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Eine Niederlage gegen den SV Burgsteinfurt? Für Wettringens Paul Höffer ist das keine Alternative. Foto: Lehmann

In Wettringen machen Physios Überstunden


Von Malte Greshake

(09.08.24) Wohl dem, der einen Physiotherapeuten als Mannschaftskollegen hat. Paul Höffer, Rechtsverteidiger bei Vorwärts Wettringen, befindet sich gerade in der Endphase seiner Ausbildung zum Physio. "Die Jungs behandele ich tatsächlich auch", berichtet der 22-Jährige. "Und gerade im Moment ist richtig viel zu tun - das ist unglaublich." Die Voraussetzungen vor dem Saisonauftakt gegen den SV Burgsteinfurt könnten für die Wettringer also wesentlich besser sein.

"Die Vorbereitung war wegen der Ausfälle also ziemlich holprig", sagt Höffer. Unter anderem Florian Kappelhoff-Rickert und Neuzugang Henning Hils hat es erwischt. Beide fallen mit einem Knorpelschaden für unbestimmte Zeit erstmal aus. "Die Testspielergebnisse waren dementsprechend auch nicht so gut", so Höffer weiter. Kann man so sagen. Fünf Tests brachten die Wettringer hinter sich, fünfmal gingen sie als Verlierer vom Platz. Gleichwohl mit dem SV Mesum, Westfalia Kinderhaus oder der SpVgg Vreden richtige Kloppergegner dabei waren. Immerhin: Am vergangenen Dienstag siegte Vorwärts im Pokal gegen den FSV Ochtrup mit 4:0.

Vom Verteidiger zum Mittefeldspieler?

Weltuntergangsstimmung bricht deswegen in Wettringen aber nicht aus. "Die Ergebnisse zeigen nicht das, was wir gespielt haben", gibt Höffer zu bedenken. "Wir haben in diesem Sommer einige A-Jugendliche dazubekommen, die schon starke Ansätze gezeigt haben. Aber es braucht natürlich seine Zeit, sich einzuspielen. Ich gehe jetzt in meine fünfte Saison in Wettringen und jedes Mal war die Vorbereitung bescheiden. Am Ende haben wir dann aber trotzdem die Liga gehalten."

Guter Dinge bleibt Höffer auch in Hinblick auf das Derby mit Burgsteinfurt. "Wir erwarten ein hitziges Spiel", meint der Rechtsverteidiger. "Aber Derbys sind generell immer geil." Er selbst hofft übrigens, in dieser Saison das eine oder andere Mal offensiver aufgestellt zu werden. Wenn Coach Patrick Wensing natürlich mit sich reden lässt. "Ich liebäugle schon damit", muss Höffer schmunzeln. "Aber bisher habe ich auch noch kein Tor geschossen. Vielleicht ist es besser, wenn ich hinten bleibe..."

Aber nochmal zurück zum Nachbarschaftsduell mit Stemmert. Respekt vorm Aufsteiger sei bei den Wettringern durchaus vorhanden. "Burgsteinfurt hat eine gute Vorbereitung gespielt", so Höffer abschließend. "Aber: Beim Ligastart waren wir in den letzten Jahren auch immer da. Aus diesem Grund bin ich auch optimistisch, dass wir Burgsteinfurt schlagen werden. So abgehoben kann ich dann auch schon mal sein."

Anschwitzen, der 1. Spieltag

Vorwärts Wettringen - SV Burgsteinfurt (Sonntag 15 Uhr)
In Sachen Wettringer Saisonzielen hat Paul Höffer auch eine ganz klare Meinung. "Es geht nicht darum, zu sagen, dass wir oben mitspielen werden", hält er fest. "Ich will weiter Spaß am Fußball haben und die Liga halten. Bedenken habe ich nicht, dass das nicht klappt. Dafür sind bei uns zu gute Spieler nachgerückt." Und im ersten Spiel sollen dann direkt die ersten drei Punkte her. Stemmert-Coach Christoph Klein-Reesink blickte unter der Woche auch schon voraus: "Das wird ein schönes Derby und alles andere als leicht. In Wettringen haben es in der letzten Saison nicht viele Mannschaften geschafft, zu punkten." Bis auf den angeschlagenen Hannes Brodner steht ihm dabei ein breiter Kader zur Verfügung.
Höffer: 2:0, ist ja klar. Die Tore machen Noah Schilling und Philipp Gering.
Heimspiel-Tipp: Burgsteinfurt rast mit der Aufstiegseuphorie über Wettringen hinweg: 1:3.

VfL Senden - Werner SC (Sonntag 15 Uhr)
Nach einem Jahr der Unterbrechung ist der Werner SC zurück in der Landesliga. Und zu Beginn des Monats sorgte die Mannschaft von Sven Pahnreck für eine derbe Überraschung: Oberligist Westfalia Rhynern kegelte Werne durch ein 5:4 nach Elfmeterschießen aus dem Westfalenpokal. Uff. Die Sendener werden also vor dieser Auftaktpartie gewarnt sein. Interessant übrigens: Seit 2020 hat der VfL kein einziges Spiel gegen Werne verloren. Die Ausbeute: Vier Siege, drei Remis. Sollte Mut machen.
Höffer: 3:0
Heimspiel-Tipp: So eindeutig wird es nicht: 2:1.

