Ibbenbüren gibt's nach der Pause komplett aus der Hand
Von Malte Greshake
(23.02.25) So richtig konnte es Alexander Lust hinterher nicht erklären. In der ersten Halbzeit hatte seine Ibbenbürener SpVgg gegen den SV Dorsten-Hardt noch einen richtig starken Auftritt hingelegt. Das 1:1 zur Halbzeit war sicher mindestens leistungsgerecht. Eigentlich war das Chancenplus sogar eher auf Seiten von Ibbenbüren gewesen. Nur ging der ISV dann nach dem Seitenwechsel komplett der Esprit abhanden. Und mit gleich drei Gegentore innerhalb kürzester Zeit war die Nummer dann auf einmal ziemlich schnell entschieden. Am Ende unterlagen die Ibbenbürener mit 2:5 (1:1).
Als Maxi Pelle die Hausherren in der Anfangsphase in Führung gebracht hatte, war das Endergebnis noch nicht absehbar gewesen. Im Sechzehner setze Pelle sich gekonnt gegen einen Gegenspieler durch und verfrachtete das Leder im langen Eck (9.). "Wir haben zu Beginn echt viele gute Räume bespielt, waren überlegen und haben verdient geführt", meinte Lust. Nur fehlte da vielleicht auch schon das beruhigende 2:0. Pelle, Marvin Hagemann oder auch Niklas Richter ließen allerdings weitere gute Chancen ungenutzt.
Obwohl: Auch wenn die Ibbenbürener durch ein wahres "Kackding" den Ausgleich kassierten, steckten sie das eigentlich ziemlich gut weg. Nach er langen Hereingabe war der Ball irgendwie am zweiten Pfosten zu Alexander Brefort durchgerutscht, der das Ding über die Torlinie wurschtelte (28.). So ein Ausgleich zur Pause ist schließlich nichts, was du nicht noch reparieren kannst. Würde man zumindest meinen...
"Haben teilweise schlapp gewirkt"
Denn nach dem Seitenwechsel ging bei der ISV auf einmal gar nichts mehr. "Wir haben ein komplett anderes Gesicht gezeigt", wunderte sich Lust. "Wir hatten zwar noch viel den Ball, haben es aber nicht hinbekommen, zwingende Chancen zu kreieren." Auch fehlte den Hausherren irgendwann die nötige Spritzigkeit. "Wir haben teilweise schlapp gewirkt", bemerkte Lust. Ja, und acht Minuten reichten dann aus, um das Spiel aus der Hand geben. Jeweils mit simplen langen Bällen ließen sich die Ibbenbürener überrumpeln. Brefort (65./68.) per Doppelschlag und Lukas Matena (72.) besorgte da schon die Vorentscheidung.
Dass Adrian Thale bei einer Ecke noch einmal auf 2:4 verkürzte (74.), machte den Braten überhaupt nicht mehr fett. Kurze Zeit später war das Ding schließlich durch: Brefort erzielte sogar seinen insgesamt vierten Treffer an diesem Tag (77.). "Das ist sehr enttäuschend", haderte Lust. "Gerade, weil in Halbzeit eins die Stimmung bei uns richtig gut war. Am Ende siegt Dorsten mit einfachen Mitteln, macht das aber eben auch gut. Uns fehlte einfach generell die Gier."
Ibbenbürener SV - SV Dorsten-Hardt 2:5 (1:1)
1:0 Pelle (9.), 1:1 Brefort (28.),
1:2 Brefort (65.), 1:3 Brefort (68.),
1:4 Matena (72.), 2:4 Thale (74.),
2:5 Brefort (77.)




































