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Landesliga 4 - Anschwitzen

Justus Schücker würde bestimmt auch sein letztes Hemd für Eintracht Ahaus geben. Foto: Greshake

Einer, der für den Verein unersetzlich ist


Von Malte Greshake

(07.03.24) Selten haben wir Frank Wegener wohl solch lobende Worte aussprechen gehört. Mit Justus Schücker wollten wir diesen Spieltag anschwitzen. Was natürlich nahe liegt, weil der 22-Jährige bei seinem ersten Startelfeinsatz gegen den VfL Senden zuletzt gleich zwei Tore erzielt hat. "Justus ist Eintracht Ahaus und für den Verein unersetzlich", sagt Wegener über seinen Schützling. "Er ist loyal, hängt sich rein und stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft. Er murrt nie, hat sich super weiter weiterentwickelt und nun auch endlich für seinen hohen Aufwand belohnt."

Wahnsinn. Der Gelobte weiß natürlich, wie er mit diesen Komplimenten umgehen soll. "Es freut mich natürlich, wenn Frank das so sieht", sagt das Eintracht-Urgestein. "Vor allem die Punkte, dass ich loyal bin und mich immer reinhänge. Wenn der Trainer das über einen denkt, trifft das nicht nur auf das Fußballerische, sondern auch auf das Menschliche dahinter zu. Ich hoffe aber auch, dass die anderen aus der Mannschaft das ebenfalls so sehen." Dass er sich Eintracht Ahaus sehr verbunden fühlt, stehe schließlich außer Frage. "Deswegen habe ich den Verein auch nie verlassen - obwohl es hier und da Möglichkeiten dazu gab", fügt er hinzu. "Gerade Frank habe ich viel zu verdanken. In der Jugend habe ich immer nur A-Liga gespielt. Mittlerweile habe ich gelernt, dass Fußball noch viel mehr sein kann. Vielleicht hat es ein wenig länger für mich gedauert, sich daran zu gewöhnen. Großen Spaß macht es auf jeden Fall."

"Die Geschwindigkeit ist wohl meine größte Qualität"

Zu sehen war diese Freude in der Partie gegen den VfL Senden vor gut zwei Wochen. Bis dahin hatte Schücker erst zwei Saisoneinsätze gesammelt und war viel in der Reserve zum Einsatz gekommen. "Unsere Zweite hat auch nicht den größten Kader und hat in den vergangenen Jahren immer gegen den Abstieg gekämpft", berichtet Schücker. "Wenn man dann als jüngerer Spieler gefragt wird, ob man aushilft, ist es für mich selbstverständlich, sich für die Mannschaft den Arsch aufreißen. Das mache ich total gerne. Besonders, weil auch mein Stammtisch in der Truppe spielt." Aha...

Dass er aufgrund einer starken Vorbereitung nun jedoch mit einem Starfeldeinsatz in der Ersten belohnt wurde, zahlte sich für die Ahauser direkt aus. Als Neuner lief der Offensivspieler auf. Gleichwohl er auch das nötige Tempo für die Außenbahn mitbringt. "Die Geschwindigkeit ist wohl meine größte Qualität", meint Schücker und muss lachen. "Es war auf jeden Fall für mich ein wenig überraschend, dass ich mal wieder von Anfang an spiele. Es hat super geklappt und vor allem war es auch eine tolle Teamleistung. Über 90 Minuten haben wir gegen einen Gegner wie Senden nichts zugelassen. Das ist eine große Leistung, weil Senden sehr spielstark ist. Wenn man dann man mit zwei Toren das Spiel abschließt, freut das natürlich." Gerade, dass Schücker direkt seine erste Chance früh in der Partie verwertet hatte, wäre blendend fürs Selbstvertrauen gewesen. "Das hat mir ein gutes Gefühl gegeben", verrät er.

