Landesliga 4
Trainerduo war nullkommanull Thema
von Malte Greshake
(27.01.25) Nein, ergebnistechnisch lief es bei Eintracht Coesfeld nach dem Aufstieg im vergangenen Sommer nicht nicht rund. Jede Woche abgeschlachtet wird die Truppe von Patrick Koster und Karsten Erwig nicht, keineswegs. Noch zu selten schafften es die Coesfelder allerdings, enge Spiele für sich zu entscheiden. Die berühmten Nuancen haben in der Hinserie noch den Unterschied gemacht. So überwintert Coesfeld momentan als Schlusslicht in der Tabelle. Sein Trainerteam stellte der Aufsteiger deswegen aber nicht in Frage. Eher im Gegenteil. Und somit werden Koster und Erwig auch in der Saison 2025/26 das Szepter bei der Eintracht schwingen.
"Wir wissen alle die Situation in dieser anspruchsvollen Liga korrekt einzuschätzen", sagt nämlich Coesfelds Sportleiter Hendrik Schlemmer. "Die beiden machen im Trainerteam gute Arbeit. Deswegen war es für uns nullkommanull ein Thema, an irgendwelchen Stellschrauben zu drehen." Vor allem mit der Weiterentwicklung der jungen Spieler sei der Verein bestens zufrieden. "Für uns ist alles gerade in der Landesliga noch ein Lerneffekt. Mit ein bisschen mehr Erfahrung hätten wir bestimmt noch mehr Punkte geholt", so Schlemmer. "Gleichzeitig wollen wir es auch genießen. Deswegen sind wir froh, dass wir mit Patrick und Karsten weitermachen können - und die beiden es auch wollten."
Nur bei Koster hätte es zwischenzeitlich aus beruflichen Gründen ein paar Fragezeichen gegeben. Die haben sich - offensichtlicherweise - mittlerweile in Luft aufgelöst. So haben sich der Verein und sein Trainerteam vor dem kommenden Re-Start in die Rückrunde zudem klar positioniert, betont der Sportliche Leiter. "Die Mannschaft soll auch weiterhin keinen Druck verspüren", verspricht Schlemmer.
In guten wie schlechten Zeiten
Zumindest von Erwig haben wir auch noch eine Stimme zur Verlängerung eingefangen. Koster scheint hingegen an diesem Montag ein zu beschäftigter Mann zu sein. Nichts für ungut, Grüße gehen raus. "Die Verlängerung war nochmal ein Zeichen dafür, dass wir in guten, aber auch in schlechteren Zeiten zusammenstehen", hält Erwig fest. "Momentan sieht es sehr herausfordernd aus. Im Gegensatz zu anderen Vereinen in der Liga arbeiten wir jedoch auch mit einem anderen Etat und agieren fast nur mit Coesfelder Spielern." Vor diesem Hintergrund bereiten sich die Coesfelder deshalb gerade noch akribischer auf die Rückrunde vor.
Warum die Coesfelder erst elf Punkte auf dem Konto haben, wäre auf unterschiedliche Gründe zurückzuführen. "Das ist eine Mischung aus mehreren Dingen", meint Erwig. "Verletzungen von Leistungsträger kann man zum Beispiel nicht beeinflussen. Gerade deswegen sind wir nicht richtig in die Aufstiegseuphorie reingekommen." Teils fehlte dann noch in engen Partie die Kaltschnäuzigkeit vorm gegnerischen Tor. Teils wäre die Qualität der Gegner laut Erwig wahnsinnig hoch. "Es gibt somit nicht den einen Grund", sagt er. "Wir hatten in der Hinrunde aber Zeit uns zu akklimatisieren und haben die richtigen Schlüsse daraus gezogen."
Borgert ist zurück und trifft auch schon wieder
In personeller Hinsicht sieht es zudem wieder besser aus. Torgarant Marius Borgert ist nach längerer Pause wieder fit und hat beim zurückliegenden 4:1-Testspielsieg gegen den SV Heek auch schon eine Bude erzielt. Auch Luca Rensing hat sich mittlerweile wieder zurückgemeldet. Nur auf Tim Herbstmann werden die Coesfelder länger verzichten müssen: Er hat sich im Training einen Kreuzbandriss zugezogen. "Abgesehen davon ist die Kadersituation besser", berichtet Erwig. "Und jeder blickt scharf auf die Aufgabe, die vor uns steht." Bereits am 2. Januar hatten die Coesfelder mit dem Training begonnen. In nun knapp zwei Wochen wartet dann der TuS Haltern. "Wir wollen dann der Vorbereitung direkt einen guten Auftakt folgen lassen", so Erwig.
Zum Schluss stellt sich nur noch die Frage danach, mit was für einem Kader die Coesfelder in der neuen Spielzeit planen dürfen. "Stand jetzt bleiben alle an Bord", berichtet Schlemmer. "Auch wenn bei dem einen oder anderen älteren Spieler nicht alles in Stein gemeißelt ist und sich noch etwas andern kann." Gleichzeitig halten die Coesfelder auch noch die Augen nach etwaiger externer Verstärkung auf. Etwas Spruchreifes zu verkünden gibt es aber noch nicht. "Solche Spieler müssen schließlich ins Gefüge passen und sich mit Coesfeld identifizieren", so Schlemmer abschließend.




































