Landesliga 4
"Es gibt keinen Grund, etwas anderes zu machen"
von Malte Greshake
(13.01.25) Wenn es in den vergangenen Jahren eine einfache Trainerpersonalie zu vermelden gab, dann war es wohl die des VfL Senden. Seit 2020 ist Rabah Abed dort Chefcoach. Fünf Jahre lang davor war er bekanntlich auch schon als Stürmer beim Landesligisten tätig. Und genauso wie bei seiner vorherigen Vertragsverlängerung unterschrieb Abed erneut für gleich zwei weitere Jahre. Zudem bleiben dem VfL auch sein Co-Trainer Hendrik Heubrock und Torwarttrainer Christian Balke erhalten.
"Rabah leistet einfach gute Arbeit", sagt VfL-Sportleiter Taylan Berik zum Thema. "Wir sind froh über die Entwicklung, die die Mannschaft genommen hat. Dazu hat aber auch das ganze Trainerteam beigetragen. Das darf man nicht vergessen." Besonders die Balance im Trainerteam stimme. "Hendrik ist eher der Ruhepol, der die Spieler und den Verein kennt. Er geht sachlicher an die Dinge ran", berichtet Berik. "Rabah ist eher wie ein Vulkan unterwegs. Das brauchen wir aber auch. Und Christian bringt dazu auch noch seine eigenen Kompetenzen ein." Zudem machen er und die Sendener Verantwortlichen den Erfolg nicht an irgendeiner Platzierung fest. "Es geht darum, wir einen guten Fußball zeigen", so Berik. "Das ist und bleibt Rabahs Vorgabe."
"Ich habe viele Freiheiten"
Ermüdungserscheinungen stellen sich bei Abed nach der langen Zeit in Senden noch längst nicht ein. "So lange es Spaß macht, alle Seiten sich einig sind und auch die Mannschaft intakt ist, gibt es keinen Grund, etwas anderes zu machen", hält er fest. "Ich habe viele Freiheiten. Auch haben wir uns eine junge Mannschaft aufgebaut, die den Fußball so interpretiert, wie wir uns ihn vorstellen. Natürlich klappt das mal besser und mal weniger. Die Rückschläge stärken uns allerdings auch."
Und Abeds Worte könnten nicht besser zu bisherigen Saison der Sendener passen. Zu Beginn lief es beim VfL schließlich gar nicht. Nach vier Spieltagen hatten Abed und seine Jungs erst drei Punkte auf dem Konto. "Das hatte seine Gründe", so Abed. "Viele langzeitverletzte Leistungsträger und Urlauber haben seinen Teil dazu beigetragen. Wir haben uns aber von der Art und Weise und ergebnistechnisch gefangen." Im Anschluss - und vor allem nach eingehenden Analysen - legten die Sendener eine starke Serie hin. Mit 29 Punkten, Platz fünf und elf Punkten Rückstand ist in dieser Spielzeit noch alles drin. Vielleicht eben auch nach ganz oben.
Schließlich strebte Abed immer als Spieler und nun eben auch als Trainer das Maximum an. "Wir sehen uns schon in der Lage, weiter nach vorne zu schnuppern", erklärt er. "Ob es diese Saison schon für ganz oben reicht, wird man sehen. In der kommenden Saison werden wir jedoch auch eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen und die ersten Plätze im Visier haben." Und der Großteil der Mannschaft habe eben auch schon für die nächste Spielzeit zugesagt. "15 Zusagen haben wir schon gesammelt", fügt Berik abschließend hinzu. "Ein paar Fragezeichen sind noch da. Aber wir sind froh, dass alles bisher so reibunglos ging. Nun tätigen wir auch noch die letzten Gespräche."








