Mit dem bestmöglichen Ergebnis verabschieden

Mit jetzt sechs Punkten Rückstand auf Platz eins haben er und seine Ahauser jedenfalls keine schlechte Ausgangslage in Hinblick auf die verbleibenden Rückrunde. "Wir sind dennoch gut darin beraten, weiter einfach nur von Spiel zu Spiel zu denken", so Schücker. "Von vornherein irgendwelche Ziele ausrufen, wäre nicht das Schlauste - auch, weil die Saison noch lang ist. Wir haben in den letzten Jahren schließlich gesehen, wie schnell es auch in die andere Richtung gehen kann. Wir sind in der Lage, jeden Gegner zu schlagen. Und am Ende des Tagen gucken wir dann, wo wir stehen. Wenn es dann ein Platz weiter oben ist, können wir sagen, dass wir eine gute Saison gespielt haben."

Denn: Studienbedingt wird Schücker in kommenden Sommer kürzertreten müssen. Schon jetzt pendelt er zwischen seinem Studienort Dortmund und Ahaus hin und her. Wenn er bald in den Job geht, wird der Aufwand zu groß. In der Spielzeit 2025/26 wird er deshalb komplett in die Zweite runtergehen. "Und das Ziel ist es, mich mit dem bestmöglichen Ergebnis zu verabschieden", hält er abschließend fest.

Anschwitzen, der 21. Spieltag

Vorwärts Wettringen - Eintracht Ahaus (Freitag, 20.15 Uhr)
Obwohl Vorwärts Wettringen gerade den letzten Tabellenplatz belegt, hat Schücker Respekt vor der Aufgabe an diesem Freitagabend. "Wettringen ist ein ekliger Gegner und nicht einfach zu bespielen", sagt er. "In Wettringen tun wir uns immer schwer und ich habe dort auch noch nie gewonnen. Das wollen wir jetzt natürlich ändern." Mit drei Punkten würden sich die Eintrachtler in den Top drei festbeißen. "Wettringen brauch allerdings auch jeden Punkt", gibt Schücker zu bedenken. "Das wird ein schönes Flutlichtspiel und - wie gewohnt gegen Wettringen - wahrscheinlich richtig hitzig."
Heimspiel-Tipp: Wettringen will es mehr: 1:0.
Schücker: 0:2

VfL Senden - Borussia Senden (Sonntag, 15 Uhr)
Wo soll es bloß hingehen, lieber VfL Senden? Wobei: Das lässt sich sicherlich auch über Borussia Münster sagen. Die Sendener holten aus den drei Spielen nach der Pause erst drei Punkte, die Borussen sogar nur einen. Und damit nicht genug: Die Münsteraner rutschten so bis auf zwei Zähler an die Abstiegsplätze heran. Zumindest für einen Teil des Trainerteams war das nun der Anlass, die Reißleine zu ziehen. Julian Wiedenhöft, der sich im kommenden Sommer sowieso verabschiedet hätte, ist im beiderseitigem Einvernehmen mit dem Verein ab sofort kein Trainer mehr. Ab sofort übernehmen sein Kollege Janis Kraus und U17-Trainer Henrik Wegener. Das also als Update zu den Borussen. Ja, und die Sendener ihrerseits wollten den Blick im neuen Jahr eigentlich nach oben in der Tabelle richten. Momentan winkt aber eher das graue Mittelfeld der Liga.
Heimspiel-Tipp: Zuhause zeigen die Sendener wieder ihr spielstarkes Gesicht: 3:1.
Schücker3:1

FC Nordkirchen - Westfalia Gemen (Sonntag, 15 Uhr)
Natürlich rechnet sich Gemen etwas gegen den Primus aus. In Heimspiel lassen sich die Nordkirchener aber nicht an der Nase herumführen.
Heimspiel-Tipp: 4:1
Schücker: Ich hoffe auf ein 1:1.

