesichter am Rand geschaut habe, wusste ich ziemlich schnell, was Sache ist.“
Vollwaschgang zum Start, ruhige Kugel nach der Pause
Es war ein komisches Spiel in Deuten. „Beide Mannschaften haben in der ersten Halbzeit super viel zugelassen“, so Scherping. Nach wenigen Minuten waren die Gäste das erste Mal frei vor dem Deutener Tor. Doch der stumpfe Rasen bremste den Querpass vor dem Torwart noch aus. Auf der anderen Seite versprang den Rot-Weißen kurz vor dem Kasten der Ball. Das Leder flog weit über das Tor. Weit, aber dafür ins Tor flog auch der Schuss von Nils Falkenstein in Minute 13. Nach einem Ballverlust von Vorwärts im Mittelfeld, sah Falkenstein, dass Epes Keeper Dante Warner etwas weit vor seiner Hütte stand. Aus 45 Metern kloppte er das Leder mal aufs Tor – drin.
Sonderlich geschockt war der Aufsteiger davon aber nicht. Im direkten Gegenzug fiel der Ausgleich. Nick Walter setzte Nick van Wezel ein, der blieb allein vor dem Schnapper cool. Vier Zeigerumdrehungen später dann wieder Deuten. Bei einem langen Ball der Rot-Weißen war Epe unsortiert, Mahmoud El-Dorr plötzlich frei vor dem Tor – 2:1. In der Folge blieb die Partie wild. Immerhin, Vorwärts kam noch vor dem Pausentee zum Ausgleich. Eine Halbfeldflanke von van Wezel rutschte durch bis zu Scherping, der das Spielgerät gemeinsam mit Deutens Verteidiger Robin Pötter über die Linie drückte.
Im zweiten Durchgang beruhigte sich das Spiel dann etwas. „Bei den Temperaturen war’s auch sehr kräftezehrend“, sagte Scherping. Chancen mutierten zur Mangelware. Mitte der zweiten Halbzeit lief Konstantin Gleis schließlich einfach mal los und nahm sich aus 20 Metern ein Herz. Das Leder schlug im Kasten ein. Deuten warf in der Folge zwar nochmal alles nach vorne, jedoch ohne Ertrag. Weil auch der Aufsteiger seine Kontermöglichkeiten nicht zu nutzen wusste, blieb es beim 2:3. Allein, es reichte nicht.
Rot-Weiß Deuten – Vorwärts Epe 2:3 (2:2)
1:0 Falkenstein (12.), 1:1 N. van Wezel (13.),
2:1 El-Dorr (17.), 2:2 Pötter (31./ET)
2:3 Gleis (74.)





































