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Landesliga 4 - Anschwitzen

Nach einer anderthalbjährigen Pause läuft Joshua Dabrowski (r.) wieder für den VfL Senden auf. Foto: Teipel

"Ich traue uns zu, noch ein, zwei Plätze zu klettern"


Von Malte Greshake

(14.03.24) Wir haben Fragen. Viele Fragen. Warum spielt Joshua Dabrowski eigentlich plötzlich wieder für den VfL Senden? Nachdem er jahrelang für den Landesligisten die Treter geschnürt hatte, war schließlich zuletzt für anderthalb Jahre komplett von der (Amateurfußball-)Bildfläche verschwunden. Und wieso hat er dann direkt bei seinem Comeback zwei Tore erzielt? Und warum gewinnen die Sendener im neuen Jahr nur noch, wenn der 27-Jährige im Kader steht? Ihr könnt also hoffentlich nachvollziehen, weshalb wir auf der Suche nach Antworten sind.

Tatsächlich waren es berufliche Gründe, die Dabrowski vom Kicken abgehalten haben. "In der Zeit zuletzt habe ich mich darauf konzentriert, eine Fortbildung zu machen", berichtet der Berufspolizist. "Das Risiko einer Verletzung wollte ich nicht eingehen, weswegen ich für die anderthalb Jahre mit dem Fußball aufhört habe." Eigentlich hatte Dabrowski sogar vorgehabt, erst zu Beginn der kommenden Saison frisch einzusteigen. "Als ich nach der Winterpause mittrainiert habe, hat es mir allerdings so Bock gemacht", fügt er hinzu. "Deswegen habe ich mich dazu entschieden, so oft wie möglich jetzt schon da zu sein." Gleichwohl das arbeits- und urlaubsbedingt in der Rückrunde noch nicht immer der Fall sein wird.

"Eher Glück als Verstand"

Aus diesem Grund ist Dabrowski seit dem Auftakt nach der Winterpause auch erst zweimal zum Einsatz gekommen. Jeweils heimsten die Sendener einen Sieg ein. In Heimspielen gegen Westfalia Gemen (4:0) und Borussia Münster (1:0) klappte das. Bei den Auswärtsspiel gegen Eintracht Ahaus und den Werner SC war er jedoch nicht dabei. Und die gingen beide verloren. Zufall oder steckt mehr dahinter? "Schwierige Frage", sagt Dabrowski. "Grundsätzlich sind wir eine Mannschaft, die bei Heimspielen immer stärker ist. Auch in Sachen Stimmung und Kaderstärke sind wir gut aufgestellt. Vielleicht hat meine Euphorie nach der langen fußballfreien Zeit dazu beigetragen, dass alle noch mehr Bock haben. Was das Spielerische angeht, hätten die Jungs aber auch ohne mich die Punkte geholt."

Fakt ist jedoch: Gerade beim Sieg gegen Westfalia Gemen war Dabrowski mit zwei Toren und zwei Vorlagen ein entscheidender Faktor. Obwohl Dabrowski sogar auf der ungewohnten Position des Stürmers zum Einsatz gekommen war. Gleich vier Offensivkräfte hatten den Sendenern an diesem Tag gefehlt. Denn normalerweise treibt er sich nämlich im Mittelfeldzentrum herum. "Das war für mich natürlich auch neu, in den Senioren habe ich dort noch nie gespielt", meint er schmunzelnd. "Dass es dann so gut klappt, war vielleicht eher Glück als Verstand. Natürlich ist das aber ein schöner Start, um wieder reinzukommen." In der Tat.

Erst Ibbenbüren in der Tabelle einsacken, dann Deuten

Für die Sendener folgt nun am kommenden Spieltag das Auswärtsspiel bei der Ibbenbürener SpVgg. Mit Dabrowski im Kader. Also muss es dann doch in der Fremde klappen, oder? "Weil ich die Ibbenbürener in dieser Saison noch nicht gesehen haben, weiß ich nicht, wie gut sie sind", analysiert er. "Sie stehen in der Tabelle jedenfalls über uns. Deshalb können sie nicht schlecht sein. Wenn wir allerdings unser Niveau aus den letzten beiden Heimspielen abrufen, werden wir gute Chancen haben. Deswegen bin ich optimistisch, dass wir einen Sieg holen." Gerade, wenn die Sendener es schaffen, unnötige Eigentore zu verhindern. Das wäre zuletzt auswärts besonders das Problem gewesen. Hat sich Dabrowski zumindest erzählen lassen. "Das wird uns gegen Ibbenbüren hoffentlich nicht passieren", fügt er hinzu.

