Wettringen trotzt in Dülmen zwei Rückständen
Von Malte Greshake
(13.10.24) Bei drei Niederlagen in Folge musste Vorwärts Wettringen zuletzt ordentlich Schläge in die Magengrube einstecken. Im Auswärtsspiel bei der TSG Dülmen schafft es die Truppe von Patrick Wensing aber nun, sich wieder zu wehren - und trotzte am Ende sogar gleich zwei Rückständen. Nach dem 4:2 (2:2)-Sieg hielt das Schlusslicht im Tabellenkeller nicht nur den Anschluss, sondern rückte sogar bis auf einen Punkt an die Dülmener heran.
"Ein hochverdienter Sieg", meinte ein erleichterter Wensing nach dem Abpfiff. "Obwohl es direkt wieder unglücklich losging." In der Anfangsphase fingen sich die Wettringer nämlich direkt eine Kirsche. Die Dülmener kombinierten sich ohne Gegenwehr vor des Gegners Tor und Yannick Dresemanns Schuss schlug abgefälscht im Netz ein (17.). Nur: An diesem Tag hatte Vorwärts immer die passende Antwort parat. Wenig später war es Jens Schnermann, der nach einer Passstafette über Torsten Fiefhaus und Noah Schilling zum Abschluss kam. Er drückte die Murmel zum Ausgleich über die Linie (29.).
Für Ruhe sorgte das auf Seiten der Gäste allerdings nicht. Nach einem Ballverlust ließen sich Wensings Jungs sogar eiskalt auskontern. Alexander Kock brachte die Hausherren nach Schnittstellenpass von Kai Zalewski wieder in Front (38.). Für kurze Zeit zumindest. Noch vor der Halbzeit leisteten die Dülmener Schilling nur Geleitschutz. Sein Schuss aus 16 Metern schlug zum 2:2-Pausenstand ein (44.). "Das war mustergültig für unsere Situation", haderte TSG-Coach Ahmed Ibrahim. "Drei, vier Spieler von uns werden zu einfach umspielt. Das geht zu einfach."
Dülmen bleibt instabil
Zum Leidwesen des Dülmener Trainers fand seine Truppe nach dem Seitenwechsel auch nicht wirklich Zugriff. Und im Gegensatz zur ersten Hälfte entwickelten die Gastgeber nach vorne hin kaum noch Gefahr. Und ein Doppelschlag zog der TSG schließlich den Zahn aus der Backe: Erst schlug Nils Bußmann bei einem Eckball zu und drehte für Wettringen das Spiel (71.), ehe Schnermann im Anschluss sogar auf 4:2 stellte (73.). In den Schlussminuten brachten die Wettringer den Vorsprung dann konzentriert ins Ziel. "Und nur so kann es gehen", kommentierte Wensing noch. "Das war ein guter Sonntag."
Ibrahim seinerseits musste mit seinem Team den nächsten Rückschlag verdauen. "Bei uns greifen die Rädchen noch nicht ineinander. Damit sind die Automatismen oder auch der Rhythmus gemeint. Um in der ausgeglichenen Liga etwas zu holen, muss vieles passen. Wir müssen das jetzt aufarbeiten und zusehen, dass wir den Kampf annehmen."
TSG Dülmen - Vorwärts Wettringen 2:4 (2:2)
1:0 Dresemann (17.), 1:1 Schnermann (29.),
2:1 Kock (38.), 2:2 Schilling (44.),
2:3 Bußmann (71.), 2:4 Schnermann (73.)




































