Ahaus kommt gefestigt aus der Pause
Von Malte Greshake
(09.02.25) Joa. Nach dem zumindest punktetechnisch mäßigen Ausklang im vergangenen Jahr scheint Eintracht Ahaus wieder gefestigter zu sein. Gegen die TSG Dülmen siegte der Tabellenzweite mit 4:2 (3:2). Obwohl die Ahauser in der ersten Halbzeit gleich zweimal in Rückstand gerieten.
Nach wenigen Minuten landete nämlich ein langer Ball bei Alexander Kock. Der nach einer längeren Verletzung wieder genesene Torgarant der Dülmener brachte die Gäste in Führung (9.). Aus der Bahn warf das die Hausherren allerdings nicht. Im Gegenteil. Gleichwohl es ein weniger dauerte, ehe die Truppe von Frank Wegener die passende Antwort lieferte. Nach einer knappen halben Stunde war es dann so weit: Bei einer Ecke besorgte Jannes Brüning den Ausgleich (33.). Ein Dülmener Verteidiger kam zwar noch herangerauscht, der Ball hatte trotz des Rettungsversuches aber wohl die Linie überquert.
Bei Dülmen reicht es an diesem Tag nicht
Deswegen blieb Brünings Treffer umstritten. "Aus unserer Sicht haben wir den Ball vor der Linie geklärt", meinte TSG-Coach Ahmed Ibrahim. "Wir haben heute die Kernbotschaft erfahren, was passiert, wenn du unten in der Tabelle stehst. Solche knappe Situationen werden gerade nicht für uns entschieden. Auf der anderen Seite haben wir allerdings auch gegen einen guten Gegner gespielt. Um da etwas zu holen, musst du mehr investieren. Das hat an diesem Tag nicht gereicht."
Zwar erzielte Kock kurz darauf per Freistoß die erneute Dülmener Führung (36.), lange währte diese jedoch nicht. Noch vor der Halbzeit drehten die Ahauser sogar das Spiel: Erst vollendete Lennart Varwick nach einem blitzsauberen Angriff über Jonathan Noack und Christopher Behrendt (45.+1). Kurz vor der Halbzeit donnerte David "Naldo" Farwick den Dülmenern zudem einen 25-Meter-Freistoß ins Netz (45.+3). "Auch diesem Freistoß ist ein Allerweltsfoul vorausgegangen", monierte Ibrahim. "Es ist ärgerlich gelaufen."
Weil den Dülmenern im zweiten Durchgang die mentale Frische fehlte, reichte es schließlich auch nicht für mehr. Nur noch Kock kam zu zwei guten Chancen. Jeweils scheiterte er dabei an Ahaus-Keeper Rafael Romero. "Wir haben es ansonsten nicht mehr geschafft, gemeinsam die Löcher zu stopfen", so Ibrahim. Und die Eintracht spielte es nun natürlich auch abgezockt runter. Zwar saß bei den Kontern nicht immer der letzte Pass. Mit Beginn der Schlussphase besorgte Varwick aber nach Vorarbeit von Jannik Wigbels die Entscheidung (72.). "Für uns war es also ein nicht ganz so schlechter Start", sagte Wegener abschließend - und fügt noch hinzu: "Damit sind wir nun 18 Punkte von der Abstiegszone entfernt."
Eintracht Ahaus - TSG Dülmen 4:2 (3:2)
0:1 Kock (9.), 1:1 Brüning (33.),
1:2 Kock (36.), 2:2 Varwick (45.+1),
3:2 Farwick (45.+3), 4:2 Varwick (72.)




































