Ratering erlöst Wettringen doch noch
Von Malte Greshake
(23.02.25) Das ist mehr als löblich. Nicht nur war Patrick Wensing natürlich am Wochenende für Vorwärts Wettringen verantwortlich. Durch ein 1:1 (1:0)-Unentschieden bei Westfalia Gemen fuhren er und sein Team sogar mal wieder einen Punkt ein. Nein, dazu kam auch noch, dass der Coach vor und nach ebenjener Partie als Wahlhelfer für die Bundestagswahl aktiv war. Maschine. So hat sich Wensing nach der Stimmauszählung seinen Abend auf der Coach redlich verdient. Gleichwohl nur eine Sache diesen erfolgreichen Tag noch besser gemacht hätte.
Für ihn und seine Wettringer wäre in Gemen nämlich durchaus mehr drin gewesen. "Wir müssen einfach aus diesem Spiel drei Punkte mitnehmen", ärgerte er sich. Allerdings waren seine Jungs mal wieder zu fahrlässig mit den eigenen Chancen umgegangen. Und die Gemener hatten indes bei ihren wenigen Chancen eiskalt zugeschlagen. Wie in der Anfangsphase: Da landete ein Steckball der Hausherren bei Florian Girnth, der die Murmel irgendwie an Vorwärs-Keeper Tobias Brünen vorbei ins Tor stolperte (6.).
Im Anschluss besaßen die Wettringer aber eben genug Chancen, um schon vor der Halbzeit den Gleichstand herzustellen. Ein Schuss von Ole Trindeitmar klärten die Gemener allerdings gerade noch so auf der Linie. Auch Noah Schilling scheiterte im Eins-gegen-Eins mit Westfalia-Schnapper Lennart Dillhage. Die größte Möglichkeit für die Wettringer besaß schließlich Hendrik Artmann. Mitte der ersten Hälfte bekamen die Gäste einen Handelfmeter zugesprochen. Aber auch den setzte Artmann neben das Gemener Tor (30.).
Der Elfmeter wird zur Chefsache erklärt
Zum Leidwesen der Wettringer setzte sich die Torflaute auch nach dem Seitenwechsel fort. Trotz weiterhin bester Abschlussmöglichkeiten. Bis Vorwärts mit Beginn der Schlussphase einen weiteren Strafstoß zugesprochen bekam. Nach einem Foul an Nils Bussmann hatte Schiedsrichter Lars Sielemann das zweite Mal an diesem Tag auf den Punkt gezeigt. Und diesmal erklärte das Wettringen-Kapitän David Ratering zur Chefsache: Vom Punkt aus erlöste er sein Team (83.).
Dass Jens Schnermann im Anschluss nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot sah (85.), warf die Wettringer auch nicht aus der Bahn. Eher im Gegenteil: Auch zu zehnt bestimmten sie das Spiel. Und in Unterzahl bekamen sie sogar noch einmal die eine Chance, drei Punkte mitzunehmen. Aus spitzem Winkel donnerte Luis Wesseling das Leder allerdings ans Außennetz (90.). "So waren es für uns zwei verlorene Punkte", fasste es Wensing zusammen. "Dennoch haben wir eine gute Reaktion gezeigt. Die Art und Weise passte."
Westfalia Gemen - Vorwärts Wettringen 1:1 (1:0)
1:0 Girnth (6.), 1:1 Ratering (83./FE)
Gelb-Rote Karte für Wettringens Schnermann (85./wiederholtes Foulspiel)







































