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Landesliga 4

Julian Wiedenhöft, sein Trainerkollege Janis Kraus und Borussia Münster befinden sich noch in der Kennenlern-Phase. Die Chemie stimmt aber schon mal. Foto: Greshake

Die DNA soll nicht verändert werden


von Christian Lehmann

(11.07.24) Julian Wiedenhöft befindet sich in den letzten Zügen seines Umzugs. Schon allein deshalb ist er happy, mit Janis Kraus einen gleichberechtigten Trainer an seiner Seite zu haben. Das Duo arbeitet seit Anfang Juli Hand in Hand bei Borussia Münster - und tritt ein ganz schweres Erbe an beim Landesligisten. Vorgänger Henry Hupe, inzwischen als Co-Trainer beim SC Spelle-Venhaus tätig, hat die Truppe gemeinsam mit seinem Assistenten Thomas Klimka in die Landesliga geführt, sensationell den Kreispokalsieg geholt und in der Vorsaison eine Etage höher souverän die Klasse gehalten. 

"Wir befinden uns noch in der Kennenlernphase. Es läuft bisher genau so, wie wir uns das vorgestellt haben", sagt Wiedenhöft. Er und Kraus liegen taktisch weitestgehend auf einer Wellenlänge. Gibt es im Detail doch mal unterschiedliche Meinungen, arbeiten beide gemeinsam an einer Lösung. So soll's sein. Auch die Truppe hinterließ sowohl auf dem Trainingsplatz als auch in den Testspielen einen guten, fitten Eindruck. "Wir haben eine gute Gemeinschaft", freut sich der neue Coach, der zuletzt beim SV Herbern und davor viele Jahre lang beim SC Münster 08 an der Seitenlinie stand.

Kein Tiki-Taka, aber auch kein Hauruck-Stil

Borussia Münster - das versprach in den vergangenen Jahren in der Regel mutigen Offensiv-Fußball, Ballbesitz und einen gepflegten Spielaufbau. Wiedenhöft verspricht, das er und Kraus diese DNA nicht verändern werden: "Die Spielidee wird dieselbe bleiben, wir werden nur Kleinigkeiten anpassen. Wir wollen eine Mannschaft bleiben, die den Ball haben will und laufen lässt. Nach zwei so erfolgreichen Jahren gibt es ja auch gar keinen Grund, alles zu ändern. Wir wollen allerdings etwas variabler und unbequemer sein..." Schon in der Rückrunde der vergangenen Saison hatten die Männer von der Grevingstraße erste Schritte in diese Richtung gemacht - die Herangehensweise ist also nur konsequent - und nötig, findet der neue Coach: "Das gehört mit dazu. Nur mit hinten raus Kombinieren und Hacke, Spitze, eins, zwei, drei wirst Du in der Landesliga keinen Erfolg haben." Während seiner Zeit in Herbern hat Wiedenhöft erlebt, wie "eklig im besten Sinne" Teams wie Dorsten-Hardt, Dülmen, Altenrheine oder Wettringen agieren können. Gegen diese physische Wucht gilt es, Lösungen zu finden, die nicht immer nur den gepflegten Doppelpass oder die präzise Spieleröffnung beinhalten.

In den bisherigen beiden Testspielen bei Ems Westbevern (5:2) und dem Borghorster FC (5:0) lief es vor allem in der Offensive schon richtig ordentlich. Wiedenhöft zeigt sich angetan: "Die Mannschaft hat eine starke Raumaufteilung und ein gutes Fußballverständnis. Das ist eine engagierte Truppe, die Bock hat, Fußball zu spielen. In den nächsten Wochen gilt es, eine gewisse Grundstabilität reinzubekommen, aus der heraus wir agieren können. Die Jungs haben sich jedenfalls gut vorbereitet und sind fit."

Gute Mischung nach Umbruch

Mit Hannes John, Moritz Pauli oder Marco Costa Rocha haben die Borussen Leistungsträger vergangener Jahre verloren, viele junge Spieler - auch aus dem eigenen Stall - sollen nun nachrücken. Einer von ihnen, Gideon Sowah, machte mit zwei Toren in den ersten beiden Partien unter dem neuen Trainergespann schon mal auf sich aufmerksam. Auch Max Troschel, Paul Vincent Sträter und Giovanni Amouzou zeigen gute Ansätze. "Sonst hätten sie ja auch nicht sofort den Sprung geschafft", betont Wiedenhöft. Einen wohl noch größeren Impact hatte allerdings Routinier Josse Gerick, der direkt vorneweg ging und die jungen Wilden auch mal bremste, wenn sie mit dem Kopf durch die Wand wollten. "Er ist mit seiner Erfahrung ein ganz wichtiger Mann", sagt der Coach. Der Neuzugang von GW Nottuln hat sich nun allerdings erstmal in den wohlverdienten Urlaub verabschiedet. "Wir haben eine sehr junge Mannschaft, aber auch ein paar erfahrene Spieler dabei - und ein paar, die jetzt schon ein paar Jahre auf einem guten Niveau gespielt haben. Ich glaube, das ist eine gute Mischung."

In der Landesliga erwartet Wiedenhöft ein Hauen und Stechen um die Plätze. Mit den drei Absteigern aus der Westfalenliga und zwei Aufsteigern aus der Bezirksliga wird sich die Staffel 4 künftig aus 17 Teams zusammen setzen. "Das wird eine hochattraktive, spannende Liga, in der es für uns viele Spiele auf Augenhöhe geben wird." Auf einen klaren Auf- oder Abstiegskandidaten kann der Übungsleiter noch nicht festlegen. Fest steht aber: Die Borussen wollen sich erneut in diesem Haifischbecken behaupten - ohne dabei allerdings die eigene DNA zu verlieren.



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Cher. Laggenbeck 16    58:20 44  
2    Legden 17    43:10 43  
3    TuS Laer 16    55:14 42  
4    Kinderhaus II 16    54:11 40  
5    SV Bösensell 16    43:23 40  

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