TSG Dülmen - Eintracht Ahaus (Sonntag 15 Uhr)
Herrje. In der vergangenen Spielzeit hat Eintracht Ahaus mit der TSG Dülmen gar keine schönen Erfahrungen gemacht. Das Hinspiel: Mit 1:3 verloren. Das Rückspiel: Durch zwei Gegentreffer in der Nachspielzeit doch noch 2:2 gespielt. Und war's das? Mitnichten. Auch das Kreispokalfinale verloren die Ahauser gegen die TSG mit 1:2. Von einem Angstgegner für die Eintracht wollen wir deshalb noch nicht sprechen. Und dass es dazu nicht kommt, haben die Jungs von Frank Wegener selbst in der Hand.
Höffer: Ein geiles Spiel. Beide spielen guten Fußball: 0:1.
Heimspiel-Tipp: Dülmen hat ja mit Ahmed Ibrahim einen neuen Coach. Dessen Liga-Debüt klappt: 2:1.

Hammer SpVg - Borussia Münster (Sonntag 15 Uhr)
Oha. In der Saison 2021/22 ging die Hammer SpVgg noch in der Oberliga an den Start. Seitdem ging es für den Traditionsverein stetig bergab. In diesem Sommer wurde das Team einmal komplett auf links gedreht. Eine zweistelligen Anzahl an Zu-und Abgängen listete der Westfälische Anzeiger Ende Juni auf. Wahnsinn. Und was bedeutet das für die Borussia aus Münster? Anscheinend, dass da in Hamm eine kleine Wundertüte wartet. Julian Wiedenhöft und Janis Kraus, seit diesem Sommer Trainer-Duo der Münsteraner, werden aber sicher etwas Passendes ausgeheckt haben.
Höffer: Hamm kann ich schwierig einschätzen. Ich glaube aber, dass sie 2:0 gewinnen werden.
Heimspiel-Tipp: Münster startet perfekt: 0:2.

TuS Haltern - Eintracht Coesfeld (Sonntag 15 Uhr)
Nach sechs Jahren ist die Eintracht Coesfeld also zurück in der Landesliga. Und was ist dort möglich für die Mannschaft von Patrick Koster und Karsten Erwig? In der Hinsicht halten wir uns in dieser Saison mal bedeckt. Die Vorhersage in der vergangenen Spielzeit fiel uns bekanntlich auf die Füße. Da sagten wir voraus, dass die Coesfelder in der Bezirksliga knapp die Klasse halten würden. Kam dann mit dem Aufstiegs-Coup natürlich ganz anders. Obwohl. Vielleicht halten wir mit Beginn dieser Spielzeit einfach fest, dass die Coesfelder um den Aufstieg mitspielen werden. Wenn das nicht klappt, wäre das schließlich keine Schande. Und wir sind fein raus. Clever, oder?
Höffer: Ìch kenne beide Mannschaften nicht: 2:1.
Heimspiel-Tipp: Der Punkt schmeckt der Eintracht: 2:2.

FC Nordkirchen - RW Deuten (Sonntag, 19.15 Uhr)
27 Grad, Schleierwolken und leichter Wind aus Nord. Also die Sonnencreme nicht vergessen, Leute.
Höffer: 2:1. Auch wenn Deuten nicht zu unterschätzen ist. 
Heimspiel-Tipp: Burg

SV Dorsten-Hardt - Westfalia Gemen (Sonntag, 19.15 Uhr)
Beim der Saisonstart der Vorsaison trafen beide Teams auch aufeinander. Mit 4:6 unterlag Gemen am zweiten Spieltag zuhause. So viele Tore werden es diesmal auch. Mindestens.
Höffer: 2:2.
Heimspiel-Tipp: 7:4.

SC Altenrheine - Ibbenbürener SpVgg (Dienstag, 19.15 Uhr)
Beim SC Altenrheine sind gerade Flutlichtspiel-Festwochen. Am vergangenen Mittwoch kegelte die Truppe von Marc Wiethölter zuhause bekanntlich Oberligist Eintracht Rheine mit 2:0 aus dem Kreispokal. Und kann eine Woche später wagt sich die Ibbenbürener SpVgg in den SCA-Hexenkessel. Die Gäste bringen mit Mike Schwering dann einen neuen Coach an ihrer Seite mit. Ob er eine Idee hat, wie man den galligen Altenrheinern die Tour versauen kann?
Höffer: 3:0.
Heimspiel-Tipp: 4:2. Altenrheine ist gerade zu geil drauf.

Landesliga 4 - News



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Cher. Laggenbeck 16    58:20 44  
2    Legden 17    43:10 43  
3    TuS Laer 16    55:14 42  
4    Kinderhaus II 16    54:11 40  
5    SV Bösensell 16    43:23 40  

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