TuS Haltern - Werner SC (Sonntag, 15 Uhr)
Werne will Haltern unten reinziehen - und macht das auch.
Heimspiel-Tipp: 2:3
Schücker1:2

Eintracht Coesfeld - SV Burgsteinfurt (Sonntag, 15 Uhr)
Es ist derzeit keine angenehme Zeit für den SV Burgsteinfurt. Nach dem 4:1-Auftaktsieg gegen Vorwärts Wettringen sah es zunächst vielversprechend für die Truppe von Christoph Klein-Reesink aus. Nur dann folgten gleich drei Niederlagen in Serie. Zwei in der Liga gegen Nordkirchen sowie Haltern. Und am vergangenen Wochenende folgte dann diese 0:5-Pokalklatsche beim SC Altenrheine. In allen drei Partie erzielten die Burgsteinfurter zudem kein einziges Tor. Es kann in Coesfeld also nur besser werden. Allerdings wird die abstiegsbedrohte Eintracht die Punkte auch sicherlich nicht ohne Gegenwehr abtreten...
Heimspiel-Tipp: 2:1: Burgsteinfurts Misere setzt sich fort.
Schücker1:3

Hammer SpVg - SC Altenrheine (Sonntag, 15 Uhr)
Nein, nicht nur in der Liga gibt der SC Altenrheine gerade Vollgas. Auch im Kreispokal ließ die Mannschaft von Marc Wiethölter zuletzt ordentlich die Muskeln spielen. Mit 5:0 watschten die Altenrheine Ligakonkurrent SV Burgsteinfurt im Halbfinale ab. Zu sehen ist das auch noch einmal auf dem Öffnet externen Link in neuem FensterYoutube-Channel von Tino Wermeling. Damit bliebt der SCA übrigens in 2025 immer noch ohne Gegentor. Zumindest, was die Pflichtspiele betrifft. Und das wird auch in Hamm möglich sein. Schließlich holte die SpVg seit der Winterpause aus drei Spielen nur einen mageren Punkt. 
Heimspiel-Tipp: Trotz der komfortablen Ausgangslage bleiben die Altenrheiner fokussiert: 0:2.
Schücker0:3

TSG Dülmen - FC Epe (Sonntag, 15 Uhr)
Joa. Wenn man derzeit eine Partie als Sechs-Punkte-Spiel bezeichnen will, dann ist es wohl diese. Der TSG Dülmen und dem FC Epe sitzt schließlich weiterhin das hässliche Abstiegsmonster im Nacken. Und die Statistik hilft uns an dieser Stelle auch nicht wirklich weiter, um einen möglichen Sieger zu ermitteln: Die Dülmener sind bisher das schwächste Heimteam, die Eperaner stehen in der Auswärtstabelle an drittletzter Stelle. Immerhin: Das Hinspiel entschied die TSG durch einen Last-Minute-Treffer von Alexander Kock mit 1:0 für sich. Aber ist dieses knappe Ergebnis aussagekräftig? Ihr merkt also schon, wie schwer auch wir uns tun, irgendwelche Anhaltspunkte zu finden. Sonntag um 17 Uhr sind wir dann alle zusammen schlauer.
Heimspiel-Tipp: Dülmen tut sich weiter zuhause sehr schwer: 1:3.
Schücker: 2:1

Ibbenbürener SV - SV Dorsten-Hardt (Sonntag, 15.30 Uhr)
Gut weggesteckt hat die Ibbenbürener SpVgg die Auftaktniederlage beim SC Altenrheine. Das kann man nicht anders sagen. Seitdem kamen - wie wir es von der ISV gewöhnt sind - wieder zwei Siege hinzu. Zuletzt war ja dieses knappe 1:0 gegen die TSG Dülmen, wodurch die Ibbenbürener weiter Teil der Tabellenspitzengruppe bleiben. Das ist eine gute Nachricht von der SpVgg. Es gibt allerdings auch eine nicht so schöne: Niklas Richter wird es wohl im Sommer aus beruflichen Gründen zum VfL Theesen ziehen. Das verkündete der Landesligist aus Staffel 1 Öffnet externen Link in neuem Fensterauf seinem Instagram-Account.
Heimspiel-Tipp: 1:1 - die Hardter schnappen Ibbenbüren den Dreier mit einem Last-Minute-Tor weg.
Schücker: 1:0

RW Deuten - spielfrei



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Cher. Laggenbeck 16    58:20 44  
2    Legden 17    43:10 43  
3    TuS Laer 16    55:14 42  
4    Kinderhaus II 16    54:11 40  
5    SV Bösensell 16    43:23 40  

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