Und wie groß ist die Chance, ihn nochmal im Sturm zu sehen? "Das weiß ich selber nicht genau", sagt Dabrowski. "Ich denke, dass ich eher wieder im Zentrum eingesetzt werde. Aber das überlasse ich den Trainern. Da sollen sie auf ihr Bauchgefühl hören. Ich verweigere mich natürlich nicht, im Sturm zu spielen. Das hat auch Spaß gemacht. Auch wenn ich nicht immer ganz genau wusste, wie die perfekten Laufwege aussehen." Unabhängig von seiner Position möchte er mit dem VfL in der Rückrunde noch ein paar Plätze nach oben gutmachen. Rang fünf ist es derzeit. "Es sind schließlich noch ein paar Spiele übrig", hält er fest. "Ich traue ich uns zu, noch ein, zwei Plätze zu klettern. Wenn wir unsere Leistungen abrufen und Konstanz reinbekommen. Auch, weil der Kader nicht mehr so verletzungsanfällig ist. Nordkirchen und Ahaus sind wahrscheinlich nicht mehr einzuholen. An Ibbenbüren werden wir an diesem Sonntag aber vorbeiziehen. Und dann holen wir uns danach auch noch RW Deuten..."

Anschwitzen, der 22. Spieltag

Eintracht Ahaus - FC Nordkirchen (Sonntag, 15 Uhr)
Die Jungs von Eintracht Ahaus besitzen also die Möglichkeit, das Meisterschaftsrennen Anfang März noch einmal richtig spannend zu machen. Und gerade zuhause sollte das für die Mannschaft von Frank Wegener doch machbar sein. 25 von 30 möglichen Punkte holten die Ahauser in der heimischen Augenklinik-Arena. Auch im neuen Jahr ist die Eintracht in ihrem Territorium ungeschlagen. Aber: Das Hinspiel ging gegen Nordkirchen - wenn natürlich auswärts - mit 1:4 in die Hose. Obacht also, liebe Ahauser.
Heimspiel-Tipp: 3:1 - und jetzt werden die nächsten Wochen richtig witzig.
Dabrowski: Nordkirchen wird sich wahrscheinlich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Ahaus ist in Heimspielen aber gut drauf und macht es nochmal spannend: 2:1.

Borussia Münster - Vorwärts Wettringen (Sonntag, 15 Uhr)
So haben sich die Borussen den Beginn des Fußballjahres 2025 sicher nicht vorgestellt. Nach nur einem Punkt aus vier Spielen rutschten die Münsteraner mittlerweile auf einen Abstiegsplatz ab - und haben direkt ein Do-or-Die-Spiel vor sich. Mit Vorwärts Wettringen erwartet die Truppe von Janis Kraus und Henrik Wegener den Tabellenletzten, für den sowieso jedes Wochenende nur noch Endspiele anstehen. Und dass das für die Borussen absolut kein Selbstläufer werden wird, zeigt bereits das Hinspiel: Das verloren die Münsteraner mit 0:1 und hatten sich besonders mit der Körperlichkeit der Wettringer unheimlich schwer getan. 
Heimspiel-Tipp: 2:2. Wenn überhaupt sind die Borussen damit einigermaßen zufrieden.
DabrowskiMünster hat eine super Truppe mit starken Einzelspielern. Gerade zuhause sind sie für einige Tore gut: 3:0.

FC Epe - SV Dorsten-Hardt (Sonntag, 15 Uhr)
Spätestens jetzt sollten auch beim letzten Spieler des FC Epe die Alarmglocken angegangen sein. Mit sage und schreibe 2:7 ging schließlich zuletzt der Abstiegskracher gegen die TSG Dülmen in die Hose. Es war nicht so, als wenn die Dülmener die FCE komplett an die Wand gespielt hätten. Keineswegs. Nur brachten sich die Eperaner mit Aussetzern immer wieder selbst in die Bredouille. Wenn dann ein Gegner quasi jede Chance wegmacht, kommt so ein Ergebnis zustande. Und das sollten sich die Eperaner auf keinen Fall nochmal erlauben.
Heimspiel-Tipp: In die Bülten we trust: 2:1.
Dabrowski: Dorsten-Hardt ist favorisiert, Epe landet mit 1:0 aber einen Überraschungssieg.

