Landesliga 4
Fast die Hälfte der Teams wechselt den Coach
Von Malte Greshake
(28.02.25) Das ist schon allerhand! Bei rund der Hälfte der Mannschaften wird ab der neuen Saison ein neuer Chefcoach das Sagen haben. Sogar bei Vorwärts Wettringen und dem SC Altenrheine, wo in den vergangenen Jahren immer Kontinuität herrschte, gibt es Veränderungen auf dem Trainerstuhl. Und das könnte es bis jetzt sogar noch nicht gewesen sein: Bei zwei Vereinen steht Stand jetzt noch nicht fest, wie es im Sommer weitergehen wird. Das wird man ja zum Geck, wie Heimspiel-Redakteur Fabian Renger sagen würde. Hier die alljährliche Trainer-Übersicht...
Trainer in der Landesliga 4 - Wer kommt, wer geht, wer bleibt?
FC Nordkirchen
Mario Plechaty und der FC Nordkirchen - das scheint ganz gut zusammenzupassen. Aus diesem Grund hat der Verein den Vertrag mit seinem Chefcoach vor einer knappen Wochen sogar bis 2028 verlängert!
Darüber berichteten die Ruhr Nachrichten. Was generell Wahnsinn ist. Denn manche Menschen - so wie ich - wissen schließlich nicht einmal, was sie heute zu Abend essen. Geschweige denn, was in drei Jahren los sein wird. Aber die Nordkirchener scheinen eben einen genauen Plan darüber zu haben, wie die Zukunft aussehen soll. Respekt.
RW Deuten
In Saison zwei nach dem Abstieg aus der Westfalenliga läuft es wieder besser für RW Deuten. Das liegt auch daran, dass Mike Ratkowski seit dem vergangenen Sommer als Chefcoach im Amt ist. Einen personellen Umbruch in Deuten meisterte er nämlich hervorragend und führte das Team wieder in Richtung Tabellenspitze. Nur: Aus privaten Gründen muss Ratkowski nach dieser Saison schon wieder kürzertreten. So heißt es
bei der Dorstener Zeitung. Einen Nachfolger haben die Deutener allerdings schon gefunden: Luaks Große-Puppendahl kommt von Bezirksligist Westfalia Osterwick (Staffel 11) rüber, wo er momentan als Spielertrainer aktiv ist.
Eintracht Ahaus
Lieber Frank Wegener. Wenn wir Dich das nächste Mal am Platz sehen, zwinkere dreimal ganz heftig, falls Du gegen deinen Willen bei Eintracht Ahaus festgehalten wirst. Dort geht Wegener im kommenden Sommer ins siebte Jahr als Cheftrainer. Aber bevor sich jetzt irgendwie auf eine Befreiungsmission aufmachen will: Das macht er aus freien Stücken. "Langweilig wird mir nicht, weil ich einfach Bock auf Fußball habe. Hier kenne ich die sicheren Wege. Und es kommen ja immer drei neue Aufsteiger und ein paar Absteiger und somit auch auch ein neuer Sportplatz dazu. Es ist nach wie vor eine Win-Win-Situation",
sagte er bei uns im vergangenen Dezember.
Ibbenbürener SpVgg
Die Ibbenbürener SpVgg steht einfach auf interne Lösungen. Seitdem sich Chefcoach Mike Schwering im Laufe der Hinrunde wegen Differenzen mit der Mannschaft verabschiedet hatte, stehen dessen Co-Trainer Alexander Lust und David Lindemann in der Verantwortung. Jedoch nur bis zum Ende der Spielzeit: Dann
rückt Kevin Gütt von der eigenen Zweiten ins erste Glied auf. Wieder regelt es die ISV also vereinsintern. Was eine Überraschung. Achja. Lust und Lindemann bleiben der SpVgg natürlich auch treu. Lindemann wird spielender Co-Trainer der Ersten und Lust übernimmt die Nachfolge von Gütt in der Reserve. Was anderes hätten wir jetzt auch nicht erwartet.
