Landesliga 4
Möllers kehrt zur TSG Dülmen zurück
von Malte Greshake
(09.12.24) Ein kniffliges halbes Jahr liegt hinter der TSG Dülmen. Nachdem Manfred Wölpper zum Ende der Vorsaison die Brocken kurzfristig hingeschmissen hatte, installierte der Landesligist zur neuen Spielzeit Ahmed Ibrahim als Chefcoach. Ergebnistechnisch läuft es für das einstige Spitzenteam seitdem eher bescheiden. Kurz vor der Winterpause schafften es die Dülmener immerhin, die Abstiegsplätze zu verlassen. Dass sich Trainer und Team noch in einem Findungsprozess befinden, ist den Vereinsverantwortlichen aber wohl bekannt. Weswegen die TSG mit Ibrahim auch in die kommende Spielzeit geht. Das ist aber nicht alles: Mit Marvin Möllers wird ihm dann ein gleichberechtigter Trainerkollege zur Seite gestellt.
Nach zwei Jahren kehrt Möllers also zu seinem Heimatverein zurück. Als spielenden Co-Trainer unter Wölpper feierte der 31-Jährige, der in der Vergangenheit auch schon für die SpVgg Vreden gekickt hat, mit der TSG in der Saison 2021/22 den Aufstieg in die Landesliga. Zwei Spielzeiten später wechselte er zu Westfalenligist GW Nottuln, wo er mittlerweile zusammen mit Darius Schwering das verantwortliche Trainerteam bildet. Und dieses Konstrukt - mit einem Spielertrainer und einem Coach an der Seitenlinie - führen die Dülmener nun auch wieder bei der eigenen Ersten ein.
"Zwei TSGer mit super Qualität, Ehrgeiz und Sachverstand"
"Wir werden die Abteilung weiter zukunftsfähig aufstellen, da sind so fußballverrückte Enthusiasten wie Marvin ein absoluter Gewinn", sagt TSG-Sportleiter Philipp Schulte. "Er kennt den Verein und die Spieler, kennt Stärken und Schwächen. Daher haben wir in den vergangenen drei Wochen sehr viele und vor allem vertrauensvolle Gespräche geführt. Es ging sehr viel um die Ausrichtung und Struktur in der Fußballabteilung und um den Austausch von Ideen zur weiteren Entwicklung." In Gesprächen, in die natürlich auch Ibrahim involviert war, hätten sich viele deckungsgleiche Ansichten offenbart. "Die weiteren Gespräche bestätigten die Eindrücke nur umso mehr", fügt Schulte hinzu. "Mit Marvin und Ahmed haben wir zwei TSGer mit super Qualität, Ehrgeiz und Sachverstand auf der Kommandobrücke."
Die Power, die die die beiden Coaches reinbringen würden, wäre ansteckend für den Sportlichen Leiter. "Wir alle wissen, dass Arbeit ansteht, um gemeinsam mit der Jugendabteilung zu planen und für eine erfolgreiche Zukunft uns gemeinsam weiterzuentwickeln", so Schulte. "Da haben wir aber alle riesige Lust drauf. Seit einer Woche sind wir zu dritt in die weiteren Planungen für den Kader eingestiegen, die Ahmed und ich seit Anfang Oktober schon vorangetrieben haben. Auch in diesen Gesprächen merkt man den "Ruck", den die beiden auslösen."
Zwölf ligenunabhängige Zusagen aus dem aktuellen Kader hätte das Trio bereits gesammelt. "Wir wollen uns zu Weihnachten einen Kader unter den Weihnachtsbaum legen, der gegebenenfalls noch auf der ein oder anderen Position im neuen Jahr angepasst wird, aber im großen Teil steht", erläutert Schulte abschließend. "Dabei geht der Blick auf Spieler, die Bock auf die Spielphilosophie von Marvin und Ahmed haben, und sich da rein entwickeln werden und von uns auch die nötige Zeit bekommen."
Veränderungen bei der TSG seien für Möllers entscheidend gewesen
Für Möllers sei die Entscheidung, Nottuln zu verlassen, sehr schwer gefallen. Die Zusammenarbeit mit Schwering, GW-Teamleiter Dirk Nottebaum und der Mannschaft sei immer vertrauensvoll gewesen. "Ich habe aber natürlich auch immer TSG weiterhin verfolgt und war auch mit dem ein oder anderen Spieler immer wieder im Austausch, weil ich natürlich auch in den drei Jahren sehr viel Arbeit reingesteckt hatte und die Mannschaft immer in allen Bereichen abgeliefert hat", erklärt Möllers in einer Stellungnahme.
Weil er sich bei der TSG damals eine andere andere Aufgaben- und Rollenverteilung innerhalb des Trainerteams vorgestellt hatte und den nächsten Entwicklungsschritt in seiner Trainerlaufbahn gehen wollte, entschied er sich, die Herausforderung in Nottuln anzunehmen. In den letzten Wochen und Monaten hätte sich aber bei der TSG einiges geändert, sodass er offen für neue Gespräche gewesen wäre. Die wären dann für Möllers sehr fruchtbar verlaufen.
"Die Rollen- und Aufgabenverteilung sind klar zwischen uns verteilt und jeder weiß um seine Verantwortungsbereiche", führt er aus aus. "Wir wollen weg von der Kurzfristigkeit und hin zu etwas Langlebigen, wo wir uns aber auch nicht vor Erfolgen wehren. Primäres Ziel ist jetzt erstmal der Klassenerhalt in dieser Saison. Danach wollen wir den Verein noch besser strukturieren, einen engeren Austausch zwischen Jugend- und Seniorenabteilung aktiv gestalten und uns mit einer offensiven Spielphilosophie (hoffentlich) in der Landesliga etablieren." Zudem passe dieser Schritt mit seinem privaten Leben und Plänen sehr gut zusammen.
"Bis dahin gilt voller Fokus auf Nottuln, da ich mir auch da noch einiges vorgenommen habe für die Rückrunde", sagt Möllers abschließend. Und darüber, wie es beim Westfalenligisten im kommenden Sommer weitergeht, klären wir euch natürlich auch in Kürze auf.




































