Vier Tore in acht Minuten: Coesfeld schockt Altenrheine
Von Malte Greshake
(20.10.24) Junge. Was war da bitte in der zweiten Halbzeit passiert? Zur Pause hatte der SC Altenrheine im Auswärtsspiel bei Eintracht Coesfeld noch knapp mit 1:0 geführt. Verdientermaßen nach einem bis dahin kontrollierten Auftritt. Aber: Nach dem Wiederanpfiff ging bei den Gästen auf einmal gar nichts mehr. Null, nada, niente, nichts. Und die Coesfelder nutzten das mit ihrer ganzen Wucht aus: Innerhalb von acht Minuten nahmen die Hausherren die Altenrheiner hops. Beim 4:1 (0:1)-Sieg war vor allem Coesfelds Aaron Schölling der Matchwinner.
"Das ist für mich nicht zu erklären", meinte ein bedienter SCA-Coach Marc Wiethölter hinterher. "Wir haben nach der Pause alles vermissen lassen, was man braucht, um das nach Hause zu holen. Wir haben viele falsche Entscheidungen getroffen. Coesfeld hat sich dann natürlich in einen Flow gespielt." Und Schölling brachte den Stein für die Hausherren ins Rollen: Eine Ecke von ihm flog in der 67. Minute an Freund und Feind vorbei, um im Gästekasten einzuschlagen. Damit nahm das Unheil für Altenrheine seinen Lauf.
Nur kurze Zeit später drang Maximilian Funkner in den SCA-Sechzehner ein. Dort brachte ihn Yannick Langner elfmeterwürdig zu Fall. Strafstoß-Spezialist Schölling schnappte sich die Murmel und drehte für Coesfeld das Spiel (69.). Aber es sollte noch dicker für die Gäste kommen. Auch aus dem Spiel heraus klappte es für die Hausherren nämlich nun. Eine Schölling-Flanke landete bei Philip Schink, der sich bei seinem Comeback nach einer Verletzung mit einem Treffer belohnte (73.).
Erwig: "Man hat wieder gesehen, was uns ausmacht"
Und quasi direkt nach Wiederanpfiff tauchte erneut Funkner vorm Tor der Altenrheiner auf. Wieder wurde er von Langner gefoult. Schölling ließ sich somit nicht zweimal bitten und erzielte per Elfmeter die Entscheidung (75.). "Die Leistungssteigerung nach der Halbzeit war natürlich enorm", resümierte Eintracht-Trainer Karsten Erwig. "Aber man hat wieder gesehen, was uns ausmacht. Trotz des Nackenschlags in der ersten Halbzeit sind wir zurückgekommen. Und dabei haben alle mitgeholfen - selbst die Zuschauer."
Zwar hatte Jonas Warmes in Durchgang eins eine richtig gute Gelegenheit liegen gelassen und nur den Pfosten getroffen (20.). Ansonsten waren die Gäste jedoch spielbestimmend gewesen. Ohne sich aber allzu viele dicke Chancen herauszuspielen. Bis Arne Üffing schließlich bei einer Ecke per Kopf zur Stelle war (28.). "Deswegen hat sich das alles nach der ersten Halbzeit auch nicht angedeutet", meinte Wiethölter noch. "Nach dem ersten Gegentor haben wir uns allerdings ein wenig ergeben und es ist alles zusammengebrochen. Auch wenn wir nach den guten Leistung zuletzt nicht alles schlechtreden wollen, sind das Punkte, die du holen musst. In der zweiten Halbzeit war es aber definitiv zu wenig."
Eintracht Coesfeld - SC Altenrheine 4:1 (0:1)
0:1 Üffing (28.), 1:1 Schölling (67.),
2:1 Schölling (69./FE), 3:1 Schink (73.),
4:1 Schölling (75./FE)



