VfL Senden
Seit 2020 ist Rabah Abed Chefcoach beim VfL Senden. Und daran wird sich auch weiterhin nichts ändern. Die Sendener und Abed haben die Zusammenarbeit sogar für gleich zwei weiteren Spielzeiten verlängert. Weil der Coach den VfL nicht nur als Spitzenteam in der Liga etabliert hat, sondern die Mannschaft dazu auch spielerisch ansehnlichen Fußball zeige. Und in den beiden kommenden Jahren nur im oberen Drittel herumpimmeln, wollen die Sendener natürlich auch nicht. "Ob es diese Saison schon für ganz oben reicht, wird man sehen. In der kommenden Saison werden wir jedoch auch eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen und die ersten Plätze im Visier haben",
hielt Abed im Gespräch mit uns fest.
SC Altenrheine
Nach fünf Jahren reicht's dann aber auch mal irgendwann. So lange wird Marc Wiethölter beim SC Altenrheine Trainer gewesen sein, ehe er sich im bevorstehenden Sommer verabschiedet. Auf ihn folgt dann sein bisherige Co-Trainer Guido Göcke.
Ganz emotionslos hat Wiethölter, den es bald bekanntlich zu Westfalenligist Borussia Emsdetten zieht, selbstverständlich aber nicht den Schlussstrich gezogen. "Der Entschluss fällt mir nicht leicht", hielt er fest. Da ist ein bisschen was gewachsen, nicht nur mit der Mannschaft, sondern auch mit dem Staff und dem ganzen Umfeld."
SV Burgsteinfurt
Langweilig! Seit Jahren müssen wir beim SV Burgsteinfurt immer das Gleiche schreiben. Christoph Klein-Reesink hängt in Burgsteinfurt nämlich noch eine Saison dran.
Seine zehnte wird es dann ab dem kommenden Juli sein. Aber versteht uns nicht falsch: Warum sollte der Trainer das auch nicht tun? Schließlich leistet "Reese" bei Stemmert seit seinem Amtsantritt hervorragende Arbeit und hat die erste Mannschaft mittlerweile ja auch in die Landesliga zurückgeführt. Es gibt also wenig Gründe für ihn, seine Zelte abzubrechen.
Hammer SpVg
Nach der Trennung von Ferhat Cerci vor knapp einem Jahr ist Ralph Oberdiek Chefcoach in Hammer. Den Abstieg aus der Westfalenliga konnte er zwar nicht verhindern, dennoch verlängerte der Verein mit ihm zum damaligen Zeitpunkt um ein weiteres Jahr. Ob Oberdiek allerdings auch in der Saison 2025/26 den Traditionsverein trainiert, ist derzeit noch nicht bekannt.
Westfalia Gemen
Wenn Westfalia Gemen nicht mehr weiter weiß, dann wird Georg Geers Chefcoach zumeist. Ein schönes Gedicht, oder nicht? Denn im vergangenen Dezember trat Geers
seine bereits dritte Amtszeit an der Jugendburg an. Nach der Entlassung von Thomas Zielaskowski soll er die Gemener zum Klassenerhalt führen. Wie es darüber hinaus bei der Westfalia weitergeht, hat der Verein Stand Jetzt noch nicht kommuniziert.
TuS Haltern
Nach nur einer Saison ist für Sebastian Amendt schon wieder Schluss beim Westfalenliga-Absteiger. Aus familiären Gründen zieht es in dann zu seinem Heimatverein BW Dingden (Landesliga Niederrhein). Anfang Februar stieg dann aber bereits weißer Rauch über dem See in Haltern auf: Nach zwei Jahren kehrt
Dave Marnold, im vergangenen Oktober bei Bezirksligist SC Reken freigestellt, zur Stauseekampfbahn zurück. Beim TuS war er einst für die A-Jugend zuständig gewesen.
SV Dorsten-Hardt
Obwohl sich die Verantwortlichen in Dorsten-Hardt die bisherige Saison anders vorgestellt haben, verlängerte sie am Ende 2024 den Vertrag mit Übungsleiter Christoph Schlebach. Derzeit muss sich der Tabellendritte der Vorsaison nämlich eher mit dem Abstiegskampf beschäftigen ."Wir vom Vorstand sind der vollen Überzeugung, mit ihm weitermachen zu wollen, und haben sehr schnell eine Einigung gefunden", hielt Dorstens Sportlicher Leiter Jürgen Gertz aber eben
bei der Dorstener Zeitung fest.
