Suchbegriff:
  • LL 4
  • Spielplan
  • Tabelle
Der SC Altenrheine bejubelt den Treffer zum 2:1. Torschütze Fabian Hüer bedankt sich bei Assistgeber Noah Saalfeld. Fotos: Marie Beermann

Im dritten Anlauf wird ein Schuh draus - SCA schlägt die ISV


von Christian Lehmann

(22.08.24) Diesmal hat's geklappt. Nach Spielverlegung und Gewitter-Abbruch brachten der SC Altenrheine und die Ibbenbürener SpVgg ihr Landesliga-Derby am Mittwochabend im dritten Anlauf endlich über die Bühne. Beim 3:1 (2:1)-Erfolg legten die Hausherren kurioserweise einen deutlich schwächeren Auftritt hin als noch beim 2:5 am Sonntag in Epe - zu den ersten drei Punkten der Saison langte es dennoch.

"Es gab Phasen, in denen die ISV die bessere Mannschaft war. Gerade in den ersten 20 Minuten waren sie besser drin als wir, die Schlussphase gehörte auch ihnen. Meine Mannschaft war nach dem Spiel überhaupt nicht zufrieden, aber danach fragt morgen keiner mehr. Wir haben das Spiel gewonnen - das ist das Wichtige", fasste SCA-Coach Marc Wiethölter das Gesehene zusammen.

Strittiger Elfmeter zur ISV-Führung

Sein Team war wie schon beim abgebrochenen Spiel vergangene Woche nicht gut reingekommen und verdient in Rückstand geraten. Allerdings war die Elfmeter-Entscheidung des Schiedsrichter-Gespanns um Eric Timmer durchaus diskutabel. Arne Üffing hatte Kevin Hagemann im Luftduell leicht gestoßen, der Unparteiische auf den Punkt gezeigt. Maxi Pelle vollstreckte sicher zum 0:1 (26.). "Für mich war's kein Elfmeter - auch wenn ich die Spielleitung ansonsten sehr gut fand", kommentierte Wiethölter. ISV-Co-Trainer David Lindemann konnte den Unmut der Gastgeber ein wenig verstehen. "Das war etwas plump, aber schon eine strenge Entscheidung. Den kann man pfeifen, aber ich habe schon deutlichere Elfmeter gesehen."

Kurz zuvor hatte der SCA bereits seinen Turm in der Schlacht auswechseln müssen: Yannik Langner musste nach einem heftigen Foulspiel von Kevin Hagemann mit klaffender Wunde auf dem Schienbein und kaputtem Schuh weichen. "Das war schon heftig. Yannik geht eigentlich erst runter, wenn der Kopf ab ist", kommentierte Wiethölter. Mit der Einwechslung von Fabian Hüer hatte der Coach aber das richtige Händchen. Aber hierzu später mehr. Wir müssen zunächst über das 1:1 sprechen, das postwendend nach dem Ibbenbürener Führungstreffer fiel. Marvin Strotmann zog den Ball nach einem Freistoß scharf auf den Kasten, Adrian Thal versuchte noch verzweifelt, den Einschlag zu verhindern, reüssierte dabei aber nicht (28.). Lindemann ärgerte sich, dass beim Standard der kurze Pfosten von seinem Team nicht besetzt worden war. "Ein banaler Fehler, der einfach ärgerlich ist..." Es sollte aber noch schlimmer kommen für die ISV, denn kurz vor der Pause hatte dann Hüer seinen großen Auftritt: Nach Flanke von Noah Saalfeld nickte "Phlabs" zum 2:1 ein (40.).

Kamp macht den Deckel drauf

Die zweite Halbzeit gehörte dann nahezu komplett den Gästen. "Wir haben keine Entlastung mehr gefunden, zu viel mit langen Bällen agiert", monierte Wiethölter. Mit Ausnahme einer Situation über Thorben Kortenhorn kamen die Kanalkicker kaum mehr gefährlich in die gegnerische Hälfte, auf der Gegenseite halfen Steffen Söndgen und der liebe Gott: Bei einem Abschluss von Kevin Hagemann (83.), einem Kopfball von Pelle (82.) und einem Schuss von Niklas Richter (84.) war der Ausgleich möglich, in der Nachspielzeit pfiff der Unparteiische dann einen vermeintlichen Treffer von Hagemann wegen einer Abseitsstellung zurück - das aber wohl zurecht (90.+1). "Wir haben hinten raus ein bisschen kopflos agiert. Da fehlt uns noch ein bisschen die Reife", so Wiethölter, der in der dritten Minute der Nachspielzeit endlich den Sieg bejubeln durfte: Robin Kamp schloss nach einer Balleroberung von Arne Üffing einen Konter zum 3:1-Endstand ab. Hüer hatte die Kugel in den Rückraum gelegt, Vadim Schmidt die Unterkante der Latte getroffen. Ehe Diskussionen aufkamen, ob der zurückprallende Ball die Torlinie überschritten hatte oder nicht, schnappte sich Kamp den Rebound und drückte die Murmel über die Linie (3:1/90.+3).

Lindemann zeigte sich enttäuscht: "Da lag schon einiges für uns auf dem Tablett. Wir haben es in der ersten Hälfte fußballerisch nicht so gut gelöst, hatten aber da schon die besseren Chancen. Die zweite Halbzeit hat fast nur in der Altenrheiner Hälfte stattgefunden. Wir waren vorne nicht effizient genug oder hatten einfach nicht das Quäntchen Glück. Dass wir das Spiel jetzt im zweiten Anlauf verlieren, hat schon ein kleines Geschmäckle - auch wenn Altenrheine natürlich nichts für den Spielabbruch kann."

SC Altenrheine - Ibbenbürener SpVgg     3:1 (2:1)
Tore:
0:1 Pelle (26./FE), 1:1 Strotmann (28.),
2:1 Hüer (40.), 3:1 Kamp (90.+3)

Fabian Hüer (r.), der hier mit Gerrit Oberhaus um den Ball rangelt, machte nach seiner Einwechslung den Unterschied.


Top-Klicker der letzten 7 Tage
1 Landesliga 4: Emsdetten 05 tütet Königstransfer ein
» [mehr...] (1.067 Klicks)
2 Landesliga 4: Auch Georg Schrader wechselt an den Wasserturm
» [mehr...] (949 Klicks)
3 Bezirksliga 12: Trainer-Übersicht
» [mehr...] (749 Klicks)
4 Oberliga Westfalen: Keine Schnellschüsse beim TuS Hiltrup
» [mehr...] (667 Klicks)
5 Landesliga 4: Haliti zieht's zum SV Burgsteinfurt
» [mehr...] (613 Klicks)

» Mehr Top-Klicker

Top-Klicker der Kreise
1HKM Warendorf 2026: Endrunde
(725 Klicks)
2Kreisliga B: Holger Althaus übernimmt die SG Brochterbeck-Dörenthe
(507 Klicks)
3Kreisliga A Steinfurt: "Schumi" verstärkt den FSV Ochtrup
(431 Klicks)
4Handball-Verbandsliga 2: Anschwitzen, der 14. Spieltag
(343 Klicks)
5Kreisliga A2 AC: Florian Fricke verlängert bei der DJK Rödder und Jan Tüns kommt
(113 Klicks)

Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Cher. Laggenbeck 16    58:20 44  
2    Legden 17    43:10 43  
3    TuS Laer 16    55:14 42  
4    Kinderhaus II 16    54:11 40  
5    SV Bösensell 16    43:23 40  

» Zur kompletten Tabelle