Epe fehlt weiterhin das letzte Quäntchen
Von Malte Greshake
(01.12.24) Es bleibt dabei: In Sachen Moral kann man den Jungs vom FC Epe in dieser Saison keinen Vorwurf machen. "Wir müssen allerdings immer einen Riesenaufwand betreiben, um überhaupt einen Punkt zu holen", meinte Epe-Coach Ralf Cordes nach dem 2:2 (0:1)-Unentschieden gegen Borussia Münster. "Wir münzen unsere Vielzahl an Chancen derzeit einfach nicht in Tore um. Im Jahr 2024 hat uns einfach das letzten Quäntchen gefehlt." Damit schafften es er und sein Team nicht, im dritten Spiel in Folge und eben auch im letzten Versuch vor der Winterpause einen Sieg einzufahren.
Wie Effektivität funktioniert, machten an diesem Tag nämlich die Gäste aus Münster vor. Bereits früh in der verlängerte Josse Gerick eine Flanke von Mats Klose auf Mathis Schrick, der die Borussia in Führung brachte (8.). "Danach geben wir das Spiel aber leider aus der Hand und verlieren den Zugriff", berichtete Gästetrainer Julian Wiedenhöft. "Die Eperaner haben es mit ihren tiefen Bällen aber richtig gut gemacht." Borussia-Keeper Philipp Oluts sorgte allerdings mit mehreren starken Parade dafür, dass hinten weiter die Null stand. Sogar per Strafstoß war an ihm kein vorbeikommen. Kamaljit Singh scheiterte noch vor der Pause am bestens aufgelegten Oluts.
Münster rettet's ins Ziel
Auch nach dem Seitenwechsel kreierten die Hausherren beste Einschussmöglichkeiten. Weiter war aber an Oluts kein Vorbeikommen. Und was passierte stattdessen auf der anderen Seite? Richtig. Die Borussen legten ihrerseits einen Treffer nach. Aus rund 23 Metern schweißte Max Nordiek die Murmel in den Knick (54.). Ein Wahnsinnstreffer. "Der jedoch gegen den Trend fiel", gab Wiedenhöft zu. "Epe war in dieser Phase drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen."
Der zweite Gegentreffer hatte die Gastgeber aber nun wachgerüttelt. Nach einem Handspiel eines Münsteraners im eigenen Sechzehner zeigte Schiedsrichter Maik Echelmeyer wieder auf den Elfmeterpunkt. Diesmal nahm sich Amandip Singh der Sache an und erzielte den Anschlusstreffer (58.). Aber: Ein richtiger Dosenöffner war das für die Eperaner trotzdem nicht. Auch danach verballerten Cordes' Jungs einige Chancen. "Ich habe die auf meinem Zettel gar nicht mehr alle notiert", haderte Epes Übungsleiter. Als Gerick schließlich nach erneutem Foulspiel Gelb-Rot sah, waren die Hausherren sogar noch 20 Minuten in Überzahl.
Trotzdem sollte es nur zu einem weiteren Treffer reichen. Als die Borussen den Ball nicht geklärt bekamen, setzte Amandip Singh seinen Bruder Kamaljit in Szene, der zum 2:2-Endstand traf. "Am Ende haben wir das Ergebnis ins Ziel gerettet, das kann man nicht anders sagen", resümierte Wiedenhöft. "Meiner Meinung nach waren beide Elfmeter gegen uns unberechtigt. Trotzdem waren die Eperaner heute spielerisch richtig gut drauf und hätten den Dreier verdient gehabt. Das gehört auch zur Wahrheit dazu. Weil bei uns der Einsatz und die Laufbereitschaft gepasst hat, muss man so einen glücklichen Punkt dann auch einfach mal mitnehmen."
FC Epe - Borussia Münster 2:2 (0:1)
0:1 Schrick (8.), 0:2 Nordiek (54.),
1:2 Amandip Singh (58./FE), 2:2 Kamaljit Singh (86.)
Gelb-Rot für Münster Gerick nach Foulspiel (71.)



