SC Altenrheine - TSG Dülmen (Sonntag, 15 Uhr)
Einen großen Schritt könne der SC Altenrheine an diesem Wochenende machen. Sagte zumindest Chefcoach Marc Wiethölter nach dem vergangenen Spieltag. Beim 1:1 gegen die Hammer SpVg verpassten es die Altenrheiner bekanntlich zuletzt, die Siegesserie weiter auszubauen. Mit einem Sieg über die TSG Dülmen würden Wiethölter und seine Jungs dennoch nun die 30-Punkte-Marke knacken. Denn obwohl die Altenrheiner derzeit einen richtig starken Lauf haben, ist der erste Abstiegsplatz trotzdem "nur" sechs Punkte entfernt. Das ist sicher Warnung genug, nicht nachzulassen.
Heimspiel-Tipp: Zwar fehlen Arne Üffing und Henry Südhoff urlaubsbedingt, jucken tut das den SCA aber wenig: 3:0.
Dabrowski2:0

SV Burgsteinfurt - RW Deuten (Sonntag, 15 Uhr)
Auf diese Leistung lässt sich beim SV Burgsteinfurt ausbauen. Zwar teilten sich Christoph Klein-Reesink und seine Mannschaft beim 3:3 gegen Eintracht Coesfeld nur die Punkte, gerade mit Art und Weise war der Chefcoach allerdings wieder einverstanden gewesen. Ob die Burgsteinfurter tatsächlich wieder gefestigter sind, wird nun direkt mit einem Vorschlaghammer getestet. Also bildlich gesprochen natürlich. Mit RW Deuten erwarten die Stemmerter schließlich den Tabellendritten, der unbedingt Teil der Tabellenspitzgruppe bleiben möchte. Dass Lars Bode und Max Thüning nach ihren Ausfällen wohl wieder im Kader stehen werden, kommt da sicher gerade recht.
Heimspiel-Tipp: 2:1: Warum auch nicht?
Dabrowski0:2: Deuten traue ich es zu, in Burgsteinfurt zu punkten.

Werner SC - Eintracht Coesfeld (Sonntag, 15 Uhr)
Mit breiter Brust empfängt der Werner SC die DJK Eintracht Coesfeld. Das Team von Lars Müller präsentierte sich zuletzt stark, feierte drei Siege aus den letzten vier Spielen und ist insgesamt in 2025 noch ungeschlagen. Besonders zu Hause ist Werne eine Macht. Aber: Trotzdem müssen sich die Coesfelder sicher nicht verstecken. Mit vier Punkten aus drei Spielen, wobei Gegner wie RW Deuten und der SV Burgsteinfurt darunter waren, ist die Truppe von Karsten Erwig und Patrick Koster auch ordentlich gestartet. Und ein Sieg ist eigentlich Pflicht, um im Tabellenkeller nicht den Anschluss zu verlieren.
Heimspiel-Tipp: Werne struggelt, setzt aber trotzdem die eigenen Serie fort: 2:1.
Dabrowski3:1: Bei Werne ist es immer eklig zu spielen. Es wird deutlich.

Westfalia Gemen - TuS Haltern (Sonntag, 15 Uhr)
Beide Teams stehen gerade bei 24 Punkten - und verpassen jeweils den Befreiungsschlag.
Heimspiel-Tipp: 0:0.
Dabrowski: Das wird torreich. Zumindest bei Gemen kann immer alles passieren: 3:2.

Ibbenbürener SV - VfL Senden (Sonntag, 15.30 Uhr)
Uff. Diese 2:5-Niederlage gegen den SV Dorsten-Hardt war für die Ibbenbürener SpVgg natürlich richtig enttäuschend. Aber jeder, der schon einmal selbst gekickt hat, wird solche Spiele kennen. Eigentlich ist man gut drin und gestaltet das Spiel ausgeglichen. Nach der Halbzeit geht dann jedoch nicht mehr viel. Das Ding gleitet dir sogar ganz allmählich aus der Hand. Und ehe du dich versiehst, liegst dann mit drei Toren Abstand zurück und die Punkte sind futsch. Wie man damit nun allerdings umgeht? Ganz schnell abhaken, die nötigen Lehren daraus ziehen und auf die eigenen Stärken besinnen. Dann ist für die ISV auch etwas gegen Joshua Dabrowski und seine Sendener etwas drin.
Heimspiel-Tipp: Auch Dabrowski kann Sendens Auswärtsfluch nicht brechen: 3:2.
Dabrowski: 0:2

Hammer SpVg - spielfrei



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Cher. Laggenbeck 16    58:20 44  
2    Legden 17    43:10 43  
3    TuS Laer 16    55:14 42  
4    Kinderhaus II 16    54:11 40  
5    SV Bösensell 16    43:23 40  

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