Borussia Münster
Aus einem Duo wird ein Trio: Julian Wiederhöft wird Borussia Münster zwar bereits nach einer Saison wieder verlassen, dafür bleibt sein Trainerkollege Janis Kraus dem Verein jedoch erhalten. Und mit
Henrik Wegener sowie Jannick Wischmeier bekommt dann er zweifache Unterstützung. Die beiden B-Lizenz-Inhaber rücken aus der U17 des Vereins in die Erste auf. Wiedenöft, der aus beruflichen Gründen seinen Abschied erklärt hatte, hat derweil schon eine neue Mannschaft gefunden: Ihn zieht es zur Saison 25/26 rüber zum Kanal
zu A-Ligist Saxi Münster.
Werner SC
Beim Werner SC ist gut was los diese Saison. Wegen anhaltender Unruhen im Verein war Sven Pahnreck bereits nach dem sechsten Spieltag zurückgetreten. Daraufhin sprang Lars Müller, der bis 2023 schon einmal Chefcoach in Werne gewesen war, kurzfristig ein. Doch eben nur bis zum Ende der Spielzeit. Das verkündete Müller bereits direkt bei seinem Amtsantritt. Aber nun können die Verantwortlichen des WSC erst einmal wieder durchatmen:
Mit Pascal Harder haben sie vor knapp zwei Wochen Müllers Nachfolger vorgestellt.
TSG Dülmen
Ab dem kommenden Sommer ist Ahmed Ibrahim nicht mehr alleinverantwortlich bei der TSG Dülmen. Wir erinnern uns: Am Ende der vergangenen Spielzeit schmiss Manfred Wölpper die Brocken bei der TSG kurzfristig hin. Ibrahim wechselte daraufhin von A-Ligist DJK Rödder rüber - und kämpft seitdem mit seinem neuen Team um den Klassenerhalt. Nach dieser Saison wird er dann aber
mit Marvin Möllers nicht nur einen Trainerkollegen hinzubekommen, sondern auch eine weitere Option auf dem Platz. Möllers, derzeit noch spielender Coach bei Westfalenligist GW Nottuln, kehrt dann nach zwei Jahren zur TSG zurück.
FC Epe
Mit Niklas Niehuis und Jan Sundermann als Trainerteam war der FC Epe in die Saison gestartet - was sich bereits nach sechs Spieltagen aber erübrigt hatte. Aus sportlichen Gründen - viermal in Folge verloren die Eperaner zuvor - stellte der Verein das Duo im September frei. Als Nachfolger
installierten die Verantwortlichen in der Folge Ralf Cordes, der damals auch bereits schon für die Spielzeit 25/26 seine Zusage gab. Ob er dann ein Landes- oder Bezirksligateam trainieren wird, entscheidet sich in der verbleibenden Rückrunde.
Eintracht Coesfeld
So sieht Vertrauen aus! Obwohl es für Eintracht Coesfeld ergebnistechnisch seit dem Aufstieg noch nicht so richtig löppt, wird der Verein auch über den Sommer hinaus auf
Karsten Erwig und Patrick Koster als Trainerteam setzen. "Wir wissen alle die Situation in dieser anspruchsvollen Liga korrekt einzuschätzen", stellte Coesfelds Sportleiter Hendrik Schlemmer klar. "Die beiden machen im Trainerteam gute Arbeit. Deswegen war es für uns nullkommanull ein Thema, an irgendwelchen Stellschrauben zu drehen."
Vorwärts Wettringen
Eigentlich war es nicht vorstellbar, dass Patrick Wensing jemals Vorwärts Wettringen verlassen würde. Nach acht Jahren an der Seitenlinie wird das für ihn aber bald zur Realität: Zu Beginn der neuen Spielzeit zieht es ihn zum niedersächsischen Landesligisten FC Schüttorf 09. Große Fußstapfen hinterlässt Wensing sicherlich -
in die dann Philipp Hölscher treten soll. Derzeit ist er noch Co-Trainer bei Westfalenligist SuS Neuenkirchen, wollte allerdings künftig irgendwo als Cheftrainer arbeiten. Alleine wird es sich aber nicht um alles kümmern müssen: Dirk Schnermann, derzeit A-Jugendtrainer im Verein, assistiert ihm.





































