Hinten sicher, vorne effizient - die ISV gewinnt zu null
Von Wenke Feldmann
(23.02.25) Im Abstiegskampf hilft das sicher nicht. "Unser Kader war absolut verrückt. In der 86. Minute habe ich mich selbst eingewechselt, um den 41-jährigen Flo Schwarz aus der Startelf abzulösen", berichtete Dülmen-Coach Ahmed Ibrahim lebhaft vom Spiel gegen die Ibbenbürener SpVgg. Es so reichte es für ihn und ein Team nicht, um etwas gegen die abgezockte ISV zu holen: Nach der 0:1 (0:1)-Niederlage treten die Dülmener weiter auf der Stelle. Was sich hingegen nicht über die Ibbenbürener sagen lässt. "Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht", freute sich Alexander Lust.
Die ISV nahm als Tabellenvierter die Favoritenrolle dieses Aufeinandertreffens an - und setzte sie von Beginn an um. Die TSG Dülmen hingegen, derzeit mit dem Tabellenplatz 14 abstiegsbedroht, reiste mit personellem Engpass an. Stammspieler wie Alexander Koch oder Philip Benterbusch fielen der Grippe geschuldet aus. So mussten Alternativen her - wie der 41-jährige Florian Schwarz, der für die Startelf nominiert war und den Altersdurchschnitt des Kaders ordentlich nach oben zog.
An Torchancen mangelte es nicht
Die TSG hielt defensiv souverän mit, kam aber offensiv in der Partie kaum zum Zug, da die Ibbenbürener nahezu nichts zuließen und selbstsicher verteidigten. "Die Defensive war heute besonders stark", bestätigte auch Lust nach dem Spiel. Schon früh verletzte sich der ISV-Stammspieler Maximilian Pelle und musste ausgewechselt werden (32.) - bitter für die Gastgeber. Kurz darauf aber ein Lichtblick: Das erste und einzige Tor der Partie fiel. Eine Ecke der ISV wurde zunächst geklärt, bis der zweite Ball bei Kevin Hagemann vor die Füße fiel, der die Murmel über die Linie stocherte (35.).
Aber nur, weil das Ergebnis nicht besonders hoch ausfiel, war hier keinesfalls von einem langweiligen Spiel die Rede. "Wir hatten bestimmt fünf hundertprozentige Torchancen, unter anderem durch Marvin Hagemann, Gerrit Oberhaus oder Niklas Richter", betonte der ISV-Trainer. Nur an der Chancenverwertung haperte es eben. Kurz vor Schluss mussten die Gäste durch ein taktisches Foul und die Gelb-Rote Karte für Fadi Almenek noch einen Platzverweis verkraften (89.). Der TSG-Trainer gab aber zu, dass die Karte berechtigt gewesen war. Gerade einmal eine Minute später folgte dann noch eine finale Riesenchance für die TSG: Nach einer Standardsituation und Kopfballverlängerung war das 1:1 zum Greifen nah. Roman Espeter setzte das Ding jedoch daneben - weshalb die Partie mit einem Sieg für den Favoriten zu Ende ging.
Unzufrieden war nach dem Spiel aber niemand - auch Ibrahim nicht. "Das war Abstiegskampf pur, alle haben hundert Prozent gegeben", zeigte er sich stolz gegenüber seines Kaders. Der ISV-Übungsleiter Lust hob ebenfalls die Mannschaftsleistung seiner Jungs hervor. "Die ganzen 90 Minuten über waren wirklich alle elf Spieler immer dabei", lobte er. Darüber, zu null gespielt zu haben, freute er sich besonders.
Ibbenbürener SpVgg - TSG Dülmen 1:0 (1:0)
1:0 Hagemann (35.)
Gelb-Rote Karte für Almenek (89./Foulspiel)





































