2:7! Epe geht beim Abstiegskracher in Dülmen unter
Von Malte Greshake
(09.03.25) Donnerwetter! Damit war wirklich nicht zu rechnen gewesen. Mit sage und schreibe 7:2 (3:0) siegte die TSG Dülmen im Abstiegskracher gegen den FC Epe. Dass sich die Eperaner an diesem Tag zu viele Aussetzer erlaubten, hatte die TSG eiskalt ausgenutzt. Offensichtlicherweise. Und durch den Dreier verließen die Dülmener das erste Mal wieder seit dem elften Spieltag wieder die Abstiegsplätze.
"Mal wieder lagen uns einige personelle Steine im Weg", meinte ein glücklicher TSG-Coach Ahmed Ibrahim hinterher. "Es war allerdings unfassbar, wie die Jungs die aus dem Weg geräumt haben. Auch wenn wir ein Gegentor kassiert haben, haben wir uns immer wieder gepusht. Es hat mir wirklich imponiert, wie die Jungs Gas gegeben haben. Jeder aus der Mannschaft hat seinen allerersten Zweikampf im Spiel gewonnen." Vor allem damit hätte er und sein Team den Eperanern den Zahn gezogen. "Ich habe wirklich nichts zu meckern", so der Übungsleiter.
Dülmens Dreierschlag vor der Pause
Nach einem ausgeglichenen Beginn, bei dem Kamaljit Singh die Gäste auch durchaus in Führung hätte ballern dürften, bogen die Dülmener nach einem Dreierschlag auf die Siegerstraße ein. Erst war es Sachabutdinov, der die Hausherren nach einer Ablage von Alexander Kock per Flugkopfball in Front ballerte (31.). Kurz war der Pause baute Noah Ivanovic den Vorsprung nach Doppelpass mit Calvin Friedag weiter aus (37.), ehe Kock selbst noch vor dem Gang in die Kabine einen draufsetze (44.).
"Dülmen war in Sachen Chancenverwertung gnadenlos effektiv", meinte Epe-Coach Ralf Cordes. "Das Ergebnis spiegelt sicher nicht den Verlauf der ersten Hälfte wider. Wenn du allerdings so hoch verlierst, fehlen dir die Argumente. Durch unsere Fehler im Kollektiv kamen wir heute für nichts in Frage. Denn auch wenn wir kurz einen Funken Hoffnung hatten, haben wir den Gegner danach direkt wieder eingeladen." Nachdem Kock zu Beginn von Hälfte zwei auf 4:0 erhöhte hatte (58.), war Kamaljit Singh nämlich für die Gäste zur Stelle gewesen (58.). Nur mehr wurde daraus eben nicht...
Ivanovics Treffer als Sinnbild
Weil Ivanovic kurze Zeit später erneute zuschlug (68.). Und so brachte es auch nichts, dass Amandip Singh zwischenzeitlich auf 2:5 verkürzte (71.). In der Schlussphase machten Kock (84.) und Ivanovic (90.+1) mit weiteren Treffern den Deckel nämlich drauf. Gerade Ivanovics Bude zum 7:1-Endstand war sinnbildlich für das Spiel. Obwohl die Nachspielzeit schon angebrochen war und die Dülmener bereits so hoch führten, setzte er noch einmal nach, eroberte den Ball und belohnte sich mit seinem dritten Treffer an diesem Tag. "Wir waren einfach auf jeder Position besser und jeder Spieler hatte drei, vier mehr Messer zwischen den Zähnen", fügte Ibrahim hinzu.
Cordes seinerseits wollte diese Pleite so schnell wie möglich abhaken - und nahm die Klatschte mit Fassung. "Wir haben nichts auf die Reihe bekommen und natürlich verdient verloren", resümierte er. "Viel schlechter können wir es also nicht machen. Deswegen schauen wir jetzt auf das nächste Spiel gegen Dorsten-Hardt."
TSG Dülmen - FC Epe 7:2 (3:0)
1:0 Sachabutdinov (31.), 2:0 Ivanovic (37.),
3:0 Kock (44.), 4:0 Kock (58.),
4:1 Kamaljit Singh (63.), 5:1 Ivanovic (68.),
5:2 Amandip Singh (71.), 6:2 Kock (84.),
7:2 Ivanovic (90.+1)



































