Landesliga 4
"Ausbildungsverein" holt sechs Neue
von Christian Lehmann
(28.01.25) Die Ibbenbürener SpVgg war fleißig in den vergangenen Wochen. Dass Nikolai Biemann von Eintracht Mettingen den Landesligisten im Sommer verstärkt, darüber hatten wir bereits berichtet. Nun stellte der Klub weitere fünf neue Gesichter vor, die zur neuen Saison den Kader der ersten Mannschaft aufwerten sollen. Dabei steht vor allem der Ausbildungsgedanke im Vordergrund: Keiner der fünf weiteren Neuzugänge ist deutlich über 25 Jahre alt, keiner von ihnen verfügt bisher über Landesliga-Erfahrung - hochspannend sind die Personalien trotzdem.
"Wir sind absolut überzeugt davon, dass die Jungs, die wir geholt haben, die Qualität mitbringen, um sich in der Landesliga durchzusetzen", betont Kevin Gütt, der in der kommenden Saison den Cheftrainerposten übernehmen wird. "Wir haben aber nicht die finanziellen Mittel wie andere Vereine in der Landesliga, deshalb müssen wir junge, entwicklungsfähige Spieler holen und zu Landesliga-Spielern entwickeln. Wir sind brutal stolz darauf, wie die Mannschaft sich entwickelt hat - genau diesen Weg wollen wir weitergehen."
Maximilian Warkentin (Schwarz-Weiß Lienen): Der Offensivmann hat in der Hinrunde für richtig Bambule gesorgt und mit 22 erzielten Treffern großen Anteil daran, dass der Tabellendritte die mit Abstand beste Offensive der Liga stellt. "Er war schon bei uns im Training und hat einen richtig guten Eindruck hinterlassen", sagt Gütt. "Man konnte nicht erkennen, dass der Junge eigentlich in der Kreisliga B spielt." Warkentin ist in der Offensive flexibel einsetzbar, kann auf beiden Flügeln, als einzige Neun oder in einem Doppelsturm spielen. Gütt schätzt die gute Dynamik, Antrittsschnelligkeit und Abschlussstärke des Linksfußes, der aber auch mit dem "Schwachen" einen ordentlichen Wumms hat. "Mit seiner Kaltschnäuzigkeit kann er eine echte Waffe sein."
Levin Schüler (Preußen Lengerich): Trotz seiner jungen Jahren ist der Mittelfeldspieler bereits Stammspieler in der A-Liga. Kam für Preußens Erste in der Hinserie 13 mal zum Einsatz (ein Tor). "Er ist mir persönlich bei einigen Hallenturnieren sehr positiv aufgefallen. Ein sehr guter Techniker, der immer den Ball haben will." Schüler kann im zentralen Bereich von der Sechs über die Acht bis hin zur Zehnerposition alle Positionen bekleiden, seinem künftigen Coach gefällt vor allem die Flexibilität. "Er ist sehr spielintelligent und hat eine gute Vororientierung, er kann dadurch Pressing-Situationen immer wieder gut auflösen."
Berkant Samanci (TGK Tecklenburg): Ein Rückkehrer. Samanci kickte schon von der U13 bis zur U19 am Sportzentrum Ost, ging dann aber zunächst den Schritt zurück nach Tecklenburg, wo er auch wohnt. "Beko ist ein echter Straßenzocker, der uns vor allem im Halbraum sehr viel geben kann. Er hat eine richtig gute Technik und ist sehr stark im Übergangsspiel." Bei den Kobbos zählte der quirlige Offensivspieler mit der Nummer 99 vor allem in der vergangenen Saison zu den Leistungsträgern.
Kamil Roguski (eigene U19): Der talentierte Nachwuchsspieler trainierte bereits in der Hinserie regelmäßig bei der Ersten mit, erzielte in der U19-Qualirunde zwei Treffer für die U19. "Er braucht sicherlich noch ein bisschen Zeit, aber wir wollen ihm die Entwicklungsmöglichkeiten geben", sagt Gütt über den offensiven Flügelspieler. "Er ist super schnell und lernwillig. Wir trauen ihm den Sprung zu, aber es geht nur über Spielzeit. Womöglich wird er auch ein paar Spiele in der Zweiten machen."
Tom Rüther (eigene 3. Mannschaft): Von der C-Liga in die Landesliga - der großgewachsene Torhüter macht von allen Neuen wohl den größten Schritt. Wobei: Er hat ihn schon gemacht. In der vergangenen Saison stand er bereits beim Spiel gegen SuS Neuenkirchen im Kasten, im jüngsten Testspiel der Wintervorbereitung ebenso. Dass er zum Sommer fest hochgezogen wird, hängt auch mit den Planungen von Sven Hübner zusammen, der dem Verein mitgeteilt hat, dass er in der kommenden Saison eine neue Herausforderung sucht. "Tom macht sich richtig gut. Ein toller Typ, der einer Mannschaft viel geben kann", sagt Gütt über den Schlussmann der sich künftig mit Jason Breulmann um den Platz zwischen den Pfosten duellieren soll. "Natürlich muss er einen Riesenschritt machen - aber wir trauen ihm das zu. Für die Torwartposition war das unsere Wunschlösung", so Gütt.
Aktuell haben die Verantwortlichen bereits 21 feste Zusagen für die kommende Spielzeit vorliegen, der Großteil der Leistungsträger wie etwa auch Maxi Pelle hat bereits einen Verbleib angekündigt. "Wir haben noch einige Gespräche offen. Es kann sein, dass sich noch einiges tut - so oder so sind wir mit dem Kader aber richtig gut zufrieden", betont Gütt.
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