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Landesliga 4

Marc Wiethölter zeigt es an: Er ist aktuell im fünften Jahr in Altenrheine tätig. Ein sechstes kommt nicht mehr hinzu. Foto: Greshake

Nach fünf Jahren ist es auch mal gut gewesen


von Fabian Renger

(17.10.24) Am Wochenende ist Kirmes in Rheine. Auch der SC Altenrheine wird sich am Freitagabend auf dem Rummel herum treiben. Marc Wiethölter könnte ein vielgefragter Mann sein. Schließlich geht der 47-jährige Cheftrainer ab sofort auf seine Abschiedstournee am Schürweg. Nach dann fünf Jahren räumt er im Sommer seinen Stuhl. "Ich bin der Meinung, dass es gut gewesen ist", sagt er am Donnerstagvormittag und stellt direkt mal was klar: "Die Entscheidung hat Null Komma Null sportliche Gründe."

Auf diesen Trichter hätte man ja beim Saisonverlauf kommen können. Zehn Punkte nach neun Spielen und Platz zehn, bislang verlief die Spielzeit nicht nach den Vorstellungen des SCA. Wobei er zuletzt ja die Kurve gekratzt hat. Die beiden vergangenen Heimspiele wurden zu Null gewonnen, die Mannschaft zog ins Pokal-Viertelfinale ein. Es geht wieder in die richtige Richtung. Wiethölters Entschluss steht allerdings schon länger fest. Bereits vor rund einem Monat vorm Heimspiel gegen den SV Dorsten-Hardt informierte der Coach die SCA-Verantwortlichen um Sportleiter André Wiesch. Die Mannschaft wurde am Dienstagabend beim Training in Kenntnis gesetzt.

Zeit für einen neuen Input - und genug Zeit für den Nachfolger

Wiethölter ist kein Mann, der lange herum eiert. Deswegen überrascht der verhältnismäßig frühe Zeitpunkt irgendwie nicht. Das war ihm auch wichtig. "Die Entscheidung habe ich auch dahingehend getroffen, weil viele der Jungs bislang nur mich als Seniorentrainer hatten. Ich glaube, dass es für den einen oder anderen wichtig ist, dass er mal neuen Input oder eine neue Ansprache bekommt", sagt der Trainer. "Ich weiß auch, dass ein paar Spieler durchaus ein paar Jahre auf dem Buckel haben, viele Jahre mit mir zusammenarbeiten und überlegen, im Sommer kürzerzutreten oder aufzuhören. Ich möchte meinem Nachfolger rechtzeitig viel Zeit geben, diese Jungs anzuzünden, doch noch weiterzumachen." Oktober ist rechzeitig, November oder Dezember wäre womöglich zu spät.

Wiethölter kam zur Saison 2020/21. Der SCA hatte gerade eine abgebrochene Corona-Saison hinter sich. Auch die erste Spielzeit unter ihm endete abrupt. In den drei vollständigen Spieljahren stehen in der Landesliga die Plätze elf, drei und sechs zu Buche. "Ich habe eine gute Mannschaft von Daniel Apke vorgefunden, danach haben wir im Großen und Ganzen alle zusammen einen ordentlichen Job erledigt", findet der Übungsleiter. Das Pokalfinale erreichte der SCA auch einmal unter seiner Führung.  Schlechter gemacht hat Wiethölter die Truppe jedenfalls nicht. Darauf schauen wir dann aber mal im Sommer zurück.

Wiethölter: "Da ist ein bisschen was gewachsen"

Für den Rest der Saison gibt's noch ein paar Ziele. Sich unten rauskämpfen, nicht um den Abstieg mitspielen und etwas in der Tabelle klettern. Das Pokalfinale steht logischerweise auch noch auf dem Zettel, da muss mit Germania Hauenhorst jedoch im Viertelfinale im November noch ein Brett gebohrt werden. Vielleicht kann der SCA unter Wiethölter auch noch die Krone des Hallen-Stadtmeisters erringen. "Wichtig war, dass die Personalie jetzt geklärt ist", streicht der scheidende Coach hervor. Zeit, sich von nun an wieder aufs Wesentliche zu beschränken. Klassiker-Frage, die wir stellen müssen: Wie geht's für ihn weiter? Sabbatjahr? "Muss ich nicht haben, kann man haben, ich bin für alle Seiten offen."

Bis dahin geht aber noch etwas Zeit ins Land. "Ich hoffe, dass wir es jetzt sauber zu Ende bringen. Der Entschluss fällt mir nicht leicht. Da ist ein bisschen was gewachsen, nicht nur mit der Mannschaft, sondern auch mit dem Staff und dem ganzen Umfeld. So eine Zeit geht nicht emotionslos an einem vorüber, es ist aber auch noch nicht vorbei", betont Wiethölter noch.

Nachfolge ist noch nicht geklärt, Gespräche laufen

"Da hätte ich mir durchaus was anderes vorstellen können. Wir akzeptieren die Entscheidung von Marc natürlich. Wir sind ihm dankbar, dass er uns das frühzeitig mitgeteilt hat", sagt unterdessen André Wiesch. Den sportlichen Leiter erreichen wir am Donnerstagnachmittag. Die ersten sehr guten Gespräche mit potenziellen Nachfolgern seien angelaufen, verrät er. Vollzug solle in den nächsten Woche vermeldet werden. Namen verrät er logischerweise nicht. Dann fragen wir doch einfach mal dreist: Wie wäre es mit etwa mit Wiethölters aktuellem Co-Trainer Guido Göcke? "Das liegt natürlich nahe", so Wiesch. "Wir sprechen natürlich mit unserem derzeitigen Staff als erstes. Das sind unsere ersten Ansprechpartner. Aber es muss natürlich von beiden Seiten passen und gewollt sein."

Eine Deadline für die Trainersuche gibt's. Die Hoffnung des Funktionärs: Anfang November spätestens den Staff stehen zu haben. "Wichtig ist es für uns, jemanden zu finden, der ins Altenrheiner Profil passt." So so. Altenrheiner Profil? Was wäre das bitte? Hätten wir eine Chance?"Unbedingt muss er authentisch sein, ehrgeizig, für uns ist es aber auch wichtig, nach dem Training oder Spiel gemeinsam ein Bier trinken zu können. Der Spaß darf nie zu kurz kommen. Aber natürlich auch die fußballerische Klasse. Unser Weg ist es, junge Spieler weiter zu bringen. Das muss gegeben sein. Dazu gehört die Kommunikation innerhalb des Vereins. Ist nicht immer einfach, jemanden zu finden."

Über Wiethölter kann Wiesch indes nur Positives berichten. "Ich durfte ihn ja - Gott sei Dank - selbst als Spieler noch miterleben. Marc hat super Arbeit geleistet und leistet sie immer noch. Er ist sehr hoch angesehen im Verein und beim Publikum, das zeigen auch die letzten fünf Jahre. Es ist immer schade, wenn so jemand sagt, dass es gut gewesen ist."



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